Archiv für den Autor: Nicki

Weit und breit kein Federvieh

Genau wie der Michel gehören zu Hamburg die Alsterschwäne. Und weil’s im Winter so kalt ist und die Alster zum Teil gefriert, werden sie rechtzeitig in ein Winterdomizil gebracht, Im Moment sieht das aber etwas anders aus. Die Tiere wurden nämlich aus dem Eppendorfer Mühlenteich in ein Zelt gelotst – wegen der gemeingefährlichen Vogelgrippe, die sich anscheinend gerade immer mehr verbreitet. Die schönen Schwäne sollen so vor der Seuche geschützt werden. Die 120 Tiere leben jetzt in einem Zelt – zum Schutz! Normalerweise wäre es der 20. März an dem die Tiere wieder in die Alster gelassen werden würden, aber das verschiebt sich dieses Jahr ein Stück nach hinten – mindestens Mai heißt es.
Auch in Hagenbecks Tierpark gibt’s nicht viel zu sehen in Sachen Federvieh. Auch für die hieß es „Stallpflicht“. Nicht betroffen sind allerdings Pinguine und Flamingos – wenn die Grippe aber wirklich ausbricht, müssen die auch in den Stall!

Noch eine Woche bis Altweiberfastnacht!

Es dauert jetzt nur noch eine Woche und dann ist Altweiberfastnacht und so langsam sollte man sich Gedanken über ein Kostüm machen – zumindest diejenigen, die vorhaben auf die „riesige“ Faschingsfete zu gehen. Die findet nämlich angeblich in der Fabrik statt. Alle anderen müssen sich keinerlei Gedanken machen, denn die werden vom Fasching höchstwahrscheinlich hier in Hamburg überhaupt gar nichts mitbekommen.
Ich fahre sicherheitshalber – um nicht enttäuscht zu werden, wo ich Hamburg doch ansonsten so mag – nach Hause, in eine der so genannten „Faschings-Hochburgen“. Da kann ich mich drauf verlassen, da bekommt man, was man erwartet!
Falls irgendeiner, der das liest zufällig in die Fabrik gehen sollte, würde es mich echt mal interessieren, wie das da war. Vielleicht bleibe ich ja nächstes Jahr zur „fünften Jahreszeit“ dann doch in Hamburg. Aber was ruft man denn da? „Alaaf“ und „Helau“ fallen dann ja schon mal weg. Vielleicht einfach „Moin“?

Dusch-Bier, Weg-Bier und Koch-Bier

Was man Deutschland wirklich zugute halten muss, ist, dass man hier immer und überall Alkohol trinken darf. Umso erstaunter sind ausländische Besucher darüber, jemanden in der U-Bahn mit einer Dose Bier, einer Flasche Wein oder Wodka zu sehen.
Gerade das Weg-Bier – sowohl Hin- als auch Nachhause-Weg – ist ja allseits bekannt und beliebt. Amerikaner betonen immer wieder, dass ihnen das so mit am besten an Deutschland gefällt. Im Sommer bzw. zu wärmeren Temperaturen ist das Weg-Bier verständlicherweise etwas beliebter als im Winter, wo man seine Hände lieber mit Handschuhen in den Jackentaschen vergräbt. Ich habe aber neulich auch von dem so genannten „Dusch-Bier“ gehört. Ja, genau, das nimmt man sich mit unter die Dusche. Es ist mit dem Feierabendbier sehr verwandt und wird vor allem von den Menschen genutzt, die „dreckig“ von der Arbeit nach Hause kommen und gleichzeitig Trinken und Duschen wollen.
Ansonsten auch sehr beliebt: Das Koch-Bier. Nein, nicht nur im Sommer beim Grillen, wo ein Schuss immer auch auf den Steaks landet! Sondern auch von Frauen, die beim Kochen gerne schon mal ein Bierchen zischen.
Warmes Bier soll bei Erkältungen helfen – ich hab das mal ausprobiert! Weiß nicht, ob es wirklich geholfen hat, aber schlimmer wurde meine Erkältung davon zumindest nicht.

Komisches Gefühl in Sachen Gewürzgurke

Unterschiedliche Leute haben ja unterschiedliche Macken – um es nicht gleich Neurose zu nennen. Zum Beispiel hatte mein Bruder eine Mitbewohnerin, der es peinlich war, Klopapier kaufen zu gehen. Außerdem war es ihr auch peinlich mit einer Aldi oder sonstiger Billig-Discount-Tüte gesehen zu werden. So musste mein Bruder immer das Klopapier kaufen gehen. Ich kann das zwar nicht verstehen, aber die Klopapier-Sache habe ich schon öfter mal gehört.
Nun habe ich einen Freund, der sich irgendwie „unwohl“ beim Gewürzgurken-Kauf fühlt. Er sagt, er hätte sich schon öfter dabei erwischt, wie er auf dem Rollband zur Kasse das Glas Gewürzgurken so mit anderen Produkten umbaut, dass man es nicht mehr sehen kann. Ganz unbewusst! So macht er das auch im Einkaufswagen, das Gewürzgurkenglas liegt unter den anderen Einkäufen. Er weiß nicht, woher das kommt. Ich schätze, es ist ein Trauma aus der Kindheit.

Air Berlin und die Ehrlichkeit

Ich bin Dienstag mit Air Berlin nach Barcelona geflogen und ich weiß auch dass in den Geschäftsbedingungen steht, dass die Flüge wegen „Unterlastung“ auch teilweise gestrichen werden können. Das wusste ich allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht als es hieß, dass mein Flug eine Stunde Verspätung haben wird. Insgesamt waren es dann zwei Stunden Verspätung und zwar angeblich wegen technischen Problemen. Die Maschine war aber auch nachdem ja dann sozusagen eine ausgefallen ist, immer noch nicht ausgelastet. Ich konnte es mir auf 3 Sitzen bequem machen. Aber: Das hätten die Air Berlin-Leute doch einfach sagen können, dass sie nicht losfliegen, weil zu wenig Leute gebucht haben und deswegen zwei Flüge zusammen legen, anstelle es auf „technische Komplikationen“ zu schieben.
Die meisten Passagiere haben das Air Berlin auch nicht abgekauft.
Naja, ansonsten ist Air Berlin aber klasse und nicht mit Ryanair oder Easyjet zu vergleichen. Man bekommt etwas zu Essen, hat richtige reservierte Sitzplätze, bekommt Zeitschriften gereicht und das Personal ist freundlich! Der Rückflug war übrigens auch ohne Verspätung!

Döner macht schöner

Ich habe mir dann auch irgendwann mal ein Hobby zugelegt. Es hat nichts mit Sport zu tun, es kostet nichts, ist unkompliziert und man muss auch nicht viel dabei denken. Es fällt einem gerade so in den Schoß. Man muss sich eben nur verinnerlichen, dass man jetzt ein Hobby hat und dementsprechend die Augen offen halten.
Ich sammle nämlich Döner-Buden-Namen. „Sammeln“ heißt in diesem Fall: Ich sehe eine Döner-Bude mit einem Namen, den ich gut finde und versuche ihn mir zu merken. Das ist alles. Mehr ist es nicht. Zum Beispiel habe ich in Wellington, Neuseeland, eine Döner-Bude namens „Abra Kebabra“ gesehen, in Mainz gibt es eine, die „Dönerstag – Donnerstag ist Dönerstag“ heißt. Hier in Hamburg gefällt mir „Mister Kebap“ ganz gut. Ich bin immer noch auf der Suche nach „Dr. Döner“ – hab ich bis jetzt aber noch nicht entdeckt. „Mc Döner“ gibt es aber leider schon öfter.
Morgen fliege ich nach Barcelona, mal gucken, ob es da außer Paella auch Döner gibt.
P.S. Ich esse gar kein Döner, nur Falafel – aber macht ja nix.

„Walk The Line“

Man hat über diesen Film ja sowieso noch nichts Schlechtes gehört oder gelesen und ich kann mich dessen nur anschließen.
Ich hab mir gestern im Abaton „Walk The Line“ angesehen und kann nur sagen: Absolut sehenswert! Im Originalton ist der Slang zwar echt nicht ganz so leicht zu verstehen, aber es gab ja glücklicherweise deutsche Untertitel – sonst nerven mich die deutschen Untertitel eher, aber hier war ich ganz dankbar. Joaquin Phoenix ist in seiner Rolle als Johnny Cash grandios. Und sonst ist er das natürlich auch. Habe gerade gelesen, dass er sich ein paar Häuser in L.A. gekauft hat und die zum Selbstkostenpreis an allein erziehende Mütter vermietet. Nobel, Nobel, Herr Phoenix! Single ist er übrigens auch noch!
Ja, ich weiß?!? Wer geht schon am Wochenende ins Kino, wo es am teuersten ist und es so viele andere Sachen zu tun gibt. Hat sich eben so ergeben, außerdem kann man danach direkt ins Nachtleben stürzen. Die 7,50 Euro einen Wochenend-Kinotag haben sich aber echt bezahlbar gemacht.

Neuer Jungfernstieg

Im Moment ist man von der riesigen Baustelle mitten in der Innenstadt ja eher angenervt, als dass man sich über das freut, was bisher schon umgebaut wurde. Da hat man Besuch und möchte dem die schönste Stadt der Welt zeigen und ihr Wahrzeichen, die Binnenalster, da wird der Blick durch lauter Bauzäune versperrt. Naja, glücklicherweise weiß man ja, dass das in absehbarer Zukunft ein Ende haben wird. Und zwar wird dieses Ende im Mai sein. Vom 19. bis 21. Mai wird die Wiedereröffnung der Promenade gefeiert.
Das Stück wird natürlich viel breiter, prunkvoller und pompöser als jemals zuvor – wir lassen uns für die WM schließlich nicht lumpen! Da gibt’s nur das Beste vom Besten! Bedanken kann man sich beim Verein Lebendiger Jungfernstieg e.V. und bei nicht gerade wenigen privaten Investoren. Die werden bestimmt bei der Eröffnung noch genauer bekannt gegeben. Pünktlich zum Sommer haben die Skater dann wieder ihren Platz zurück.

Peinliche Angelegenheit

Manchmal sieht man ja so Sachen und denkt: „Gut, das mir das nicht passiert ist!“ – Dieser und ähnliche Gedanken müssen durch die Köpfe vieler Studenten an diesem Tag gekreist sein.
Klar, jeder hat schon mal was umgeworfen oder fallengelassen. Ist man alleine, macht das alles nichts. Ist man in Gesellschaft von guten Freunden wird auch keiner was sagen – ist ja jedem schon mal passiert. Wenn es ein etwas exquisiteres Essen in gehobener Gesellschaft ist, wird die Sache langsam peinlich. Wenn es sich um eine Massenveranstaltung handelt auch!
Das war so: Ich habe mal meinen kompletten Teller in der Mensa am Berliner Tor vom Tablett runterfallen lassen. Natürlich ist er in 100 Teile zerbrochen, Messer und Gabel hätten fast jemanden verletzt und die Reste von meinem Essen sind auch durch die Gegend geflogen. Ganz toll war das, ehrlich! Ich bin gar kein so großer Pechvogel, dem ständig so was passiert, aber irgendwann ist wohl jeder mal dran. Ja, das war peinlich. Nicht nur für mich, auch für meine Kommilitonen, die mit mir auf der Such nach einem Tisch waren. Ich habe das Tablett (mit einer Hand!) irgendwie zu schief gehalten und schon ist der Teller runtergerutscht.
Außer die kleine Neurose gegenüber Tabletts, bin ich aber glücklicherweise ohne weiteren Schaden davongekommen.

Neues Café in der Susannenstraße

Gestern hat in der Schanze, auf der Susannenstraße, eine neue Bar/Café aufgemacht! Und zwar ist die dort, wo vorher immer so eine ziemlich verwanzte Kneipe war – ich war dort kein einziges Mal drin, aber es sah schon von außen nicht besonders einladend aus!
Dafür ist das Café jetzt richtig schön geworden. Es hebt sich wirklich von dem Susannenstraßen-Rest, also Presse, Park, Moraba ab und ist ein echtes Unikat. Das Schild außen fehlt zwar noch, aber mir wurde gesagt, dass es die „Kostbar“ wird. Falls jemand in Berlin das Café „Wohnzimmer“ kennt?! – daran erinnert es mich! Verschiedene 70er Jahre Tapeten, auf Antik gemachte grüne Samtstühle und ein grüner Tresen. An der Wand hängt ein trashiges Maria-Bild und im Eingangsbereich hängt ne Discokugel. Ziemlich urig-trashig, aber trotzdem gemütlich und mit dem Schanzen-nötigen Style.
Noch fehlen die Getränke- und Speisekarten, aber es wurde ja auch gerade erst eröffnet. Unbedingt ausprobieren! Vor allem ist es ne echte Alternative zu dem Zimmerbrunnen-besetzten Stylo-Teil etwas weiter unten in der Straße.

Fahrradklau

Dass Fahrradklau in Hamburg keine Seltenheit ist, dürfte jeder, der ein Fahrrad besitzt schon mitbekommen haben. Ich habe auch schon zwei Räder geklaut bekommen! Dabei spielt es keine Rolle wie alt und schrottig die Dinger sind – alles wird mitgenommen. Es kommt auch nicht darauf an, ob man ein Schloss für 5 oder für 50 Euro kauft – die Diebe bekommen alles auf!
Ich habe heute folgende Geschichte erzählt bekommen: Das Mädel hatte mal ein Fahrrad für 20Euro gekauft hat – das war so ein Typ der irgendwo vor ner Kneipe stand und ein echt gutes Fahrrad ziemlich schnell loswerden wollte. Die Sache war klar: das hat der natürlich geklaut! Da das Mädel aber schon selbst so um die 10 Fahrräder geklaut bekommen hatte, war das schlechte Gewissen nicht ganz so ausgeprägt und sie hat es mitgenommen. Aber: Am nächsten Morgen schon wurde es ihr wieder geklaut!
Außerdem hatte sie mal jemanden entdeckt mit einem ihrer geklauten Fahrräder und ist dieser Person hinterher und hat gesagt, dass das ihr Fahrrad sei. Daraufhin meinte die Fahrradfahrerin: „Das ist das Fahrrad meines Freundes.“
Darauf die andere: „Dann hol ich die Polizei!“
Dann hat sie das Fahrrad wieder zurückgegeben. Wobei die Polizei da wahrscheinlich auch nicht hätte viel machen können, denn beide hatten keinen rechtmäßigen Kaufvertrag usw.
Alles in allem: Man kann sich vor den Fahrrad-Dieben nicht schützen! Die klauen auch aus Hinterhöfen, Gärten, Hauseingängen oder Kellern! Man kann sein Fahrrad eigentlich nur in die eigene Wohnung mitnehmen, um wirklich sicher zu gehen.
Ansonsten einfach hoffen…

10-Euro-Friseur

Von den 10-Euro-Frisören gibt es ja eine ganze Menge mittlerweile in Hamburg, aber nicht alle sind zu empfehlen, wie ich gehört habe. Also ich war bisher nur bei „Gute Köpfe“ in der Grindelallee und habe da eigentlich keine schlechte Erfahrung gemacht.
Schneiden kostet dort 12 Euro, wer etwas komplett Neues will, zahlt 14 Euro. Es ist wahrscheinlich nichts für diejenigen, die eine ganz persönliche Behandlung wollen, denn dort läuft es eher etwas unpersönlicher. Man zieht sich zu Beginn eine Nummer und wartet bis diese auf einer Leuchtreklame erscheint. Dann geht alles eigentlich ziemlich fix und geföhnt wird am Ende selbst!
Mir hat sowieso gerade eine Freundin erzählt, und die weiß es von einer echten Friseurin, dass ein guter Haarschnitt nicht länger als 10 Minuten dauert, alles andere ist nur Show! Bitte, da haben wir’s doch! Allerdings hatte ich gar keine Zeit ein paar Frauenzeitschriften durchzublättern, weil ich gar nicht warten musste.
Freitagabends schneiden die Friseure dort übrigens bis 22 Uhr und unten im Café/Bar ist Happy Hour und ein DJ legt auf. So stand das zumindest auf dem Spiegel, in den ich 10 Minuten lang reingeschaut habe.

Europa-Passage in der City

Wem die riesige Baustelle in der Innenstadt, direkt am Jungfernstieg noch nicht aufgefallen ist, muss blind sein. Das wird die zukünftige Europa-Passage. Es dauert zwar noch ungefähr 9 Monate bis das Ding offiziell eröffnet wird, trotzdem spricht schon jeder drüber. Die große Opening-Party ist auf den 5. Oktober dieses Jahres angesetzt.
Es ist die größte Innenstadtbaustelle und angeblich arbeiten dort täglich um die 250 Bauarbeiter und Handwerker. Zwischen Ballindamm und Bergstraße wird aus einer Baustelle dann das größte City-Shoppingcenter und Hamburg hat mal wieder was zum angeben. Eigentlich hätte das Hamburg schon viel länger nötig gehabt, denn dann ist endlich überdachtes Shopping möglich. Wer geht schon gerne im Regen shoppen? Etwa 130 Läden und Büros sollen dann in das „Schiff“ einziehen. Ja, Schiff! Der Stararchitekt Hadi Teherani hat den Bauklotz nämlich so gestaltet, dass er einem großen Dampfer ähneln wird – von Innen allerdings nur, denn ein äußerliches Schiff-Haus hat Hamburg ja schon mit dem Gruner und Jahr Verlagsgebäude.
Ob die anderen Läden in der Innenstadt schon vor Angst zittern? Wegen der Befürchtung, dass jeder nur noch in die Europa-Passage gehen wird?!

Warum es sinnvoll ist im Telefonbuch zu stehen

Mich erstaunt der Elan mancher Leute. Das ist jetzt zwar schon ein Weilchen her, aber ich hatte mal einen Anruf von einer Frau, die bei mir angerufen hat, weil sie mich im Telefonbuch gefunden hat. Nun gibt es meinen Namen etwas öfter in Hamburg, nämlich genau acht Mal – zumindest stehen so viele, die den gleichen Namen haben im Telefonbuch, ich gehe aber davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist.
Sie hat gesagt, sie hätte mich damals bei einem Scorpions-Konzert kennengelernt und hätte aber damals vergessen nach der Telefonnummer zu fragen. Sie wusste nur, dass mein Name in Hamburg wohnt und deswegen telefoniert sie jetzt alle Nummern durch.
Ich musste sie enttäuschen – ich war nie auf einem Scorpionskonzert (und werde vermutlich auch nie auf eines gehen).
Naja, es waren ja nur noch sechs weitere Nummern, die es sein konnten – sagte sie mir.
Bin gespannt, ob sie noch die richtige Scorpions-Frau mit meinem Namen gefunden hat. schon allein für solche Fälle sollte man sich ins Telefonbuch eintragen lassen!

Wer will heute noch Polaroidfotos?

Jeder, der ab und zu in der Schanze unterwegs ist, hat ihn schon mal gesehen. Er trägt eine schwarz-blau-karierte Jacke, hat schwarze Haare, ist nicht besonders groß und sein Markenzeichen ist eine Polaroidkamera. Die trägt er um den Hals. Er kommt also in eine Bar oder ein Café rein und fragt: „Foto?!“
Da fragt man sich wirklich, wie er sich mit diesem Job über Wasser halten kann. In einer Zeit in der jeder eine Digicam oder ein Photohandy hat. Ich habe ihn auch noch nie fotografieren sehen. Noch nie hat irgendjemand in der Bar sich gemeldet und wollte ein Polaroidbild geschossen bekommen. Wie also macht der das? Ich glaube, ich frage ihn das nächste Mal, wenn ich ihn sehe. Vielleicht sollte er umschulen und irgendetwas anderes anbieten? Ich habe zum Beispiel schon seit längerem keinen Blumenverkäufer mehr gesehen. Oder vielleicht gefälschte Digneruhren. Oder diese blinkenden Anstecker für an die Jacke oder den Pulli.
Aber Polaroidfotos…?

Super Stimmung im UKE

Ich war heute im UKE (Universitäts-Klinikum Eppendorf) und da war die Hölle los. Weil natürlich wieder jeder irgendwie abgeschmiert ist – ist ja auch kein Wunder bei dem Wetter. Mein Bruder war da schon ein echter Exot, weil er sich nicht aufgrund des Wetters seine Verletzungen zugezogen hat. Der Arzt war ganz überrascht als mein Bruder ihm erzählte, dass er beim Inline-Skaten gestürzt ist.
„Bei diesem Wetter Inlineskating?“ fragt er.
„Nein, in ner Halle!“ war die Antwort.
Trotzdem bestand seine etwa 50 minütige Behandlung eigentlich aus nur etwa 10 Minuten, denn der Arzt musste ständig mit irgendwelchen anderen Ärzten telefonieren, die wiederum irgendetwas über andere Patienten fragten. Dann fehlten noch die Röntgen-Aufnahmen, die am Abend vorher gemacht wurden und so weiter. Trotzdem blieb der Arzt ganz freundlich und hat sich sogar für die andauernden Unterbrechungen entschuldigt.
Auch das andere Personal war unheimlich freundlich. Ein Lob an das UKE! Weiter so.

Senioren-Supermarkt

Neulich habe ich im Fernsehen einen Beitrag über einen Senioren Supermarkt gehört. Kann mich nicht mehr erinnern, wo das war, aber ist auch nicht so wichtig. Viel wichtiger finde ich, dass es das auch in Hamburg gibt. Oder vielleicht gibt es das ja schon und ich kenne es nur nicht.
Das Prinzip ist ganz einfach. Dort werden nur Leute, die ein gewisses Alter erreicht haben eingestellt. Sagen wir mal mindestens 40, oder gleich mindestens 50. So bekommen die Menschen, die ihren Job verloren haben und keiner sie einstellen will, weil sie ganz einfach zu alt sind, auch noch mal eine Chance. Außerdem könnte ich mir vorstellen, die Mitarbeiter in diesem Beitrag machten alle einen ganz entspannten und zufriedenen Eintrug und waren so dankbar für dieses Prinzip. Und die Kunden fanden „die Atmosphäre auch ganz super“.
Mir ist klar, dass die im Fernsehen natürlich nur gute Kommentare der Befragten gezeigt haben, aber mich hat das trotzdem überzeugt. Die sind bestimmt netter, als so mancher junger Mitarbeiter, weil sie den Job auch wirklich machen wollen.
Ich würde den Supermarkt auf jeden Fall unterstützen und allen anderen, denen ich von dem Senioren-Supermarkt erzählt habe, hat die Idee auch gefallen.
Los Hamburg, mach was!

Bei manchen Musikvideos muss ich mich fast übergeben

Für Musikvideos sollten Richtlinien herausgegeben werden! Was man da teilweise zu sehen bekommt ist echt schädlich für die Augen. Welcher Musikvideo-Macher kann denn so ein Kitsch auf sich sitzen lassen?
Hier meine persönliche Geht-Gar-Nicht Liste:
– Pferd am Strand. Der Reiter oder die Reiterin ist meistens der Interpret des Songs und singt natürlich mit. Die Farbe des Pferdes spielt dabei keine Rolle. Pferd am Strand an sich gehört verboten.
– Klavier auf einem Felsen. In der Regel wird es vom Interpreten gespielt – oder er/sie tut so als ob er/sie Klavier spielen könnten.
– Männer, die weiße Hemden tragen. Es spielt keine Rolle, ob das Hemd offen, geschlossen oder halboffen getragen wird. Ich will das Boyband Image nicht mehr sehen.
– Regen in Musikvideos. Gerne auch in Kombination mit den ersten drei genannten No-No’s. Das gleiche gilt auch für Angezogen unter Dusche zu stehen.
– Sänger oder Sängerinnen, die mit Tieren spielen, besonders Hunde werden hier gerne genommen.

Ich will betonen, dass es auch richtig gute Musikvideos gibt – aber oben genanntes kann ich mir echt nicht mehr ansehen.

Fallt nicht auf die Sonne rein

Vielleicht können die Hamburger sich doch noch auf das Zufrieren der Alster freuen. Bei diesen Temperaturen wundert mich gar nichts mehr.
Heute habe ich ernsthaft geglaubt, dass meine Nasenspitze gefroren ist. Was macht man denn in so einem Fall? Kann überhaupt die Nasenspitze gefrieren, absterben und abfallen und der Rest der Nase bleibt noch dran? Ich schätze mal, wenn das bei einem kleinen Zehen funktionieren kann, stellt das für eine Nasenspitze auch kein Problem dar, oder?
Es sind trotz der Minusgrade noch recht viele Leute unterwegs. Ist ja auch klar, dass die irgendwie nach hause kommen müssen. Ich beobachte aber, dass das Zuspätkommen zu Verabredungen im Moment kein Spaß ist, wenn der Treffpunkt im Freien ist.
„Ich dachte, du stehst vor dem anderen H&M“, entschuldigt sich ein Mann, der auf eine Frau zukommt, die vor dem H&M steht.
„Wie kommst du denn auf diese blöde Idee? Wir haben uns doch noch nie vor einem anderen H&M getroffen als vor diesem hier!“
Sie wirkte gereizt und ihm ist anscheinend das Gedächtnis zugefroren.
Ich sag’s euch: Fallt nicht auf den Sonnenschein rein! Der verschleiert die Tatsachen. Oder: Verabredet euch gleich irgendwo drinnen.

Zeitung über Slalom

Gestern haben mir zwei kleine Kinder eine „Zeitung“ verkaufen wollen. Die Zeitung bestand aus einem weißen Din A4 Blatt, auf das etwas gezeichnet war. Die Zeitung sollte 10 Cent kosten.
Ich habe gefragt, um was es denn in der Zeitung ginge?
Darauf sagte das Mädchen: „Schlalom“.
Ich verstand nicht so recht, aber als ich dann auf das Papier schaute, wurde mir klar, was sie meinte. Die Kleine hatte leider einen kleinen Sprachfehler – oder vielleicht hatte sie es auch einfach nur falsch beigebracht bekommen. Sie meinte: „Slalom“!
Auf dem Blatt waren zwei Mal vier Dreiecke gezeichnet um die sich eine Linie schlängelte. Das war Slalom! Auf dem zweiten Blatt war sogar ein kleiner Fehler unterlaufen, aber das machte die Zeitung ja nur viel authentischer.
Gesagt getan – gekauft. „Ich habe aber nur ein 20-Cent-Stück“, sagte ich den beiden.
Der kleine Junge sagte: „Das macht nichts, wir können wechseln!“
Daraufhin das Mädchen: „Nein, wir haben doch gar kein Wechselgeld!“
Zugegeben, wirtschaften kann sie – da spielt der Sprachfehler auch keine Rolle mehr. Ich hab die Zeitung dann trotzdem gekauft und die zwei haben mir noch gesagt, dass ich deren „zweite Kundin“ an diesem Tag sei.

Seniorenstudenten vers. Juniorstudenten

Diese emsigen Seniorenstudenten! Und das in Zeiten von Internet, wo es so einfach ist, das Selbststudium unbeobachtet in den eigenen vier Wänden durchzuziehen. Keiner bekommt was mit und irgendwann geht der Senior wieder raus aus seinem Rentnerhäuschen und kann Italienisch sprechen, weiß alles über die Antike oder zitiert die großen und kleinen Philosophen. Das geht’s nur um Spaß und Selbstbeschäftigung – zum Glück plant keiner der Seniorenstudenten den Juniorstudenten die sowieso schon raren Archäologen, Architekten oder Altorientalistik Arbeitsplätze wegzuschnappen.
Wir waren heute im Philo-Turm um eine Freundin nach ihrer Magisterklausur in Empfang zu nehmen. Ausgestattet mit Sekt und Plastikbechern mussten wir uns aber von einem Seniorenstudenten sagen lassen: „Sauft ihr schon wieder?“
Der kannte uns gar nicht! Und immerhin war es ja auch schon 13:30 Uhr. Der hätte uns mal gestern hören sollen, da hat das gleiche Komitee mich nämlich nach einer Klausur abgeholt – und das war schon um 9:45 Uhr! Da kann man gegen 13:30 Uhr doch wirklich nichts sagen. Ist doch ne voll humane Zeit.
Prost.

Ich falle.

Liebe Bürger von Hamburg, kommt eurer Streupflicht nach! So hat man es auch im Radio durchgesagt. Schnee ist super – so lange es Schnee bleibt und sich nicht in Matsch und danach in Matscheis umwandelt. Gestern Abend auf dem Nachhauseweg bin ich abgeschmiert. Meine Turnschuhe haben zugegebenermaßen auch kein gutes Profil, aber wann will ja auch nicht nur noch mit den rutschfesten Wanderschuhen rumlaufen. Also Frauen wollen das zumindest nicht, Männern ist es wahrscheinlich egal, „Hauptsache ich lege mich nicht auf die Fresse!“
Auf meinem Nachhauseweg bin ich auch noch an einer Polizeiwache vorbeigelaufen, vor der gerade ein Polizist stand. Der muss gedacht haben, dass ich total betrunken bin, denn ich bin nur so hin- und hergerutscht. Die Schuhe sind Schuld – nicht ich!
Deshalb: Ich weiß zwar nicht, wer in Wohnblocks für das Streuen zuständig ist, aber falls sich einer hierdurch angesprochen fühlt: Bitte streut.
Danke übrigens an die netten HVV-Männer, die gestern Nacht um 00:30 Uhr an den U-Bahnstationen noch gestreut haben.
Ich nehme mir demnächst meine alten Spikes mit. Die sind ja auch schön leicht, die kann man ganz gut in einer etwas größeren Handtasche transportieren. So, dann kann mir nichts mehr passieren. Wär doch gelacht, Winter!

Die Penner-Dusche

Ich bin schockiert! Heute auf der Arbeit hat mir ein andere „studentische Aushilfskraft“ folgendes erzählt: Vorm P&C in der Innenstadt, also vor dem Eingang, um genau zu sein, gibt es eine „Penner-Dusche“ – so hat er das gesagt.
Ich, ahnungslos wie ich war, habe als erstes vermutet, dass es sich hierbei um einen Ort handelt, wo sich die Obdachlosen waschen können. Mich hat natürlich schon gewundert, wieso sich dieser Platz ausgerechnet auf der Mönckebergstraße vorm P&C befinden soll und wenn, wäre mir das ja bestimmt auch schon mal aufgefallen.
Nein, dabei handelt es sich um folgendes: Die Eingänge, in denen nachts die Obdachlosen einen trockenen Unterschlupf suchen würden, sind alles andere als trocken und „sicher“. So etwa alle zwei Stunden, sagt er, sprüht dort Wasser raus, etwa wie in einer Waschanlage. Der Eingang wird nass gesprüht und alles was sich darin befindet auch. Und weil er das selbst nicht glauben konnte, hat er seinen Mitbewohner gefragt – eine todsichere Quelle, weil der nämlich bei P&C arbeitet! Er hat es bestätigt.
Das ist doch echt eine Sauerei. Ich hoffe nur, dass sich das bei den Obdachlosen schnell herumgesprochen hat und keiner mehr in die „Falle“ getappt ist. Vor allem jetzt nicht – im Winter. Da müssten die ja eigentlich Frostschutzmittel nehmen, damit es nicht gefriert?!
Naja, selbst gesehen habe ich es nicht, aber wenn das wirklich stimmt, finde ich das echt krass.
Ich habe ja auch mal gehört, dass am Hauptbahnhof nur deshalb klassische Musik gespielt wird, damit sich die Obdachlosen dort nicht aufhalten, weil ihnen das „Gedudel“ auf die Nerven geht.
Da ist klassische Musik von beiden Übeln noch die weitaus freundlichere Variante.

Wieso WISO?

Ich wünschte, ich würde WISO gucken! Ich höre (nicht sehe!) immer nur zufällig WISO, wenn ich bei meinen Eltern bin. Dann laufe ich gerade zufällig ins Wohnzimmer, um mir was zu trinken einzuschenken oder sonst irgendetwas zu holen und höre einen tollen Satz. Klar, sie schauen mal wieder WISO.
Ich denk so: „Ey, die geben da ja echt super Tipps. Das hab ich mich auch schon gefragt!“
So. Zeitsprung: Jetzt. Ich sehe wieder unseren Teppich, der wirklich aussieht „wie sau“ und frage mich, ob das nicht zufällig die Angelegenheit des Vermieters ist, weil der ja schließlich schon drin war, bevor wir eingezogen sind.
Im Bad fängt es jetzt auch wieder an zu schimmeln, weil man ja im Winter nicht so gut lüften kann. Ist das die Angelegenheit vom Vermieter oder von meiner Mitbewohnerin und mir? Beziehungsweise dann wäre es automatisch eine Angelegenheit von unseren Freunden oder Eltern, denn ich weiß nicht, was man da am besten macht.
Ich bin mir sicher, dass dieses Thema schon rundum mit allen Lücken, Ecken, Kanten, Vorteilen, Nachteilen und Hintertürchen bei WISO besprochen wurde. Ich geh mal auf die WISO-Homepage… Irgendwann…

Kekse für Obdachlosen

Wenn man so etwas sieht, bekommt man ja schon ein schlechtes Gewissen: Ich habe heute eine Frau auf der Mönckebergstraße gesehen, die einem Obdachlosen, der an der Seite saß und gebettelt hat, eine Metalldose gab. Sie hat gesagt, dass dort selbstgebackene Plätzchen drin seien und dass er sie behalten dürfe.
Wenn man sowieso gerade schon Plätzchen, Muffins oder einen Kuchen backt könnte man ohne Probleme ein paar mehr machen und sie an Obdachlose verteilen. Das wäre gar kein großer Aufwand – und trotzdem machen es nur die wenigsten. Vielleicht das das Problem auch ein anderes, zumindest wäre dies meines: Auf der Mönckebergstraße bzw. in der Innenstadt sitzen nicht gerade wenige Obdachlose – für welchen soll man sich denn dann entscheiden? Und ist das schlechte Gewissen denn nicht noch größer, wenn man dann die anderen sieht, die nichts abbekommen haben?
Auf jeden Fall finde ich das ganz super, dass diese Frau wirklich das gemacht hat, woran zwar viele denken, es aber dann in den meisten Fällen doch nicht umsetzen.

Öko-Discount in Winterhude

Letzten Donnerstag hat in Winterhude so ein Öko-Discount aufgemacht – ziemlich groß ist dieses Ding. Das tolle an den ersten drei Eröffnungstagen war, dass es total viel zum probieren gab: Obst, Brotaufstriche, Wurst, Brot, Paella usw. Dazu gabs auch noch einen Clown, der sich um die Kinder – und die „jung-gebliebenen“ Erwachsenen gekümmert hat. Grundsätzlich kam mir der Laden jetzt nicht unerhört günstig vor, aber ich habe auch keine Erfahrung in Sachen Öko- bzw. Bio-Essen.
Ein schwerwiegender Nachteil war aber, und ich hoffe wirklich dass sich das noch ändert, dass es nur zwei Kassen gibt und seltsamerweise hat das dort ewig gedauert. Das ist wirklich ein Grund dort nicht hinzugehen, wenn das so bleibt. Allerdings muss man auch dazu sagen: falls es auch so voll bleibt. Denn logischerweise war am Samstag Hochbetrieb.

Wahrsager sagt WM-Gewinner voraus

Ich habe gestern ein Gespräch verfolgt von drei Typen, die vor mir gingen. Sie haben über die WM geredet. Sie haben darüber spekuliert, wer die WM gewinnt. Der eine meinte, dass er einen Wahrsager neulich im Fernsehen gesehen hätte, der vorausgesagt hat, dass auf jeden Fall ein europäisches Land gewinnen wird. Da kann man mal sehen: Die Männer, die sonst Wahrsager für Scharlatane halten, berufen sich auf einmal auf dieselben – sobald es um Fußball geht. Unglaublich.
Trotzdem: Das ist ja wirklich super, Herr Wahrsager. Damit kann man ja richtig viel anfangen! Aber meinetwegen kann die ganze Bevölkerung da ruhig dran glauben – ich Wette Wahrsager auf anderen Kontinenten haben ihren Kontinent als Gewinner prophezeit.
Auf jeden Fall habe ich noch von keinem gehört, der glaubt, dass Deutschland gewinnt. Ich bin echt kein Profi, aber ist das denn so unwahrscheinlich? Ich finde, wir sollten unserem Deutschen Team ruhig mal ein bisschen mehr Vertrauen schenken. Alles ist möglich.
Ole, ole, ole, ole – wir sind die Champions ole!

Karaoke…maybe?

Wer noch nicht weiß, was er dieses Wochenende anstellen soll, dem empfehle ich die „Alternativlösung für eigentlich immer“: Karaoke! Um genauer zu sein: Thai Oase auf der Großen Freiheit.
Da muss man keine Angst haben, dass dort nur ausgebildete Sänger ihre Künste zum Besten geben. Dort singt wirklich jeder, alles. Und keinem ist etwas peinlich. Es könnte allerdings sein, dass der „Karaoke-Leiter“ einen Song ganz miserabel vorgetragen findet und dann das Maschinengewehr einsetzt. Das Maschinengewehr sind eben Maschinengewehr-Ratter-Geräusche, die er dann mitten im Lied loslässt. Aber selbst das kann man überstehen.
Ich warne jeden vor Michael Jackson. Man denkt zwar, man kennt „Billy Jean“ in- und auswendig, das ist aber verflucht schnell – zu schnell für den ungeübten Karaoke-Anfänger. Für den empfehle ich eher eine Ballade – die sind zwar in der Regel nicht so witzig, aber einfacher zu singen.
Der Laden ist am Wochenende super voll, deswegen schnappt man sich am besten gleich wenn man reinkommt eine Liedkarte und gibt sein Zettelchen ab. Meistens dauert es dann immer noch mindestens eine halbe Stunde bis der gewählte Song kommt. Vorsicht auch bei allzu beliebten Liedern, die unter Umständen auch gerade in den Charts sind. Die haben dann nämlich mehrere gewählt und auf der Bühne gibt es Zoff, weil jeder das Lied für sich beansprucht.
Nein, man muss nicht unbedingt betrunken sein, um dort zu singen. Aber: die meisten sind’s! 🙂

Die Kirche nebenan

Viele Leute, die das erste Mal bei mir sind und pünktlich zur vollen Stunde die Glocken der Kirche nebenan läuten hören, finden das nervig.
Ich glaube, ich höre das schon gar nicht mehr. Aber wenn ich es mal bewusst hören sollte, wie gerade eben, finde ich es irgendwie schön.
Es hat etwas vertrauensvolles, obwohl ich nicht großartig religiös bin. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob die Glocken nachts auch läuten – eigentlich würde es mich wundern, wenn nicht. Auf jeden Fall bin ich noch nie deswegen wach geworden. Und meine Besucher haben sich auch noch nie beschwert, so von wegen: „Das Geläute war ja unerträglich und hat mich zu jeder Stunde wieder aus dem Schlaf gerissen!“
Ich frage mich, ob das ein Wohnungskriterium ist. Ich meine für Menschen, die eine neue Wohnung suchen und dann auf einmal Glocken hören. Wäre das ein Grund dort nicht oder gerade dort einzuziehen?
Naja, wahrscheinlich spielt das bei der Wohnungssituation in Hamburg gar keine Rolle und man ist einfach nur froh, wenn man etwas findet, was einigermaßen seinen Wünschen entspricht – Glocken hin oder her.

Laptop-Reinigung?

Gibt es eigentlich so was wie eine Laptop-Reinigung? Wenn ich mir meinen Laptop – er heißt Vincent – nämlich so betrachte, hätte er das bitter nötig.
Da gibt es Kaffeeflecken, Staub, Krümel, Aufkleber-Reste (von Aufklebern, die ich mal ganz cool fand, dann aber ganz schnell uncool und die dann solche blöden Reste hinterlassen haben) und Zahnpastaspritzer – ja, manchmal putze ich die Zähne während ich Emails lese! Ich frage mich, ob ich besser mit dem Ding umgehen würde, wenn ich einen Mac hätte (oder besser: ibook?!). Denn bei allen Mac-Menschen sehen die Dinger immer noch so schön aus. Auch eine Freundin von mir hat immer noch nicht die Schutzfolie abgenommen – und die hat ihren jetzt schon über ein halbes Jahr. Die sehen ja sowieso schon viel schöner aus, das gebe ich ganz offen zu. Aber wie hält sich bei den weißen Äpfelchen die Schönheit?
Unglücklicherweise bin ich mit Elektrogeräten noch nie sehr sorgsam umgegangen. Und das liegt nicht daran, dass ich sie nicht selbst bezahlt hätte. Alles aus eigener Tasche! Aber trotzdem: Ich komme mir seltsam dabei vor ein Elektrogerät zu pflegen. Nein, ich habe kein Auto und wenn ich eins hätte, würde ich das wahrscheinlich auch nicht putzen.
Dafür pflege ich Kontakte – mit echten Lebewesen. Indem ich meinem Laptop einen Namen gegeben habe – Vincent, wie oben erwähnt – wollte ich die Elektronik-Leblos-Barriere umgehen und ihn etwas menschlicher machen. So richtig hat das aber nicht gewirkt. Ich bekomme ein ganz schlechtes Gewissen. Ich such jetzt gleich mal ein paar neue Aufkleber und sauge die Tastatur aus.

Grüne Männchen in Hamburg

Dass einige Amerikaner nicht so die Ahnung von Deutschland – oder Europa – haben, ist ja Allgemein bekannt. Fragen wie „Wie sind die Öffnungszeiten vom Schwarzwald?“ oder „Mit was heizt ihr?“ überraschen einen nicht mehr. In Berlin steht die Mauer immer noch, auf der Autobahn darf man immer so viel fahren wie man will und Heidelberg ist die Stadt in Deutschland, die man bei einem Besuch auf keinen Fall verpassen sollte.
Letzten Sommer hatte ein Freund eine Amerikanerin zu Besuch in Hamburg. An der Hamburger Geschichte war sie nicht gerade interessiert, sondern mehr daran, wo man gut Shoppen könne. Na gut, muss ja auch nicht immer sein. Sie tat sich halt ein bisschen schwer mit Geschichte.
Auf einmal fragte sie dann aber: „Wieso sind alle Männer grün?“ Mit diesem Satz konnten wir verständlicherweise so erstmal nichts anfangen.
Sie erklärte weiter: „Die Statuen meine ich!“
Auch das half uns nicht sehr viel weiter. Bis es uns auf einmal wie Schuppen von den Augen fiel, als sie uns ein Dach zeigte. Sie wunderte sich, warum die Hamburger ihre Statuen in der Farbe grün aufstellten.
Das gute Mädchen hatte wohl noch nie Kupfer gesehen und wie es sich nach einiger Zeit grün verfärbt. Als wir ihr das erklärten, fand sie das aber immer noch komisch und wunderte sich, dass man dann überhaupt Kupfer verwendet, wo man ja wisse dass es sich irgendwann verfärbt.
Tsss….Amis!?