Kategorie-Archiv: Politik

Rassismus in der Bücherhalle Farmsen

In der Bücherhalle Farmsen gehört ein Buch zum Asleihbestand, das übelste rassistische Ideologie verbreitet. Es ist das „Philosophische Wörterbuch“ von Walter Brugger in der Ausgabe von 1976.
Dort findet sich ein Artikel unter dem Stichwort „Rasse“, aus dem wir im folgenden zitieren:

“Für die Philosophie bedeutsam ist die Anwendung auf den Menschen. Eine biologische Menschenrasse ist eine Menschengruppe, die in den allen Menschen gemeinsamen, aber noch unbestimmten Merkmalen (wie Hautfarbe, Augenfarbe, Haarfarbe, Körpergröße, Körperform, Kopfform usw) eine gemeinsame, auf Abstammung beruhende, von anderen Gruppen sich abhebende, konkrete Artung zeigt (zB helle Haut, helle Augen, blonde Haare, hoher Wuchs, schlanke Form, langen Kopf).”

“Verbunden mit diesen biologischen Merkmalen ist jeweils auch eine im Leib-Seele-Verhältnis des Menschen begründete seelische Artung, die von der Rassenpsychologie erforscht wird. Das Menschengeschlecht tritt also in einer Vielfalt von Rassen auf, die zusammen erst die Idee des Menschen zur konkreten Erscheinung bringen. Es kann nicht geleugnet werden, daß die einzelnen Rassen in bezug auf gegebene Kulturziele (wie Wissenschaft, Kunst, Staatenbildung ua)
verschieden sind. Eine Bewertung fremder Rassen setzt jedoch immer einen für allen gültigen Maßstab voraus, der vieles als bloß verschiedenartig erweist, was dem in der eigenen Art befangenen Auge als verschieden- oder gar minderwertig erscheint. Die Geistnatur der Seele schließt es aus, daß die Unterschiede der Rassen bis an die letzten Wurzeln des Menschseins gehen.”

“Auch für Angehörige verschiedener Rassen ist der logisch identische Bezug auf dieselben Gesetze des Denkens, Seins und Sollens möglich, wenngleich der erlebnismäßige Nachvollzug seelischer Akte für einen Fremdrassigen oft schwer oder unmöglich ist. Von einer Rassenseele kann man nur im Sinne einer rassisch bedingten psychischen Ähnlichkeit, nicht im Sinne einer übergreifenden psychischen Wesenheit sprechen.
Das Streben nach Erhaltung der eigenen Art ist wohlbegründet und der Natur gemäß. Nicht alle Rassenverbindungen bedeuten jedoch eine Schädigung des rassischen Erbgutes. Es können sich dabei die rassischen Anlagen harmonisch ergänzen (verwandte Rassen) oder miteinander im Widerstreit liegen (Fremdrasse).”

Entsprechend braun sind übrigens die Literaturhinweise.

Gibt es tatsächlich Beweise dafür, daß ein Hamburg-Besuch Kaczynskis meinetwegen abgesagt wurde?

Es gab in den letzten Wochen Spekulationen darüber, ob senatsintern ein Besuch des polnischen Staatspräsidenten in Hamburg diskutiert wurde.
Einige behaupten, Ole von Beust selbst habe diesen Schritt erwogen, und ein anderes Mitglied des Senats habe mit Hinweis auf meinen Artikel und dessen Wirkung erfolgreich dafür plädiert, von einem solchen Empfang abzusehen.

Woher kommen diese Behauptungen?
Es ist verständlich, daß angesichts des Aufsehens zu Spekulationen kommt. Aber es sind eben nicht mehr als Spekulationen.
Ich bin froh, daß sich im Hamburg-Blog bislang niemand daran beteiligt.

Was ist bloß in Köln los, und warum betrifft das Hamburg?

Ganz einfach: Die Anti-Kaczynski-Bewegung ging von Hamburg aus:

http://hamburg-blog.de/08.11.2006/korrupter-kindskopf-kaczynski-raus-aus-hamburg/

Das kann nicht bestritten werden. In vielen deutschen Städten bildeten sich daraufhin Gemeinschaften zur Abwehr der formidablen Zwillinge.
Als DAS Mittel zur Formierung dieser Geminschaften erwiesen sich dabei die Stadtblogs: Auch in Köln erschien ein Anti-Kaczynski-Artikel:

http://koeln-blog.de/28.11.2006/mir-lasse-den-dom-in-koelle-mir-lasse-kaczynski-nich-rein/

Und dennoch:
Als am vergangenen Sonntag der polnische Staatspräsident sich anläßlich des Endspiels der Handball-WM sich in Köln aufhielt, war kein bißchen Protest zu spüren. Jedenfalls brachten die Medien rein gar nichts.
Sicher, das wäre in Hamburg nicht möglich, dafür ist die Bewegung hier einfach zu groß.
Aber in manchen Städten scheint das noch nicht der Fall zu sein, wie das Beispiel Köln zeigt.
Hier ist noch einiges zu tun.

Ole von Beust baut auf Airbus-Zusage für A380 in Hamburg

Bürgermeister Ole von Beust ist Befürchtungen entgegengetreten, im Airbuswerk in
Finkenwerder würde doch nicht der Großraumjet A380 gebaut und ausgeliefert. Nachdem
er sich in der vergangenen Woche mit Airbus-Chef Louis Gallois getroffen hat, sagte
von Beust nun im Gespräch mit NDR 90,3, er habe keinerlei Zweifel an der Vertrags-
treue des Unternehmens.
Hinter allem steht die offensichtliche Strategie von Airbus-Chef Louis Gallois, die Produktion
der Flugzeuge an weniger Standorten zu konzentrieren. Im französischen Toulouse
befürchten die Gewerkschaften deshalb, die Produktion der gesamten A320-Reihe könne
nach Hamburg verlegt werden. Im Gegenzug, so lauten wiederum die Befürchtungen in
Finkenwerder, könnte der A380 ausschließlich in Frankreich gefertigt werden. Dem
widerspricht Bürgermeister Ole von Beust: Er habe keinen Zweifel, dass Airbus zu den
vertraglichen Vereinbarungen bezüglich des A380 stehe, sagte er im Gespräch mit NDR 90,3:
„An der Airbusplanung bezüglich des A380 und damit auch an der Notwendigkeit der
Verlängerung der Start- und Landebahn hat sich nach meinem bisherigen Kenntnisstand
bei Airbus nichts geändert, Airbus ist und bleibt dort vertragstreu.“
Offen ist allerdings, ob Hamburg auch Teile des A350 bauen wird. Das Flugzeug, mit dem
dem Boeing-Dreamliner Konkurrenz gemacht werden soll, entsteht derzeit auf den Airbus-
Reißbrettern. In Luftfahrtkreisen wird vermutet, dass der A350 und der
A340 künftig ausschließlich in Toulouse gebaut werden könnten, wenn die Produktion der
gesamten A320-Familie tatsächlich nach Finkenwerder verlagert werden sollte.

Pressemeldung NDR

Airbus Start- und Landebahnverlängerung

Gericht lässt endgültig den Zugriff auf das Sperrgrundstück zu

(bwa) In der Auseinandersetzung über die Verlängerung der Start- und Landebahn auf dem Betriebsgelände von Airbus auf Finkenwerder hat das Landgericht Hamburg heute in einem Hauptsacheurteil die schon im Eilverfahren getroffene Entscheidung bestätigt und den Zugriff auf ein 33 Miteigentümern gehörendes 10 x 10 Meter großes Sperrgrundstück auch weiterhin erlaubt.

Auch die Enteignungsbehörde hatte es zuvor abgelehnt, die behördliche Besitzeinweisung rückgängig zu machen. Die Grundstückseigentümer, die inzwischen auch beim Bundesverfassungsgericht gescheitert sind, hatten hingegen mit ihrem Rechtsmittel versucht, den planmäßigen Fortgang der Bauarbeiten zur Airbus Start- und Landebahnverlängerung zu verhindern.

Senator Gunnar Uldall: „Rund vier Jahre dauerte das Verfahren einschließlich der gerichtlichen Auseinadersetzungen über die Verlängerung der Start- und Landebahn. Mit dem heutigen Urteil ist eine weitere wesentliche Entscheidung zu Gunsten der erforderlichen Rechtssicherheit erfolgt. Die Arbeiten werden weiterhin zügig und bedarfsgerecht zu Ende gebracht. Damit ist Hamburgs Position als weltweit drittgrößter Standort der Luftfahrtindustrie gesichert.“

Das Gericht hat die Klagen der Grundstückseigentümer im vollen Umfang abgewiesen und in diesem Zusammenhang keinerlei Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Werkflugplatzenteignungsgesetzes gelassen.

Damit liegt die Voraussetzung für die Auslieferung aller A 380 Versionen und die Realisierung des Auslieferzentrums vor.

Die weiteren Baumaßnahmen:

1. Räumung der restlichen Deichabschnitte
2. Fertigstellung der Betonarbeiten an der Start- und Landebahn
3. Technische Ausrüstung der Start- und Landebahn
4. Inbetriebnahme

Quelle: Pressestelle BWA Hamburg

Hamburger Senat prellt Studenten um ihr Geld

Der Hamburger Wissenschaftssenator Jörg Dräger setzte es sich vor einigen Jahren in den Kopf, Sonder-Studienbgebühren zu erheben.
Vor den jetzt anstehenden allgemeinen Studiengebühren.
Eine dieser Studiengebühren war die sogenannte Wohnsitzgebühr:
Jeder Student, der außerhalb Hamburgs und seines Speckgürtels wohnte, sollte pro Semester eine Gebühr von 500 Euro zahlen (sofern er keine Ausnahmeregelung geltend machen konnte).
Das geschah auch: Die Gebühr wurde zwei Semester lang erhoben.
Dann wurde dagegen geklagt, und dem Kläger wurde rechtgegeben: Die Gebühr wurde also für widerrechtlich erklärt.
(Daß sie ungerecht war, ist ohnehin klar: Man sollte durch diese Gebühr dazu gezwungen werden, nach Hamburg zu ziehen, um hier zu konsumieren und durch verstärkte Nachfrage die Mietpreise in die Höhe zu treiben.)
Dennoch ließ sich die Stadt Hamburg, diesmal in Gestalt der Prüfungsämter, sehr viel Zeit, den armen Studenten das Geld zurückzuzahlen.
Natürlich ohne ein Wort der Entschuldigung.
Statt dessen verlangte man den Studenten noch ab, einen Antrag auf Rückzahlung zu stellen, offenbar in der Hoffnung, daß manche dies versäumen würden.
Seit einigen Monaten nun ist das Geld zurück auf den Konten der Studenten.
Und damit ist alles in Butter?
Wohl kaum.
Es ergeben sich nämlich gleich drei Probleme (und es handelt sich dabei insgesamt um einen handfesten Skandal!):

1. Es sind bis zu zwei Jahre zwischen Überweisung (von bis zu 1000 Euro) und Rücküberweisung vergangen. Für dieses Zwangsdarlehen müssen Zinsen erhoben werden! Bislang wurde noch nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen. Es wurde einfach nur der Nominalbetrag rücküberweisen.

2. Manche Studenten mußten damals verstärkt arbeiten und ihr Studium vernachlässigen, um die Gebühr zahlen zu können. In einigen Fällen hat sich das Studium dadurch sicher verlängert. Die Stadt sollte den so entstandenen Schaden nach Möglichkeit ersetzen.

3. Manche haben vielleicht sogar ihr Studium aufgrund dieser Gebühr abbrechen müssen. Mit dieser widerrechtlichen Gebühr wurde also wohl die eine oder andere Karriere zerstört.

Nun gilt hier nach meinem Rechtsempfinden:
Allen Betroffenen sollte ein Zins mindestens nach dem handelsüblichen Satz überwiesen werden.
Und was die unter 2. und 3. behandelten Sachverhalte betrifft:
Die Ämter sollten verpflichtet werden, alle Gebührenzahler zu fragen, ob diese Sachverhalte auf sie zutreffen (inklusve des Hinweises, sich ggf. an den zuständigen AStA zu wenden).
Die Studentenvertretungen bündeln dann die Interessen, und es kann wieder geklagt werden.
So könnte es gehen.
Irgend etwas jedenfalls muß geschehen.

Polnischer Staatspräsident darf in Hamburg nicht empfangen werden

Dies ist ein präventiver Aufruf an den Hamburger Ersten Bürgermeister und an alle anderen Mitglieder des Senats und der Bürgerschaft:

Der polnische Staatspräsident Lech Kaczynski DARF IN DIESER STADT NICHT EMPFANGEN WERDEN!

Schon bald könnte es zu der Katastrophe, vor der ich hier warne, kommen. Schließlich gibt es rege Handelsbeziehungen zwischen Hamburg und Polen. Und was läge da näher, als den polnischen Staatspräsidenten samt einer Wirtschaftsdelegation seines Landes im hiesigen Rathaus zu empfangen – von Beust hat sich schon einmal die Finger verbrannt, als er sich mit einem rechtsextremen Populisten einließ.
Dabei war Schill verglichen mit Kaczynski noch harmlos, oder doch harmarm.
Niemand soll sagen, er hätte keine Ahnung von den gräßlichen Auffassungen Lech Kaczynskis und seines Bruders, des polnischen Ministerpräsidenten Jaroslaw Kaczynski, der ihm wie ein faules Ei dem anderen gleicht.
Aber bitte, hier noch einmal die übelsten Positionen:

Kaczynski ist für die Wiedereinführung der Todesstrafe!
Und:
Er lehnt eine Gleichberechtigung von Homo- und Heterosexuellen ab!

Der beiden Kaczynskis Positionen sind geradezu antizivilisatorisch, und wenn es stimmt, daß jedes Volk die Regierung hat, die es verdient, dann sagt die Wahl dieses doppelten Kopulationsversehens einiges über den Geisteszustand des polnischen Volkes.
Daß das Oberhaupt eines Staates in der Mitte Europas zum Mord als Mittel des Rechts greifen will und zur Hatz auf Schwule bläst, läßt nur zwei Schlüsse zu:

1. Es handelt sich nicht um wirkliche Überzeugungen, sondern die brüderlichen Versehen sind eben nur in eine politische Marktlücke gestoßen.
2. Der Staatspräsident ist, wie auch sein Brüderchen, psychisch zurückgeblieben.

Daß Letzteres der Fall ist, verrät ein Blick in sein Gesicht:
In der Tat scheint er das psychische Niveau eines höchstens zehnjährigen Jungen zu haben.
Und ebensowenig wie ein Kind dieses Alters ist er imstande, die Werte von Humanismus und Demokratie zu begreifen.
Kaczynski ist ein Kindskopf mit hoher krimineller Energie, jemand, dem man einfach die Tür weisen MUSS!
Wer einen Beitrag zur Erhaltung unserer Zivilisation leisten will, der darf Kaczynski nicht die Hand reichen.
Soviel sollte gerade Ihnen klar sein, Herr von Beust!
Der wahnwitzige, korrupte Kindskopf Kaczynski muß genauso isoliert werden wie seinerzeit der österreichische Bundespräsident Waldheim.
Und es wäre schön, wenn das Schicksal den Doppelfehler der Eltern Kaczynskis bald korrigierte.

Ergänzung im Januar 2007:

Wer hätte gedacht, daß dieser Artikel so hohe Wellen schlägt?
Nicht allein die Zahl der Komentare zeugt davon, sondern vor allem die Heftigkeit, mit der dieser Beitrag in diversen Kontexten diskutiert wird.
Daß die Bewegung nicht auf Hamburg beschränkt blieb, sondern ganz Deutschland erfaßt hat, freut mich natürlich besonders.
Hier eine Auswahl von auf meinen Beitrag bezogenen Kaczynski-Artikeln in den Stadtblogs:

http://flensburg-blog.de/23.11.2006/kaczynski-in-flensburg-niemals/

http://luebeck-blog.de/28.11.2006/polnischer-praesident-hat-hier-schlicht-nichts-verloren/

http://hannover-blog.de/30.11.2006/kaczynski-und-kein-ende/

http://dortmund-blog.de/28.11.2006/auch-in-dortmund-sollte-kein-platz-fuer-kaczynski-sein/

http://essen-blog.de/04.01.2007/wir-sollten-uns-gut-ueberlegen-ob-wir-kaczynski/

http://muenster-blog.de/30.11.2006/muenster-ohne-zwillinge/

http://nuernberg-blog.de/05.01.2007/polen-ja-kaczynski-nein/

http://wiesbaden-blog.de/10.01.2007/kaczynski-ein-kindskopf-der-auch-hier-nicht-hergehoert/

http://koeln-blog.de/28.11.2006/mir-lasse-den-dom-in-koelle-mir-lasse-kaczynski-nich-rein/

http://kassel-blog.de/11.01.2007/gonzo-kaczynski-in-duesseldorf/

http://bonn-weblog.de/12.01.2007/kaczynski-und-die-alte-hauptstadt/

http://stuttgart-blog.de/16.01.2007/kaczynski/

http://erlangen-blog.de/16.01.2007/der-polnische-staatspraesident-und-die-erlanger/

http://berlin-blog.de/23.11.2006/kaczynski-soll-abhauen/

http://potsdam-blog.de/13.11.2006/kartoffel-kaczynski-go-oder-vielmehr-stay-at-home/

BND

Um den Bundesnachrichtendienst war nach den veröffentlichten Recherchen von PANORAMA und der Süddeutschen Zeitung ein regelrechter Skandal ausgebrochen. Nun weiß jeder, was die Abkürzung BND bedeutet (…). Früher hieß der „Bundesnachrichtendienst“ zur Tarnung „ Bundesvermögensverwaltung, Abteilung Sondervermögen, Außenstelle Pullach“ – wer sich das wohl ausgedacht hat? Vielleicht sollten sie sich demnächst mal wieder einen neuen Namen geben, damit sie ungestört weiterarbeiten können…

Senioren-Supermarkt

Neulich habe ich im Fernsehen einen Beitrag über einen Senioren Supermarkt gehört. Kann mich nicht mehr erinnern, wo das war, aber ist auch nicht so wichtig. Viel wichtiger finde ich, dass es das auch in Hamburg gibt. Oder vielleicht gibt es das ja schon und ich kenne es nur nicht.
Das Prinzip ist ganz einfach. Dort werden nur Leute, die ein gewisses Alter erreicht haben eingestellt. Sagen wir mal mindestens 40, oder gleich mindestens 50. So bekommen die Menschen, die ihren Job verloren haben und keiner sie einstellen will, weil sie ganz einfach zu alt sind, auch noch mal eine Chance. Außerdem könnte ich mir vorstellen, die Mitarbeiter in diesem Beitrag machten alle einen ganz entspannten und zufriedenen Eintrug und waren so dankbar für dieses Prinzip. Und die Kunden fanden „die Atmosphäre auch ganz super“.
Mir ist klar, dass die im Fernsehen natürlich nur gute Kommentare der Befragten gezeigt haben, aber mich hat das trotzdem überzeugt. Die sind bestimmt netter, als so mancher junger Mitarbeiter, weil sie den Job auch wirklich machen wollen.
Ich würde den Supermarkt auf jeden Fall unterstützen und allen anderen, denen ich von dem Senioren-Supermarkt erzählt habe, hat die Idee auch gefallen.
Los Hamburg, mach was!

Die Penner-Dusche

Ich bin schockiert! Heute auf der Arbeit hat mir ein andere „studentische Aushilfskraft“ folgendes erzählt: Vorm P&C in der Innenstadt, also vor dem Eingang, um genau zu sein, gibt es eine „Penner-Dusche“ – so hat er das gesagt.
Ich, ahnungslos wie ich war, habe als erstes vermutet, dass es sich hierbei um einen Ort handelt, wo sich die Obdachlosen waschen können. Mich hat natürlich schon gewundert, wieso sich dieser Platz ausgerechnet auf der Mönckebergstraße vorm P&C befinden soll und wenn, wäre mir das ja bestimmt auch schon mal aufgefallen.
Nein, dabei handelt es sich um folgendes: Die Eingänge, in denen nachts die Obdachlosen einen trockenen Unterschlupf suchen würden, sind alles andere als trocken und „sicher“. So etwa alle zwei Stunden, sagt er, sprüht dort Wasser raus, etwa wie in einer Waschanlage. Der Eingang wird nass gesprüht und alles was sich darin befindet auch. Und weil er das selbst nicht glauben konnte, hat er seinen Mitbewohner gefragt – eine todsichere Quelle, weil der nämlich bei P&C arbeitet! Er hat es bestätigt.
Das ist doch echt eine Sauerei. Ich hoffe nur, dass sich das bei den Obdachlosen schnell herumgesprochen hat und keiner mehr in die „Falle“ getappt ist. Vor allem jetzt nicht – im Winter. Da müssten die ja eigentlich Frostschutzmittel nehmen, damit es nicht gefriert?!
Naja, selbst gesehen habe ich es nicht, aber wenn das wirklich stimmt, finde ich das echt krass.
Ich habe ja auch mal gehört, dass am Hauptbahnhof nur deshalb klassische Musik gespielt wird, damit sich die Obdachlosen dort nicht aufhalten, weil ihnen das „Gedudel“ auf die Nerven geht.
Da ist klassische Musik von beiden Übeln noch die weitaus freundlichere Variante.

Galileo gegen GPS

Wie bequem ist es doch sich ins Auto zu setzten, nur über die Straße, die Hausnummer und den gewünschten Ort informiert zu sein, und sich dann einfach von einer mehr oder weniger sympathischen Frauenstimme führen zulassen… kinderleicht!
Das Navigationssystem, das sich seit einiger Zeit verstärkt in unseren Autos einnistet (und uns Autofahrern einen Teil der Selbstständigkeit raubt) kommt natürlich aus Amerika: Global Positioning System (GPS). Und die Amerikaner sind mit GPS einzigartig auf dem Markt. Noch, denn Europa ist fleißig dabei sich von den Amis unabhängig zu machen und ein eigenes Navigationssystem auf die Beine zu stellen: Galileo. Im Gegensatz zu GPS ist Galileo ausschließlich für zivile und nicht für militärische Nutzung gedacht. Allerdings steckt Galileo noch in den Kinderschuhen und wird wohl nicht vor 2010 unsere Vehikels beglücken. Wir haben Geduld und nutzen bis dahin wohl erstmal weiter das amerikanische GPS…

Wort des Jahres

BUNDESKANZLERIN ist das Wort des Jahres 2005 geworden.
Wie sagte doch Alice Schwarzer letztens so nett: „Die kleinen Mädchen im Land werden sich künftig fragen: Soll ich Friseuse werden oder Bundeskanzlerin – und das ist doch schon mal was“…

Die Jury wählte die Wörter des Jahres übrings in folgender Reihenfolge:
1. Bundeskanzlerin
2. Wir sind Papst
3. Tsunami
4. Heuschrecken
5. Gammelfleisch
6. Jamaika-Koalition
7. Hoyzern
8. Suboptimal
9. Telenovela
10. FC Deutschland 06

Tookie ist hingerichtet worden

Ich bin gestern erst aus San Francisco wieder gekommen, nur deswegen muss ich mich hier über das Thema auslassen. Ich habe gehofft, dass Tookie begnadigt wird – wie die meisten San Franciscaner auch.
Nach tagelangem richterlichem Tauziehen, Hoffen und Demonstrationen wurde Stanley „Tookie“ Williams gestern Nacht durch die Todespritze im Gefängnis San Quentin in San Francisco hingerichtet worden. Bis zum Schluss hatte man gehofft, dass Schwarzenegger ihm Pardon gewährt, dem war aber nicht so. Mehr als 1000 Demonstranten standen in der Nacht vor dem Gefängnis. Die Bürger von Kalifornien und besonders die Einwohner San Franciscos waren in der Mehrzahl gegen die Hinrichtung. Die Begründung: „ Wie kann jemand hingerichtet werden, der 10 Mal für den Literatur- und Friedensnobelpreis nominiert wurde?“. Oder: „In den 23 Jahren im Gefängnis hat er sich um 180 Grad gewandelt, er bereut seine Gang-Vergangenheit und warnt andere davor. Hat er keine zweite Chance verdient?“. Williams hat bis zum Schluss abgestritten, dass er die 4 Morde, für die er angeklagt war, begangen hat.
Vor allem die Bürger in L.A. haben jetzt Angst, dass es nach dieser Entscheidung zu Straßenkämpfen und Unruhen kommen wird.
Ich bin gespannt, wie sich diese Entscheidung auf die Wiederwahl von Schwarzenegger auswirken wird.

Berlin zickt rum

Na, da zeigt sich doch mal wieder, dass gerne mal mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird. Nachdem in Hamburg unser Bürgermeister von Beust jetzt wahrscheinlich mit einem breiten Grinsen durch die Gegend läuft, ist der Berliner Bürgermeister Wowereit ziemlich verschnupft. Dieses allerdings nicht, weil er eine Grippe hat, sondern weil die Deutsche Bahn offenbar einen Umzug der Konzernzentrale von Berlin nach Hamburg in Betracht zieht.

Und Herr Wowereit scheint jetzt ein ganz schlechter Verlierer zu sein, dabei hat er ohne mit der Wimper zu zucken damals Unternehmen wie Universal oder Vattenfall – durch Subventionen finanziert – nach Berlin gelockt. Damals war bei ihm immer die Rede von „Entscheidungen in der freien Marktwirtschaft“, jetzt aber jammert er sogar bei unserer Bundeskanzlerin.