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Die Paten gegen Aids

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Bereits 1.384 HIV-Neuinfektionen im ersten Halbjahr 2007 sprechen eine deutliche und vor allem alarmierende Sprache. Aber nicht nur die gewachsene Sorglosigkeit im Umgang mit sexuell übertragbaren Krankheiten erschreckt. Auch bereits infizierte Menschen haben zunehmend mit ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen. Sei es die medizinische Grundversorgung, die immer teurer werdende zusätzliche bzw. andere Ernährung und vieles andere mehr. Aus diesen Grunde gibt es bereits seit einigen Jahren bei der Aidsseelsorge Hamburg den sogenannten Patenschaftsfond. Aus diesem Fond werden Menschen mit HIV und AIDS mit einer monatlichen Geldzuwendung zwischen 20,- und 50,- Euro unterstützt. Aufgrund ihrer Erkrankung müssen sie oft von einer Minimalrente oder von Hartz IV leben und können u.a. ihren zusätzlichen medizinischen Bedarf an Vitaminpräparaten oder speziellen Waschlösungen nicht mehr bezahlen. Dieser Fond existiert nur durch Spendengelder und ist zurzeit leer!

Nach dem Wegfall großer Aids-Benefizveranstaltungen wie beispielsweise der “red, hot & dance” in Hamburg will nun die Community einmal mehr beweisen, dass sie bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und ihren Beitrag dazu leisten will. Dass solche Projekte durchaus etwas bewirken können, bewiesen in der Vergangenheit Aktionen wie beispielsweise “Die Familie tut was”, “Ein Bett für das AK St. Georg” oder “Langer Atem”, bei welchem ein neues Lungenfunktionsmessgerät für das AK St. Georg finanziert wurde. Auf Initiative von Toms Saloon hin haben sich zahlreiche Unternehmen, Vereine und Einzelpersonen zusammengetan, um unter dem Motto “Die Paten – Gemeinsam gegen Aids” über den ganzen November verteilt Gelder für den Patenschaftsfond zu sammeln.

Zu den Paten gehören neben Toms Saloon unter anderem: Café Gnosa, Jump, Gay Factory, Bellini, Tusculum, Mario Marquitan & Crew oder die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz. Die Aktionen zum Ersammeln der Gelder sind so unterschiedlich wie die teilnehmenden Unternehmen und Gruppen. Mal wird ein Anteil der Eintrittsgelder gespendet, es werden Spenden bei bestimmten Getränken gesammelt, VIP-Gäste müssen einen besonderen Obolus entrichten oder die Schwestern kassieren “Pinkelgroschen” im Café Gnosa. Die Aktion startet am ersten November-Wochenende und findet seinen Höhepunkt mit einer Veranstaltung zum eigentlichen Welt-Aids-Tag am 01. Dezember in Toms Saloon unter dem Motto “Cruise & Spend”.

Linktipp: www.paten.01web.de

Die WM in Hamburg – Ein erster Eindruck

Ok, in den Wochen vor dem Beginn der WM hat vieles schon ziemlich genervt. Allein die Fernsehwerbung erreichte ein Maß des Unerträglichen, denn kaum noch ein Produkt oder eine Dienstleistung, die nicht irgendwie einen Zusammenhang zum Thema „Fußball“ hergestellt hat. Aber seit die WM im Gange ist, habe ich persönlich das Gefühl, dass zumindest hier in Hamburg die Stimmung sehr freundlich und entspannt ist. Da gibt es Fans aus aller Herren Länder, die mit ihren Mannschaften mitfiebern.

Auf dem Heiligengeistfeld gibt es das große Fan Fest, wo durchschnittlich 50.000 Leute die Spiele verfolgen können. Umrahmt wird das ganze von Moderationen, Comedians und Live-Auftritten. So beispielsweise am 2. Juli Silbermond und Juli.

Auch die Blue Goals entwickeln eine ganz andere Wirkung. So kann man beispielsweise vom Alsteranleger mittlerweile einige der Blue Goals sehen. Und jeden Abend um 23.00 Uhr gibt es dann auch noch die Laser-Torschüsse von verschiedenen Gebäuden wie dem Rathaus, dem Michel, dem Funkturm oder vom Mundsburg-Tower auf diese Tore. Eine besondere Überraschung konnte ich am Samstag erleben, denn da fuhr die U3 zwischen Baumwall und Landungsbrücken durch ein Blue Goal, welches die Gleise überspannt. Viele der Mitfahrer waren offenbar ebenfalls völlig fasziniert und begeistert.

Und auch die amerikanische Fußball-Nationalmannschaft scheint sich in Hamburg durchaus wohl zu fühlen. In der MoPo hat sich nun der Spieler Kasey Keller bei den Hamburgern für die Belästigungen entschuldigt. Nun, ich hatte ja mit viel schlimmeren Belästigungen gerechnet als nur die Eskorte des Mannschaftsbusses zum Training in Ochenzoll und wieder zum Hotel.

Michael Jackson in Hamburg?

Seit heute nachmittag muss ich auf Radio Hamburg ständig Michael Jackson-Songs ertragen. Und warum? Nun, angeblich soll Herr Jackson heute morgen mit einer Lufthansa-Maschine aus Richtung Frankfurt in Hamburg gelandet sein. Aber niemand weiß, wo er steckt bzw. was er überhaupt in Hamburg will.

Jedenfalls lockt Radio Hamburg nun schon mit Euros für ein Bild mit Michael Jackson. Und wenn man ihn ins gläserne Studio zerrt, bekommt man gar 20.000 Euro. Na dann…

Fußball-WM in Hamburg

Ich interessiere mich ja nun nicht für Fußball, aber interessant fand ich dann doch, welche Spiele nun wohl in Hamburg im kommenden Jahr stattfinden werden. In Leipzig wurde ausgelost und in Hamburg wird es folgende Spiele geben:

10.06.2006 – Argentinien : Elfenbeinküste
15.06.2006 – Ecuador : Costa Rica
19.06.2006 – Saudi Arabien : Ukraine
22.06.2006 – Tschechische Republik : Italien

Hinzu kommt dann am 30. Juni 2006 auch noch ein Spiel in Viertelfinale.

Berlin zickt rum

Na, da zeigt sich doch mal wieder, dass gerne mal mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird. Nachdem in Hamburg unser Bürgermeister von Beust jetzt wahrscheinlich mit einem breiten Grinsen durch die Gegend läuft, ist der Berliner Bürgermeister Wowereit ziemlich verschnupft. Dieses allerdings nicht, weil er eine Grippe hat, sondern weil die Deutsche Bahn offenbar einen Umzug der Konzernzentrale von Berlin nach Hamburg in Betracht zieht.

Und Herr Wowereit scheint jetzt ein ganz schlechter Verlierer zu sein, dabei hat er ohne mit der Wimper zu zucken damals Unternehmen wie Universal oder Vattenfall – durch Subventionen finanziert – nach Berlin gelockt. Damals war bei ihm immer die Rede von „Entscheidungen in der freien Marktwirtschaft“, jetzt aber jammert er sogar bei unserer Bundeskanzlerin.