Kategorie-Archiv: Privates und persönliches

Die Penner-Dusche

Ich bin schockiert! Heute auf der Arbeit hat mir ein andere „studentische Aushilfskraft“ folgendes erzählt: Vorm P&C in der Innenstadt, also vor dem Eingang, um genau zu sein, gibt es eine „Penner-Dusche“ – so hat er das gesagt.
Ich, ahnungslos wie ich war, habe als erstes vermutet, dass es sich hierbei um einen Ort handelt, wo sich die Obdachlosen waschen können. Mich hat natürlich schon gewundert, wieso sich dieser Platz ausgerechnet auf der Mönckebergstraße vorm P&C befinden soll und wenn, wäre mir das ja bestimmt auch schon mal aufgefallen.
Nein, dabei handelt es sich um folgendes: Die Eingänge, in denen nachts die Obdachlosen einen trockenen Unterschlupf suchen würden, sind alles andere als trocken und „sicher“. So etwa alle zwei Stunden, sagt er, sprüht dort Wasser raus, etwa wie in einer Waschanlage. Der Eingang wird nass gesprüht und alles was sich darin befindet auch. Und weil er das selbst nicht glauben konnte, hat er seinen Mitbewohner gefragt – eine todsichere Quelle, weil der nämlich bei P&C arbeitet! Er hat es bestätigt.
Das ist doch echt eine Sauerei. Ich hoffe nur, dass sich das bei den Obdachlosen schnell herumgesprochen hat und keiner mehr in die „Falle“ getappt ist. Vor allem jetzt nicht – im Winter. Da müssten die ja eigentlich Frostschutzmittel nehmen, damit es nicht gefriert?!
Naja, selbst gesehen habe ich es nicht, aber wenn das wirklich stimmt, finde ich das echt krass.
Ich habe ja auch mal gehört, dass am Hauptbahnhof nur deshalb klassische Musik gespielt wird, damit sich die Obdachlosen dort nicht aufhalten, weil ihnen das „Gedudel“ auf die Nerven geht.
Da ist klassische Musik von beiden Übeln noch die weitaus freundlichere Variante.

Laptop-Reinigung?

Gibt es eigentlich so was wie eine Laptop-Reinigung? Wenn ich mir meinen Laptop – er heißt Vincent – nämlich so betrachte, hätte er das bitter nötig.
Da gibt es Kaffeeflecken, Staub, Krümel, Aufkleber-Reste (von Aufklebern, die ich mal ganz cool fand, dann aber ganz schnell uncool und die dann solche blöden Reste hinterlassen haben) und Zahnpastaspritzer – ja, manchmal putze ich die Zähne während ich Emails lese! Ich frage mich, ob ich besser mit dem Ding umgehen würde, wenn ich einen Mac hätte (oder besser: ibook?!). Denn bei allen Mac-Menschen sehen die Dinger immer noch so schön aus. Auch eine Freundin von mir hat immer noch nicht die Schutzfolie abgenommen – und die hat ihren jetzt schon über ein halbes Jahr. Die sehen ja sowieso schon viel schöner aus, das gebe ich ganz offen zu. Aber wie hält sich bei den weißen Äpfelchen die Schönheit?
Unglücklicherweise bin ich mit Elektrogeräten noch nie sehr sorgsam umgegangen. Und das liegt nicht daran, dass ich sie nicht selbst bezahlt hätte. Alles aus eigener Tasche! Aber trotzdem: Ich komme mir seltsam dabei vor ein Elektrogerät zu pflegen. Nein, ich habe kein Auto und wenn ich eins hätte, würde ich das wahrscheinlich auch nicht putzen.
Dafür pflege ich Kontakte – mit echten Lebewesen. Indem ich meinem Laptop einen Namen gegeben habe – Vincent, wie oben erwähnt – wollte ich die Elektronik-Leblos-Barriere umgehen und ihn etwas menschlicher machen. So richtig hat das aber nicht gewirkt. Ich bekomme ein ganz schlechtes Gewissen. Ich such jetzt gleich mal ein paar neue Aufkleber und sauge die Tastatur aus.

Verwählt

Es war noch nicht einmal sieben Uhr morgens. Das Telefon klingelt, kein Traum. Scheiße. Ich hab noch gar keine Stimme, stehe aber auf und stelle mich vor das Telefon, warte und will nicht wirklich abheben. Endlich aufgelegt, Entscheidung abgenommen. Einschlafen kann ich jetzt nicht mehr, dabei war es gestern Abend so spät geworden und mein Wecker hätte heute erst um 10Uhr geklingelt. Wer war der Anrufer wohl? Etwas Wichtiges? Oder nur die Marktforschung, die wissen will, welches Radio ich morgens am liebsten höre? Vielleicht hätte ich aber doch drangehen sollen? Weiter komme ich mit meinen Gedanken nicht, denn das Telefon klingelt ein zweites Mal. Jetzt nehme ich, keine Rücksicht auf meine verschlafene Stimme, ab und bringe ein knappes „Ja“ heraus. Am anderen Ende kurzes Schweigen, dann: „Hallo. Hier ist Frau Schneider“. Von mir kommt wieder nur ein „Ja“. Weiter sagt die Anruferin, dass sie die Mutter von Carsten sei. Von mir ein „Aha“ und in Gedanken gehe ich alle Carsten durch, die ich kenne. Ich scheine nicht entsprechend zu reagieren, denn die Frau fragt als nächstes: „Sind Sie gar nicht die Schwimmlehrerin?“
Verwählt. Das war es dann wohl mit dem erholsamen Schlaf für heute.

Tropf, tropf…

Der Wasserhahn. Irrtum – bei mir ist es gerade das Abflussrohr vom Spülbecken. Ich merkte es gestern Abend, als ich beim Abwaschen plötzlich im Nassen stand. Es ist auch kein wirkliches „Tropfen“ mehr, man könnte es ehrlich gesagt schon eher „Fließen“ nennen…
Seitdem ist nicht viel passiert, der Abwasch stapelt sich jetzt in der Küche und wird in dringenden Notfällen im Badezimmer erledigt. Der Küchenboden ist mit alten Handtüchern ausgelegt und für den Notfall steht ein Eimer unter dem Abflussrohr. Die Telefonnummer vom Hausmeister hab ich verlegt und ich frag mich nur, warum mal wieder alles auf einmal kommen muss…

Krähenfüße

Wann ist man eigentlich alt genug, um Faltencreme zu benutzen? Muss man warten, bis die ersten Falten da sind, damit man dann so richtig dagegen ankämpfen kann? Oder muss man vielleicht so früh wie möglich, also vorbeugend, mit dieser Spezialpflege beginnen? Die Meinungen gehen zu diesem Thema weit auseinander. Die einen sagen, dass sich die Haut nicht daran gewöhnen darf und dass man bloß nicht schon in „jungen Jahren“ damit anfangen soll, die anderen hingegen vertreten die Ansicht, dass man seiner Haut damit nur Gutes tut…Sind das die Positionen von Hautspezialisten (ganz ohne wirtschaftliche Hintergedanken) kontra Pflegeproduktindustrie-Vertretern (mit dem Gedanken einen neuen Markt für ihre Faltencreme zu erschließen)? Da muss frau sich wohl ihre eigene Meinung drüber machen.
Am besten nicht zu viel grübeln, das würde nur neue Furchen mit sich bringen – lieber ein bisschen schmunzeln, denn Lachfältchen sind sexy 😉

Eigene Regeln in der Schanze

In den Läden in der Schanze läuft vieles ganz anders als zum Beispiel in der Innenstadt. Einmal konnte mir ein Verkäufer in einem Laden in der Schanze nicht den restlichen Betrag rausgeben, weil er kein Kleingeld mehr hatte. Es drehte sich nur um ein paar Cent, es war also keine große Sache und ich sagte, dass das nicht schlimm sei. Er soll es als „Trinkgeld“ behalten – obwohl es ja in einem Klamottenladen war! Daraufhin hat er mir ein ASTRA geschenkt – sozusagen als Auszahlung.
Und gestern hat mir erst jemand erzählt, dass ihm neulich, als er ne Pommes bezahlen musste, 30 Cent gefehlt haben. Daraufhin hat er dem Pommes-Verkäufer einen Button von seiner Jacke angeboten und der fand das cool und war einverstanden.
Da lob ich mir doch echt die kleinen persönlichen Läden in der Schanze – auch wenn es immer wieder heißt, dass da jetzt nur noch Designer aufmachen und hinziehen würden. So kommt in der Innenstadt jedenfalls nicht vor.

Ode an Kumpir

Die meisten werden diesen wundervollen Kartoffel-Laden schon kennen, aber falls es doch ein paar gibt, die noch nicht in den Genuss kamen: Kumpir ist der Name. Sie schossen letztes Jahr wie Pilze aus dem Boden und man findet die „Kartoffel-Kette“ mittlerweile in fast allen wichtigen Vierteln von Hamburg. Kumpir ist eine besondere Kartoffel-Zubereitungsart, glaube ich. Und zwar wird die fette Ofenkartoffel aufgeschnitten und mit Käse und Butter zermatscht bevor dann die Füllung drauf kommt. Die kann man sich entweder ganz nach Herzenswunsch zusammenstellen oder schon eine fertige Kombi nehmen. Ich empfehle den „Chicken-Kumpir“. Den Vegetariern rate ich zu „Spinat-Kumpir“.
Von dem Kram wird man richtig satt und man hat auch das Gefühl, dass man etwas Gesundes gegessen hat. Spottbillig ist es auch noch!
Ich esse da so zwei Mal die Woche. Tolltolltoll.

Hunde-Sauna

Eine Freundin hat mir eine Story von ihrem sehr, sehr anhänglichen Hund erzählt, die ich kaum glauben konnte – aber es gibt ja die unvorstellbarsten Eigenheiten von Haustieren…
Dieser Hund möchte immer bei seinem Herrchen sein, ist total neugierig und nur an Menschen, nicht an anderen Hunden, interessiert. Am letzten Wochenende wollte die Hundebesitzerin in die Gartensauna gehen, während der Hund im Garten spielen sollte. Keine Chance, dieses kleine Viech machte so einen Radau vor der Saunatür, dass sein Herrchen die Tür öffnete und der Hund von dem Zeitpunkt an die Sauna nicht mehr verlassen hat (nicht einmal Leckerlis konnten ihn wieder rauslocken). Erst als meine Freundin nach 20 Minuten den Saunagang beendet hatte und das Gartenhäuschen verließ, folgte ihr –auf Schritt und Tritt –auch das kleine, verschwitzte Hündchen.

Lottospielen und Lebensgefahr beim Kegeln

Als ich noch kleiner war, da war ich ein begeisterter Kegelfan. Meine Kindergeburtstage und die meiner Freunde feierten wir regelmäßig auf Kegelbahnen und da kegelten wir, was das Zeug hielt drauf los: Tannenbaumkegeln, Wettkampfkegeln, Schnapszahlenkegeln und jede Menge Pumpen, Pudel usw.
Doch letztens ließ mich ein Wahrscheinlichkeitsvergleich stutzig werden – ist das so harmlose Kegeln vielleicht doch nichts für Kinder?
Denn nach der Welt am Sonntag ist es wahrscheinlicher beim Kegeln zu sterben, als im Lotto zu gewinnen. Wow – entweder ich habe das Kegeln wirklich unterschätzt oder beim Lotto gibt es in Wirklichkeit gar keine echten Gewinner, alles nur Fake und deswegen ist alles mögliche wahrscheinlicher (also auch beim Kegeln zu sterben), als im Lotto zu gewinnen.

Schlechte Vorsätze

Ich habe mir noch nie für irgendein Jahr Vorsätze vorgenommen. Dann kann auch nichts schief gehen. Sonst hätte ich mir selbst gegenüber ja nur ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie nicht einhalten würde. Aber wahrscheinlicher ist, dass ich schon Mitte Januar komplett vergessen habe, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte – vielleicht ist der bessere Ausdruck „verdrängen“. Aber wie gesagt, ich hab das ja noch nie ausprobiert. Ich bin da auch total ungeübt drin. Fängt man dann gleich am 1. Januar mit den guten Vorsätzen an oder zählt der 1. Januar irgendwie nicht so richtig mit, weil man da ja nur abhängt und ausnüchtert? Haben diejenigen, die den Vorsatz „mehr Sport treiben“ hatten, in den letzten drei Tagen schon Sport getrieben? So etwas braucht ja auch eine gewisse Vorlaufszeit: Sportkleidung kaufen, den richtigen Sport für sich finden, irgendwo vielleicht Mitglied werden. Fängt man damit schon im alten Jahr an? Wie lange vorher muss man seine Vorsätze kennen? Darf man auch schlechte Vorsätze haben? Zum Beispiel: Nächstes Jahr bin ich mal ein bisschen unfreundlicher zu den Menschen, weil meine Freundlichkeit mich im letzten Jahr irgendwie psychisch belastet hat. Oder: Nächstes Jahr fange ich mit dem Rauchen an. Ich wollte schon immer rauchen. Oder vielleicht: Nächstes Jahr spare ich keinen Cent und tue nichts für die Uni.
Nein, ich werde nächstes Jahr keinen alten Menschen über die Straße helfen und keine Tiere von der Straße entfernen, damit sie nicht überfahren werden.
Das überlege ich mir noch mal. Vielleicht mach ich das alles 2007.

Mein Name ist Hase und ich weiß von nichts

Das ist doch ein ganz schön langweiliger Kosename, wenn man seinen Partner oder seine Partnerin einfach nur „Hase“ nennt. Gerne auch „Häschen“ oder „Hasi“ – besonders einfallsreich ist das nicht gerade. Trotzdem höre ich diesen Spitznamen ständig in meinem Bekanntenkreis und wünsche mir immer nur, nicht auch irgendwann zum „Hasilein“ zu werden. Jeder sechste gibt seinem Partner (laut „Lisa“) einen tierischen Kosenamen. Und was sagt uns das jetzt??? Wenn schon Namen aus dem Bereich der Fauna, dann doch bitte ein bisschen individueller, so dass nicht nur Häschen durch die Gegend hoppeln, sondern dass vielleicht auch mal ein Kaulquäppchen seinem Nilpferdchen ein Küsschen gibt …

Aufgepasst im Blauen Peter!

Es heißt ja immer in den Großstädten muss man auf seine Sachen aufpassen, wegen den Taschendieben. Und überhaupt sei die Wahrscheinlichkeit ja sowieso viel größer überfallen zu werden, wenn man nachts alleine nach hause läuft. Besonders im gefährlichen Hamburg. Unsinn, sage ich. Ich hab eigentlich noch nie wirklich Angst gehabt oder habe mich bedroht gefühlt – und ich bin öfters alleine unterwegs.
Vielleicht hatte ich bisher auch nur Glück, dass ich noch nie überfallen worden bin – aber auch in meinem Bekanntenkreis kann ich mich an keine Überfall-Geschichte erinnern. Allerdings wurde mir schon mal meine komplette Handtasche geklaut, inklusive Digitalcamera und Geldbeutel mit sämtlichen Karten, die ich besitze. Mein Handy und meine Haustürschlüssel hatte ich glücklicherweise in meiner Jackentasche. Das ist in dem Blauen Peter auf dem Hamburger Berg passiert. Wie ich danach von einigen erfahren habe, soll es dort wohl öfter vorkommen. Und dabei lag meine Tasche noch nicht mal alleine irgendwo rum. Sie lag auf einer Bank, wo noch andere saßen. Der Dieb muss die dort echt ganz unauffällig weggenommen haben.
Mein Geldbeutel wurde sogar von einem ehrlichen Finder bei der Polizei St. Pauli abgegeben. Da waren sogar noch mein Perso und die Bibliotheks- und Videotheks-Ausweise drin.
Jetzt habe ich mich auf jeden Fall dazu gezwungen nicht mehr ALLES in meinem Geldbeutel mitzunehmen. Eine EC-Karte reicht völlig!
Vielen Dank an alle, die gefundene Sachen zur Polizei bringen.

Umtauschen

Schon wieder alles vorbei, kein dritter bzw. vierter Weihnachtstag. Schade, ich hätte dieses Jahr noch gut einen ertragen…
Von Vorteil sind allerdings die normalen Bus- und U-Bahnfahrpläne, die mich davor retten mein ganzes Weihnachtsgeld komplett für Taxifahrten auszugeben (das Nachtleben ist im Gegensatz zu Bus und Bahn schließlich in der Weihnachtszeit hochaktiv).
Ein weiteres Anzeichen, dass einen wieder in den Alltag zurückholt, sind natürlich die geöffneten Supermärkte und Kaufhäuser – hier geht es fleißig ans Umtauschen: Weihnachtsgeschenke, die doof sind, die nicht passen oder die man schon hat. Seit einiger Zeit wurden bei uns im Hause die Quittungen hinzugelegt- damit man ganz ungeniert zu H&M gehen und ohne schlechtes Gewissen tauschen kann. Ist ja auch immer wieder schwierig, das Richtige zu treffen. Allerdings kommt es gar nicht so oft vor und auch dieses Jahr hab ich wirklich nichts zu tauschen. Ach nee, stimmt ja gar nicht- da waren ja so ein paar komische Hausschuhe unterm Baum…

Eisvergnügen auf der Alster

Ich möchte, dass die Alster zufriert, bitte. Das letzte Mal war dies vor 8 Jahren der Fall, davor gabs das Eisvergnügen noch in den Jahren 1991 und 1987 – da hab ich aber noch nicht in Hamburg gewohnt. Ich kann also nur hoffen, dass es noch ein Weilchen kalt bleibt und sich die Sonne nicht zeigt. „Ein Tag mit Sonne, ist ein verlorener Tag“, wie der Hamburger zu sagen pflegt.
Das muss so schön sein, Glühweinstände und andere Buden werden dann auf dem eingefrorenen Hamburger Wahrzeichen aufgestellt. Allerdings habe ich auch gelesen, dass es zwei Wochen lang mindestens 10 Grad kalt sein muss, damit es dazu kommen kann und die Alster wirklich sicher ist. Naja, ob das die Hamburger so ertragen könnten, sind sie zwar den Wind gewohnt, aber die richtige Kälte? – ich weiß nicht…
Manche trauen sich ja auch schon vorher auf die Alster, aber das ist mir zu gefährlich. Ich bin In-gefrorene-Gewässer-Einstürzen-Film geschädigt. Dann lieber auf die Eislaufbahn. Verletzen kann man sich da zwar auch, aber immerhin nicht ertrinken.

Die Kosinuskurve der Schenkerei

Langsam wird’s besser. Dazu musste ich ja auch nur ein Viertel-Jahrhundert werden. Ich meine, die Schenkerei wird besser. Es verhält sich wie die Kosinusfunktion mit dem Geschenke-Treffer-Grad. Am Anfang, also als Baby bis hin zum Kind, ist es einfach, die Kurve ist auf ihrem höchsten Punkt. Die Wunschliste ist lang, sie wird von den Eltern und Verwandten einfach der Reihe nach abgearbeitet. Dann fällt die Kurve mit dem Älterwerden bis sie schließlich am Nullpunkt und sogar unter den Nullpunkt gerät. Das sah bei mir so aus: Als Teenager wird’s dann schwierig – das sinken der Kosinusfunktion dauert ungefähr so lange bis man wieder einen so genannten „Lebensschritt“ macht, wie zum Beispiel Hauskauf, Heirat, Kinder usw. Bis letztes Jahr hat mir meine Mutter jedes Jahr zu Weihnachten BH’s geschenkt, die mir zu groß waren. Nein, ich bin da auch nicht mehr reingewachsen! Oder meine Oma hat mir grundsätzlich Sachen geschenkt, die sie in ihrer Lieblings-Boutique in Gran Canaria gerade erst im letzten Urlaub gekauft hat und da angeblich der letzte Schrei waren. Schrecklich! Die habe ich direkt nach dem Auspacken zurückgegeben – damit sie es lernt! Ich habe grundsätzlich alle Sachen, die mir nicht gefallen (oder gepasst) haben bei meinen Eltern gelassen und bin ohne sie und ohne schlechtes Gewissen wieder nach Hamburg zurück gefahren.
Aber dieses Jahr war es anders – und das obwohl ich keinen bedeutenden Lebensschritt getan habe. Kein BH, keine Handtasche mit einer Spinne drauf, kein Buch, das mich nicht interessiert. Die Lehrjahre waren bestimmt hart für meine Verwandten, aber schließlich hat es was gebracht. Dieses Jahr lasse ich nichts zurück.

X- Mas- Essen

Was gibt’s denn bei euch heute Abend? Irgendwie ist das ja echt spannend, wie andere so den Heiligabend verbringen: wann ausgepackt wird, wer noch Gedichte vorträgt, wo gesungen wird, wer in die Kirche geht und natürlich was auf den edel gedeckten Tisch kommt.
Neben den rustikalen Würstchen mit Kartoffelsalat oder Gänsebraten, ist ein Klassiker wohl der Karpfen. Das kann aber – meiner Zunge nach – nichts mehr mit Geschmack, sondern nur noch was mit Tradition zu tun haben. Bei uns wurde diese Tradition vor einigen Jahren zum Glück gebrochen (weil Tradition nicht immer so gut schmeckt). Seit dem gab es schon Sushi, Pizza in Tannenbaumform, Spaghettinester und Raclette (was ich am kompromissfähigsten von allem finde). Dieses Jahr gibt’s Wok. Ganz schön unweihnachtlich., aber soll ja jedem schmecken, sonst ist nämlich die Stimmung auch nicht mehr so weihnachtlich.
Also, frohe Weihnachten und guten Appetit!

Macht euch mal locker

Leute, Leute, Leute. Klar, sind die Innenstadt und sämtliche Einkaufszentren in anderen Stadtteilen Hamburgs in diesen Tagen mega voll. Das darf doch keinen wirklich wundern. Deswegen: Lasst eure schlechte Laune und Gereiztheit bitte zu hause. Es dauert eben alles ein bisschen länger an den Kassen, in den Umkleidekabinen, bei einem Umtausch usw. Nehmt’s locker – immerhin hättet ihr ja auch schon vor Wochen eure Weihnachtsgeschenke einkaufen können. Habt ihr aber nicht! Also, nicht über die anderen Leute ärgern, weil sie vielleicht passend zahlen wollen und eine Minute in ihrer Geldbörse nach einem 2-Cent-Stück suchen – die Minute macht den Bock jetzt auch nicht mehr fett!
Nur zur Erinnerung: Es gibt so ein paar nette Worte, die komischerweise in den Tagen vor dem „Fest der Liebe“ am wenigsten fallen. Hier eine kleine Gedächtnisauffrischung: „Bitte“, „Danke“, „Tschuldigung“, „Schönen Tag noch“, „Frohe Weihnachten“, „Das haben Sie gut gemacht“.

Kaktus auf dem Kopf

Ich spaziere mit meinem Cousin über die Mönckebergstraße. Nach monatelanger Züchtung und KEINER Pflege hat er sich einen beachtlichen Haarschopf mit Dreadlocks herangezüchtet.
Vielleicht ist es euch schon mal aufgefallen, aber auf der Mö oder auf der Spitalerstraße laufen echt nicht viele Leute mit Dreads herum. Das bemerkt auch mein Cousin sofort, der das erste Mal in Hamburg ist:
„Verglichen mit Berlin gibt es hier weitaus weniger Leute mit Dreads!“
Dann beobachten wir ein kleines Mädchen an der Bushaltestelle, das ihren Blick nicht von dem Kopf meines Cousins abwenden kann und ihn ununterbrochen anstarrt.
Schließlich zeigt sie auf ihn und sagt und zu ihrer Mutter: „Guck mal Mama, der hat ’nen Kaktus auf’m Kopf.“

Angst aufs Klo zu gehen

Die mit Abstand unfreundlichste Klofrau von Hamburg sitzt vor dem Damenklo von „Essen und Trinken“ am Gänsemarkt! Jedes Mal wenn ich dort auf Toilette muss, habe ich Angst. Das geht sogar soweit, dass ich gar nicht mehr auf Toilette gehen kann – vor lauter Angst ziehen sich alle Muskeln zusammen.
Das war nämlich so: Ich fange die Geschichte von hinten an. Ich „tarantino“ die Geschichte sozusagen (danke Dane Cook für diesen schönen Ausdruck!). Das ist also das Ende der Geschichte:
„Du freche Kanakin, mach das du hier rauskommst!“
Zur Erklärung: Ich bin Deutsche und meine Eltern haben mir gesagt, dass sie auch Deutsche sind und meine Großeltern und Urgroßeltern sind/waren auch Deutsche. Nicht nur das „Kanakin“ ein ganz unmögliches, gemeines, rassistisches und ekelhaftes Wort ist – es ist auch eine Lüge, also zumindest im Zusammenhang mit mir! Gut, ich habe dunkelbraune Haare und braune Augen. Ich hätte trotzdem „freche Türkin“, „freche Spanierin“, „freche Italienerin“ bevorzugt, wenn ich es mir hätte aussuchen dürfen! Ach so, ich war in diesem Moment vielleicht auch nicht sehr höflich, aber die Klofrau war gemeingefährlich!
So war der Anfang:
Ich gehe also nicht sahnend aufs Damenklo. Sobald ich meine Klokabine wieder verlasse stürzt sofort der Klofrau-Tiger hinein. Wir quetschen uns sozusagen gemeinsam durch die Klokabinentür. Sie rein, ich raus. Danach brüllt (ungelogen) sie mich an, ich solle ein etwa 0,5cm großes Klopapier-Schnipselchen vom Boden aufheben und in den Müll werfen, da sie gerade erst sauber gemacht hat.
Ich schwöre: Das Klopapier-Schnipselchen war nicht von mir! Hätte sie das in einem anderen Ton gesagt, hätte ich es vielleicht sogar aufgehoben, aber in diesem Moment konnte ich nur sagen: „Ist das nicht ihre Aufgabe?“. Bemerkung: Ich sieze sie, während sie mich geduzt hat!“
Ich bekomme dieses Gefühl, dass ich mich besser auf keine Diskussionen mit dieser Frau einlassen sollte, wasche mir also nicht die Hände und gehe. Daraufhin schreit sie mir den Kanaken-Satz hinterher.
Nein, das war keine einmalige Gelegenheit. Diese Frau ist immer unfreundlich und zwingt die Klogänger außerdem Geld auf ihren Teller zu legen, obwohl auf dem Plakat darüber steht, dass man was geben kann – aber nicht muss.
Vorsicht ist bei dieser tickenden Zeitbombe geboten. Ich rate, lieber auf die öffentlichen Toiletten in der Gänsemarkt-Passage zu gehen.

Der 5-Minuten-Sturm und das Referat

Um 7h aufgestanden, 7.30h das Haus verlassen, mit dem Fahrrad zur U-Bahn (war noch stockdunkel draußen, aber trocken), dann 15 Minuten Fahrt bis zum Berliner Tor. Der Fußweg bis zur HAW beträgt dann eigentlich noch höchstens 5 Minuten. In dieser kurzen Zeit kam ein Sturm auf, den ich nicht erwartet hatte – war schon auf halber Strecke und umkehren hätte keinen Sinn gemacht. Der Regen schmerzte im Gesicht und ich kam gegen den Wind überhaupt nicht an. Also machte ich es wie die anderen: rückwärts laufen ohne zu gucken, weil man die Augen schützen musste. Klitschnass in der HAW angekommen, Mascara im Gesicht verschmiert und die Unterlagen aufgeweicht. Tja, so was passiert natürlich genau dann, wenn man ein Referat halten muss. Die anderen, die mit einer Bahn später kamen, waren alle trocken. Meine nasse Hose wurde (wie ich später erfahren hab) als „gebatikt“ wahrgenommen…

Die Sendung wurde leider beschädigt

Oder sind die Beteiligten an der Paket- und Postzustellung vielleicht zu neugierig??? Zwei von drei Päckchen, die ich im letzten Monat bekommen habe, sind zuvor geöffnet gewesen, waren nicht mehr vollständig oder sind verspätet eingetroffen – und das passiert mir hier nicht zum ersten Mal. Aber ist das nur in Hamburg so? Denn die Post, die ich in andere Städte versende, kommt immer unversehrt an…

Das Nachbarpech

Ein eigenes Haus mit Garten, mindest 20 Metern Abstand zum nächsten Grundstück (natürlich nicht in der Einflugschleuse und auch nicht an der Autobahn) wäre doch nicht schlecht –
mitten in Hamburg natürlich fast unmöglich. Alternativ vielleicht eine schallisolierte Wohnung?
Es gibt ja Tage, da stören einen diese ganzen Geräusche im Haus nicht so doll, aber an den anderen Tagen, da kann man echt verrückt werden…
Warum muss Nachbar X um 23h die Bohrmaschine rausholen? Warum Nachbar Y die Bässe voll aufdrehen und dann noch schlechte Musik hören? Warum nimmt Nachbar Z seine Gesangsstunden nicht irgendwo anders? Und wie kann ich so tun, als ob ich das alles nicht hören würde?
Locker bleiben. Staubsauger rausholen, einfach dagegen anlärmen und sich nicht so doll über Dinge ärgern, die man eh nicht ändern kann 😉

Geduldsfaden im CinemaxX gerissen

Unglaubliche 4 Stunden für einen Film! Ich war wohl schon sehr lange nicht mehr in diesem Kino, aber das hatte wohl auch seinen guten Grund gehabt….
Erst mal musste man ja mindestes eine halbe Stunde vor Beginn die vorbestellten Karten abholen (20h), dann warten bis um 20.30h endlich die Werbung anfing (wenn der Film Überlänge hat, muss wohl auch die Werbung Überlänge haben…). Die ersten fingen an zu gähnen.
Jetzt könnte der Film beginnen, aber nein: eine nette, junge Dame wollte – nachdem es einem ja Nestle schmackhaft gemacht hatte – noch ein leckeres Eis verkaufen.
Nun wäre es doch wirklich an der Zeit, aber wir haben da ja noch…die Vorschau.
Ich habe nicht mehr wirklich damit gerechnet, aber nach einer Stunde (!!!) wurden die geduldigen (und auch die völlig genervten) Zuschauer belohnt: Harry Potter ließ sich auf der Leinwand blicken.
Doch das CinemaxX hat natürlich noch ein Überraschung für die Gäste: gegen 23h zuckte der Film, die Übertragung wurde unterbrochen und eine achso freundliche Stimme sagte die PAUSE an.
Um 0.05h hab ich das Kino bis auf weiteres verlassen.

Ich bitte um mehr Romantik im Waschsalon

Wie so ist es in Hamburger Waschsalons nie so wie im Film? Das wichtigste Utensil fehlt: Die gutaussehenden Kerle! Nicht dass hier jemand denkt, dass ich nur deswegen in Waschsalons gehe – Nein, ich will dann wirklich Wäsche waschen! Ich habe nämlich keine Waschmaschine in meiner WG, weil die dann nur an einer Stelle stehen könnte: Bei meiner Mitbewohnerin im Zimmer, denn nur da sind Anschlüsse. Da hat sie verständlicherweise keinen Bock drauf. Küche ist zu klein, Bad ist voll (also auch zu klein!). Das ist der Grund, der mich einmal wöchentlich in den Waschsalon treibt.
Aber: Nie kommt man da mal mit jemandem ins Gespräch. Ich hab den Eindruck es ist eher verpönt keine eigene Waschmaschine zu hause zu haben. In Amerika ist das ganz anders – da herrscht ein regelrechter Waschsalon-Kult und man hört immer wieder ne nette, witzige Geschichte.
Hier in Hamburg darf ich auf keinen Fall ein Buch, eine Zeitschrift oder den Ipod vergessen, sonst komme ich um vor Langeweile, während die Wäsche schleudert.

„Hey, Sie kenne ich doch aus dem Fernsehen“

So wurde ich heute an der Bushaltestelle angesprochen. Weiter ging es dann mit „Ja genau, Sie sind doch die Neue, die bei ‚Unter uns’ mitspielt!“ und „Darf ich ein Autogramm von Ihnen haben?
Echt, eine ganz schön peinliche Situation, denn um mich herum standen ungefähr noch 20 andere Leute, die auf den Bus warteten und dann natürlich alle zu mir guckten… nur leider gab es da keine Berühmtheit zu entdecken! Da war nur ich, im Mantel mit Mütze und Handschuhen und jeder echte „Unter uns – Fan“ hätte mich sofort entlarvt…

Ich muss meine Unterschrift üben!

Ich war bei C&A in der Mönckebergstraße, um mir ein paar Strumpfhosen zu kaufen – weil es so kalt geworden ist! Ich bezahle an der Kasse mit EC-Karte und unterschreibe danach den Kassenbon. Die Kassiererin vergleicht meine Unterschrift auf der Rechnung mit der Unterschrift auf meiner Karte und meint:

„Da haben Sie ja ganz anders unterschrieben! Könnte ich mal bitte Ihren Ausweis sehen?“

Ich war total verwirrt, weil sie mich ja indirekt als Betrüger beschuldigt hat. Ich hab ihr aber schön brav meinen Ausweis gezeigt und mich als mich identifiziert.
Ich konnte mir es aber nicht nehmen lassen, die Dame zu fragen, ob das schön öfter vorgekommen sei und dass ich ihr wirklich ein Kompliment machen muss, weil die meisten noch nicht mal die Unterschrift betrachten und bewusst vergleichen. Da habe ich in der gemeingefährlichen Großstadt Hamburg doch gleich sicherer gefühlt.
Trotzdem ist es komisch mit Mitte 20 immer noch nicht seine eigene Unterschrift gefunden zu haben und jedes Mal anders unterschreibt. Ich muss üben.

Komische Nachricht auf meinem AB

Langer Tag, endlich zu hause, Schuhe aus und Anrufbeantworter abhören: 3 Nachrichten. Doch weiter als bis zur Ersten komme ich nicht, denn diese dauert fast 10 Minuten lang. Nur undefinierbare Geräusche und vielleicht ein weitentferntes Stimmengewirr? Jemand der mir Angst machen will?
Endlich „PIEP“ – die Nachricht endet, ohne dass mich wirklich eine Nachricht erreicht hätte. Wer war dieser Anrufer? Ich drücke leicht hektisch auf meinem neuen Telefon herum, entdecke schließlich eine Handynummer…
Meine eigene. Mein Guthaben beträgt jetzt 9 Cent.

Fahrradfahrer habens schwer

Nun ist Hamburg ja wirklich keine Fahrrad-Stadt – verglichen mit Freiburg oder Heidelberg zum Beispiel. Wenn man aber mal aufs Fahrrad steigt, wird man echt oft von Fußgängern angemotzt – oder sogar mit Taschen geschlagen.
Ich fahre morgens immer von meinem Haus zur U-Bahnstation mit dem Fahrrad und weil es sich für diesen kurzen Weg nicht wirklich lohnt, die Straßenseite zu wechseln und ich also auf dem linken Fahrradweg anstelle des rechten (richtigen) fahre, werde ich fast jedes Mal angemotzt. Ich könnte das ja verstehen, wenn auf dieser Strecke viel los ist – da sind aber nicht so viele Fahrradfahrer unterwegs – und ich fahre auch echt nicht rasant oder zu schnell!
An manchen Stellen gibt es gar keinen rotmarkierten Fahrradweg – Darf man da nicht fahren? Da haut so ne alte Oma schon gerne mal mit Tasche und Schirm um sich, wenn man ihr den Platz auf dem Bürgersteig wegnimmt. Wie gesagt: Ich fahre echt langsam!
Kann ja das Argument verstehen „Wenn das alle machen würden blablabla“ – Aber: Wieso müssen so viele Leute immer schon heulen bevor etwas passiert ist?

Grummeliger Blick, freundlicher Tipp

Parkplatzsuche im Karolinenviertel: Schon mehrmals um den Block gefahren, leicht ungeduldig und bereit die „nächstbeste Lücke“ zu nehmen, um endlich loszushoppen.
Ok, der Parkplatz war vielleicht wirklich etwas klein, aber für zwei Paar Frauenaugen hatte er die perfekte Größe. Mehr oder weniger jedenfalls: Hin zurück, noch mal raus, wieder rein…
Und dann kam auch noch ein männlicher, sehr interessierter Zuschauer, der uns kritisch beobachtete. Gleich sagt er bestimmt :
„So können Sie hier aber nicht stehen bleiben!“ – dachten wir.
Manchmal schätzt man die Menschen doch ganz falsch ein, denn anstatt zu meckern, sagte er nett und hilfsbereit, dass wir in dieser Position unseren Felgen schaden und was weiß ich noch kaputt machen würden. Er lenkte uns noch ganz geduldig in die Parklücke und wünschte uns einen schönen Tag.
Freundlich sein tut so gut!

Wie ein HVV-Mitarbeiter mir den Tag versaute

Ehrlich gesagt, ist mir noch nie ein netter HVV-Mitarbeiter begegnet. Das klingt zwar gemein, aber es ist die Wahrheit. Bei denen hat man immer den Eindruck, dass die ihren Job so richtig kacke finden. Das Schlimme ist: Deren Laune steckt an!
Ich bin echt fröhlich neulich in den Bus eingestiegen. Hatte meinen Ipod im Ohr und hab mitgesungen. Ich habe vor lauter glücklich sein, gar nicht darauf geachtet, welche Nummer der Bus hatte, weil an dieser Haltestelle auch nur ein EINZIGER abfährt – in der Regel. Ausgerechnet an meinem Glückstag war das aber nicht der Fall. Irgendein „nur zum Ausstieg“ Bus hatte sich dorthin verirrt, wo ich an diesem Moment pfeifend einstieg. Es war schon komisch die einzige zu sein, die einsteigt, aber kann ja mal vorkommen. Als ich dann doch den Busfahrer fragte, warum er nicht losfährt, hat er gesagt, ich solle mal gucken, was draußen am Bus dran steht. „Ist das nicht die Nummer 6?“ hab ich gefragt. Er sagte, dass ich draußen gucken solle und er glaube nicht. Als ich dann raus bin, hat er direkt die Tür zu gemacht und ist weggefahren. Das mag jetzt vielleicht gar nicht so schlimm klingen, ich fand das aber trotzdem arschig von ihm. Er hätte doch einfach sagen können: „Du hast dich verirrt, das ist Bus Nr. Soundso, der lässt hier nur die Leute raus.
Ich schreibe sofort, falls ich mal einem netten, fröhlichen, lustigen Busfahrer oder Bahnkontrolleur begegne. Ich glaube ja an das Gute in der HVV…

Doppelt hält besser?

Überraschung in meinem Briefkasten:

„Ihre Exmatrikulation findet in 14 Tagen statt, wenn sie bis dahin nicht einen gültigen Krankenversicherungsschutz vorzeigen.“

Aber seid gewarnt, denn eine Krankenversicherung scheint heutzutage nicht mehr auszureichen: Ich bin seit 10 Jahren privat versichert. Ohne meines Wissens oder einer mir bekannten Einwilligung, kümmert sich jetzt aber die gesetzliche Krankenkasse großzügigerweise auch um mich. Ganz so großzügig nun doch nicht, denn da ich an diese keine Beiträge gezahlt habe (warum auch doppelt zahlen?), hat sie sofort und mehrmalig meine Uni informiert, welche nun wiederum ihren freundlichen Brief mit der Exmatrikulations-Drohung an mich losschickte….