Archiv für den Autor: Jette

Eigenheim-Einbrecher

Es war spät am Samstagabend. Eigentlich war es schon wieder früh, denn die Sonne schien schon und deshalb war es viel mehr Sonntagmorgen – wie auch immer, ich wollte nur noch ins Bett und schlafen.
Da stand ich dann endlich vor der Haustür, holte den Schlüssel aus der Tasche und erst in diesem Moment kam mir der Schlüssel verdammt klein vor. Ich testete noch mal vorsichtshalber im Haustürschloss, aber meine Vermutung bestätigte sich: ich hatte irrtümlicherweise den Briefkastenschlüssel mitgenommen. Meine Eltern, die ich mal wieder besucht hatte und die eine neue Haustür haben, schliefen noch und ich wollte deshalb nicht klingeln. Habe mich dann durch den Garten geschlichen und nach offenen Fenstern oder anderen Einstiegsmöglichkeiten gesucht und auch tatsächlich was gefunden! Der Wachhund hat mich nur angegähnt und ich fand es insgesamt ziemlich einfach, in so ein großes Haus unbemerkt hereinzukommen…

Me and my neighbough

Man kann sie sich nun mal nicht aussuchen: die Nachbarn. Und so kommt es, dass eigentlich jeder eine witzige Geschichte über seine Hausmitbewohner zu erzählen hat. Ehrlichgesagt sind die Geschichten ja meistens eher nervig, als witzig….
Total „in“ ist es gerade seinen Nachbarn Briefe zu schreiben. Drei meiner Freunde haben jetzt im letzten Monat einen Brief von ihrem Nachbar bekommen – eben war ich sogar „life“ mit dabei. Wir haben auf dem Balkon gegrillt und währenddessen wurde unter der Tür ein Zettel durchgeschoben. Die Nachbarin bat hiermit schriftlich darum, den Grill doch bitte nächstes mal so aufzustellen, dass nicht der ganze Rauch zu ihr ziehen würde, denn dann müsste sie ja den kompletten Sommer lang die Fenster geschlossen halten (…).
Was soll man dazu sagen? Ja gerne liebe Nachbarin! Fragen sie doch nächstes Mal den Wind, ob er in eine andere Richtung bläst oder am besten kommen sie vorbei und grillen mit uns zusammen, dann kann der Rauch hinziehen wo er will und keiner muss sich ärgern;-)

Wer war auf meinem Balkon?

Als ich heute in aller Frühe zur Arbeit gegangen bin, da herrschte auf meinem Balkon noch das übliche Chaos. Der Balkon dient mir nämlich als Abstellraum für alles: dreckige Wäsche, Getränke, Klopapier, Putzzeug, Müll … Als ich eben gerade nur mal wieder meine Wäsche rauswerfen wollte, musste ich doch zweimal gucken: Irgendjemand hat meinen Balkon auf- und umgeräumt! Auf den ersten Blick ist zwar noch alles da, aber ich hab doch lieber erst mal ganz schnell die Balkontür wieder zugemacht. Ein bisschen unheimlich ist das schon und vor allem frage ich mich, wie dieser mysteriöse Jemand überhaupt hier hoch gekommen ist?

Upps…

Da war ich gerade im Cafe und es war voll, wie meistens an einem Samstagnachmittag. Eng gequetscht saß ich auf einer Bank, die Gespräche der Sitznachbarn nur schwer zu überhören. Und dann wollte ich doch nur einen Blick in meine Handtasche werfen, um meine Finanzen zu checken. Ich wühlte die kleine schwarze Tasche aus dem Jackenberg heraus, machte den Druckknopf auf, nahm eine Puderdose aus der Tasche – Moment mal, ich hatte doch gar keine Puderdose dabei – und dann guckte schon meine Platznachbarin irritiert zu mir rüber. Es war die falsche Handtasche. Oh, das war ganz schön peinlich. Sie legte das Täschchen dann nicht mehr von ihrem Schoß…

Ampel-Hocker

Vielleicht ist das ja die noch unentdeckte Marktlücke und man sollte sofort ein Patent dafür beantragen…
Als ich heute nämlich an der Fußgängerampel auf das Grün wartete, klappte sich neben mir ein Mann seinen Sitzhocker aus, um nicht im Stehen warten zu müssen. Die Rotphase betrug allerdings gerade mal drei Minuten und ich glaube der Aufwand den das Auf- und Zusammenklappen kostet, lohnt sich nicht wirklich 😉
An Ampeln mit längeren Wartephasen könnte man ja mal den ein oder anderen Hocker zur Probe aufstellen, vielleicht kommen dann weniger Leute in Versuchung bei Rot rüberzulaufen…

Der klassische Fall fürs Fundbüro

Es ist kalt draußen, das ist nichts Neues. Man trägt Handschuhe, Mütze und Schal. Wenn man dann in aller Frühe in einen dieser wunderbaren HVV-Busse steigt, fühlt man sich wie in der Sauna und zieht als erstes die Handschuhe wieder aus. Wenn es möglich war einen Sitzplatz zu erobern, legt man die Handschuhe gerne neben sich. Man schläft noch halb, träumt herum und denkt gerade so daran an der richtigen Haltestelle auszusteigen… Ich hätte heute lieber die Haltestelle verpasst und dafür an meine Handschuhe gedacht. So ärgerlich. Die waren so schön. Leider hat sie niemand abgegeben, aber man soll ja die Hoffnung an das Gute im Menschen nicht aufgeben…

Kunde ist König?

Ich wollte neue Kontaktlinsen kaufen. Umsteigen von Monatslinsen auf Tageslinsen. Ich betrat das Geschäft eines mir unbekannten Optikers und kam gerade Mal einen halben Meter in den Laden rein, da stellte sich der Optiker schon direkt vor mich – seine Hand an der Tür, die er trotz eisiger Temperaturen nicht in meiner Anwesenheit schließen wollte. Ich fragte ihn also, ob es eine Test-Kontaktlinse gibt oder ob ich ein Einzelstück bei ihm kaufen könnte, da ich ja erstmal ausprobieren musste, ob ich mit der neuen Marke und Art zurecht komme. Dieses Anliegen dürfte doch einen Optiker nicht allzu stark in seiner Würde verletzten, oder? Vielleicht dachte er, dass ich ihn nur abzocken und mir “ ne Linse“ schnorren wollte. Schroff antwortete er nämlich, dass es nur 30er Packungen für 24 € gäbe . Und bevor ich noch irgendetwas sagen, fragen oder machen konnte hielt er mir die geöffnete Tür noch ein Stück weiter auf und sagte: „UND TSCHÜSS!“ – Ich war sprachlos.

Der verschwundene „Knochen“

Ich bin nicht so ein fanatischer Handytyp und habe bis vor ein paar Tagen auch immer noch mein aller erstes Handy-Exemplar benutzt. Dieses hatte noch fast die Größe eines Festnetz-Telefonhörers, wirkte zwischen den vielen neuen Mini-Modellen schon antik und wurde des öfteren als „Knochen“ beschimpft. Jetzt ist es weg, wurde mir in der U-Bahn aus dem Rucksackfach geklaut. Ich hatte Ohrstöpsel in den Ohren und die Bahn war voll, aber damit rechnet man einfach nicht. Wer macht so was? In aller Öffentlichkeit, total dreist. Naja, geärgert habe ich mich schon genug (…).
Dann hatte ich das Glück von einem Freund sein altes Karten-Handy zu bekommen, kaum vorstellbar, aber es ist noch größer, als mein Ehemaliges! Erst mal musste ich Guthaben auf die Karte laden, doch leider hatte ich bei meiner Pechsträhne natürlich einen Zahlendreher in meiner neuen Telefonnummer, so dass jetzt eine mir ganz fremde Person 15€ plus auf dem Handy hat. Hoffentlich freut sich dieser Glückspilz auch anständig…

Passend dazu eine Lesung am 26.2. im Cafe Sonnenseite, Weidenallee 24 ab 20h: Es geht um einen Schriftsteller, der ein Handy findet, in dem Hunderte von SMS gespeichert sind. Hieraus entwickelt sich eine wahnsinnige Geschichte… Oje, hoffentlich gibt es nicht demnächst eine Lesung über meine SMS-Sammlung;-)

Gähn-Manieren

In der Öffentlichkeit hält man sich beim Gähnen natürlich die Hand vor den Mund, das gehört schon zu den Grund-Benimmregeln. Wer das aber auch tut wenn er alleine ist, der hat wirklich gute Manieren – so was hat man mir als Kind mal irgendwann und irgendwo erzählt. Ich fühlte mich immer ertappt, wenn ich es mal wieder vergessen hatte.
Jetzt habe ich letztens eine ganz andere Begründung gehört, weshalb sich die Menschen die Hand vor den Mund halten, wenn sie die Müdigkeit (oder ein Sauerstoffmangel?) überkommt. Angeblich dachten nämlich die Leute im Mittelalter, dass sonst ihre Seele aus dem offenen Mund hinaus- und Dämonen hereinkommen könnten. Das wäre auf jeden Fall ein Grund, weshalb man sich auch in aller Einsamkeit die Hand vor den Mund halten sollte 😉

Romeo & Julia beim Proben

Szene 3, Szene 15 und dann plötzlich zum Prolog – bei den Proben von Theaterstücken wird gesprungen, unterbrochen und ständig wiederholt. Die Kostüme und das Bühnenbild sind nur angedeutet, die Schauspieler verhaspeln sich, die Souffleuse hat ordentlich Arbeit und der Regisseur ändert ganz spontan die Szenen, die ihm nicht gefallen.
Diese Vorarbeit bekommt das normale Theaterpublikum bei den Aufführungen nicht mehr mit, da steht das Stück und alles sieht perfekt aus. Wer es aber spannend findet die Arbeitsweise, die Schauspieler und die Entstehung des Dramas zu beobachten, dem kann ich nur empfehlen bei den öffentlichen Proben mal vorbeizuschauen. Für Romeo und Julia im Altonaer Theater gibt es im Februar noch drei Termine. Wer lieber ein rundum fertiges Stück sehen will, muss auf die Premiere am 19.3. warten 😉

Morgengymnastik

Wenn der Wecker klingelt fühlt man sich selten topfit, würde sich lieber noch mal umdrehen und hat gar keine Lust auf anstrengende Morgengymnastik -so geht’s mir jedenfalls meistens. Ich hab letztens ne nette Postkarte mit einer guten, nicht besonders strapaziösen Anleitung bekommen, um motivierter in den Tag zu starten…
Ich stehe mit dem richtigen Fuß auf,
öffne das Fenster meiner Seele,
verbeuge mich vor allem was liebt,
wende mein Gesicht der Sonne entgegen,
springe ein paar Mal über meinen Schatten
und lache mich gesund.

Auch wenn’s zur Zeit in Hamburg wieder nur regnet, kann man den Rest ja mal versuchen 😉

Die gute Ehefrau

Die klassische Rollenverteilung nimmt von Generation zu Generation ab. Singlehaushalte vermehren sich, Familienkonstellationen gibt es in den unterschiedlichsten Variationen und die Frau von heute ist möglichst alles andere als nur Hausfrau. In den 50er Jahren war das alles noch ganz anders und zur Nachschlag-Hilfe gab es für die Gattin „Das Handbuch für die gute Ehefrau“ .
Ich zitiere mal:
„Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.“
Oder auch sehr schön:
„Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.“
Man kann sich gar nicht vorstellen, dass das mal ernst gemeint war…

Warteschlangen-Gespräch

Gestern kam ich mit einem Mann, der vor mir an der Kasse bei Aldi stand, ins Gespräch. Ziemlich schnell stellte er mir die Frage, ob ich denn wissen würde, was auf meinem Personalausweis unter Staatsangehörigkeit stehe: Da steht nämlich „DEUTSCH“ und nicht BRD. Komisches Thema für Fremde an einem Samstagabend in der Warteschlange mit vollen Einkaufswagen (in seinem befand sich überwiegend Schokopudding). Ihn schien das gerade akut zu beschäftigen, da er „das alles“ erst vor zwei Tagen herausgefunden hatte und daher kam vielleicht sein starkes Mitteilungsbedürfnis (…). Er redete leicht fanatisch darüber weiter, wie wir alle seit Jahrzehnten verarscht werden, dass es die BRD gar nicht geben würde usw. Ich wusste nicht so ganz, was er von mir wollte und war ehrlichgesagt doch leicht verwirrt – der Mann war mir nicht geheuer. Er redete weiter, einen Monolog, bis er an der Reihe war und gab er mir nach dem Bezahlen noch den Hinweis auf eine Internet-Seite. Hoffentlich treffe ich den nicht so schnell wieder…

Der Mörder ist immer…

…der Taxifahrer? Also manchmal weiß ich echt nicht, warum die alle noch ihren Führerschein besitzen. Die fahren wie die Chaoten: Überholen, drängeln und blinken nicht – das kann ganz schön gefährlich werden. Als ich letzte Nacht bei der Hohen Luftbrücke über die Straße zur Bahn rannte (meine Fußgängerampel war wohlgemerkt GRÜN), da konnte ich gerade noch so „bremsen“, als ein Taxi einfach weitergefahren ist (seine Ampel war ROT). Aber so schnell wie der gelbe Schrecken weg war, konnte ich gar nicht gucken, geschweige denn mir ein Kennzeichen merken 🙁

„Cool“ ist out

Ich versuche gerade Wörter wie „geil“ oder „krass“ aus meinem Wortschatz zu löschen und sie durch „außerordentlich“, „beeindruckend“, „hervorragend“ oder „fantastisch“ zu ersetzen – gar nicht so leicht, denn sie schleichen sich aus Gewohnheit immer wieder ganz heimlich in meine Sätze ein.
Wörter wie „cool“ sind außerdem schon lange wieder out und wenn man schon den Jugend-Slang draufhaben will, dann sollte man auch mit der Zeit gehen und sich regelmäßig informieren – der jung-flippige Wortschatz entwickelt sich nämlich rasant. Nachschlagen kann man zum Beispiel im „Wörterbuch der Jugendsprache 2006“, hierfür haben über 24.000 Schüler (5.-11. Klasse) aus ganz Deutschland ihre Favoriten gewählt.

BND

Um den Bundesnachrichtendienst war nach den veröffentlichten Recherchen von PANORAMA und der Süddeutschen Zeitung ein regelrechter Skandal ausgebrochen. Nun weiß jeder, was die Abkürzung BND bedeutet (…). Früher hieß der „Bundesnachrichtendienst“ zur Tarnung „ Bundesvermögensverwaltung, Abteilung Sondervermögen, Außenstelle Pullach“ – wer sich das wohl ausgedacht hat? Vielleicht sollten sie sich demnächst mal wieder einen neuen Namen geben, damit sie ungestört weiterarbeiten können…

Dicker Meter

Im Supermarkt hab ich eben ein-meter-lange Schachteln mit Dickmännern gesehen – nicht schlecht. Was Werbung und Verpackung doch immer wieder aus einem Produkt machen! Der Inhalt bleibt stets derselbe, mal mit veränderter Rezeptur (was sowieso keiner merkt), aber die „Aufmachung“ und die Platzierung im Supermarktregal beeinflussen uns enorm. Es kostet ganz schön viel Disziplin, nicht immer auf diese Kampagnen reinzufallen…

Neben mir

Es gibt so Tage, da ist man mit seinen Gedanken ganz woanders, weiß nicht was man gerade macht und steht irgendwie einfach nur neben sich. Ab und zu passieren mir dann so peinlich blöde Sachen wie…
Da lege ich zum Beispiel das Telefon in den Kühlschrank und suche es wie verrückt in der ganzen Wohnung. Oder ich drehe und drehe an einem Flaschendeckel, obwohl die Flasche schon längst offen ist. Heute habe ich Kaffee gekocht und hab vergessen die Kanne unter die Maschine zu stellen. Doch die Firma braun hat für solche Fälle vorgesorgt – es kam nämlich zum Glück kein kochend heißer Kaffee aus der Maschine und lief über meinen Küchenboden! Erst als ich die Kanne gefunden hatte und drunter stellte, sprudelte es los. Der Kaffee schmeckte allerdings nicht mehr besonders, der Filter war nämlich mittlerweile gerissen…

Kneipenquartett

Verspätete Weihnachtsgeschenke zu bekommen ist wunderbar – sie können an grauen Januartagen ganz besonders stark die Laune verbessern 🙂
So ging es mir jedenfalls, als ich letzte Woche von einer Freundin noch ein Päckchen mit einer Weihnachtsmann-Postkarte und einem Quartett bekam. Nicht irgendein Quartett, sondern ein „Hamburger Bar- und Kneipenquartett“ mit Thekengutscheinen für 48 verschiedene Läden. Hab schon die ersten Quartettkarten ohne Probleme eingelöst (beim Bezahlen muss man die Spielkarte abgeben, diese wird angekreuzt, damit ungültig und dann bekommt man sie zum Quartettspielen zurück). Cooles Geschenk für „Neu-Hinzugezogene“, die sich noch nicht so gut auskennen, aber auch für „Alt- Eingesessene“, die so gezwungen sind nicht immer nur in die Stammkneipen zu gehen!
Das Quartett gibt’s auch für andere Städte, wie Berlin, Düsseldorf, Köln, Leipzig, München, Frankfurt etc.

Wasserratten-Sport

Eine Freundin hat mir gerade von ihrem neuen Sport erzählt: Unterwasser-Rugby. Hört sich verrückt an –ihr macht es Spaß. Zum UWR zieht man dann nicht seinen Lieblingsbikini an, sondern hat ein richtiges Trikot (einfarbige Badehosen und Badeanzüge – damit man sein Team schneller erkennen kann) und dazu natürlich Taucherbrille, Schnorchel und Flossen. Die Gegner können von rechts, links, unten und oben kommen – das Schwimmbecken ist eben ein dreidimensionales Spielfeld. Ganz schön kompliziert hört sich das an, aber mal was neues!

Soap Opera

Dieser Begriff ist jedem geläufig, alle wissen was für Fernsehsendungen damit gemeint sind – doch keiner weiß so genau, woher das Wort eigentlich kommt. O.k., man soll ja nicht von sich auf andere schließen, aber ich wusste es bis vor kurzem noch nicht und hatte mir auch nie so viele Gedanken darüber gemacht. Soap = Seife, soweit kam ich auch. Brainstorming “Seife” ergibt: Glitschig, weiß, duftend, sauber, nass, rund, flüssig, fest, desinfizierend, etc. Doch wo ist der Zusammenhang zu Gute Zeiten, schlechte Zeiten oder zu Unter Uns??? So direkt auf den Inhalt bezogen gibt es den gar nicht (trotz der teilweise glitschigen Schauspieler). Der Ausdruck „Soap Opera“ (auch Endlosserien genannt) stammt aus den USA, wo nämlich viele dieser melodramatischen Serien von Waschmittelherstellern möglichst billig finanziert wurden.

Russisches Frostschutzmittel

Eiseskälte in Moskau. Alle frieren und hoffen auf einen schnellen Temperaturumschwung –auch die Elefanten. Die werden nämlich im Moskauer Zoo mit Wodka versorgt, die Mischung liegt bei 3 Liter pro Eimer. Fragt sich nur, mit was gemischt wird, O-Saft? Bitter Lemon?
Die Kältewelle kommt auch zu uns rüber und am Montag soll die Höchsttemperatur in Hamburg bei nur –5°C, die Tiefsttemperatur bei –8°C liegen…nicht zu vergleichen mit den –20°C in Moskau, aber trotzdem ganz schön ungemütlich.

Blauer Frack & gelbe Weste

Das ist Werther. Goethes Werther. Ein toller Briefroman, sehr bewegend. Ich hab schon mal ein Theaterstück in Hannover gesehen, das war ganz toll umgesetzt. Nach der Aufführung war einem komisch ums Herz und ich war nicht unbedingt in Partylaune, aber nachdenklich und ergriffen. Übrings war Werther auch das Lieblingsbuch von Napoleon Bonaparte.
An diesem Samstag hat „Die Leiden des jungen Werther“ um 19.30h Premiere im Schauspielhaus.

Das Groupietum

Was ist eigentlich ein Groupie? Und ab wann ist man ein Groupie? Ist es schlimm ein Groupie zu sein oder kann man stolz darauf sein? Irgendwie benutzt man „Groupie“ ja nur im Zusammenhang mit Mädchen. Oder gibt es auch männliche Groupies? Männliche Groupies sind bestimmt peinlich, weibliche auch? Wenn man mal im Lexikon nachschlägt was “Groupie“ bedeutet, kommt einem die Vermutung nahe, dass es sich bei dieser Menschenart um ziemlich durchgeknallte Fans handelt. Immerhin gelten Groupies nicht als Stalker, denn sie werden in den meisten Fällen ja erwünscht! Klar, was wäre eine Boy-Group auch ohne kreischende Mädels in der ersten Reihe? Hier sind einige Kriterien, an denen man feststellen kann, ob man eventuell auch ein Groupie ist:
– wenn man ein Idol anhimmelt
– wenn man seine sexuelle Aufmerksamkeit einem Star aus der Rockszene widmet
– wenn man mit seinem Verhalten weit über das eines „normalen“ Fans hinausgeht
– wenn man mit seinen Stars mitreist
– wenn man sich deren Lebensweise abguckt (Sex, Drugs and Rock’n’Roll)
Aber die Hoffnung von Groupies ihren Helden näher zukommen wird meist bitter enttäuscht, denn diese rockigen Berühmtheiten gehen nur selten eine Ehe mit ihnen ein – sagt das Lexikon. Aber wer denkt denn bitte schön ans Heiraten, wenn einem ein Rockstar im Kopf rumspukt?

Freitag, der 13.

Na, schon was schiefgegangen? Oder noch gar nicht bemerkt, dass mal wieder der Pechfreitag ist? Auf jeden Fall kann man alles Blöde was am heutigen Tag so passiert besser erklären, als an anderen Tagen: Jene Bahn – die man genau verpasst hat, der Teller – der einem runterfällt, der Handy-Akku – der genau beim Telefonieren seinen Geist aufgibt usw. Endlich ist mal einer da, dem man die ganze Schuld zuschieben kann! Der arme Freitag…
Warum gibt es eigentlich keinen Glücksfreitag? Vielleicht weil Freitage ja normalerweise schon sehr glücklich machen, da einem alle „ein schönes Wochenende“ wünschen, da man abends gut feiern gehen kann und da der nächste Montag noch relativ weit entfernt ist.
Warum das mit der „13“ und dem „Freitag“ so schlecht läuft? Das ist uralter Aberglaube. Im Volksmund wird die Dreizehn als das „Dutzend des Teufels“ betrachtet und der Freitag ist der Todestag Christi, ein Unglückstag also. Das ist aber nur eine von vielen Erklärungen…

Verwählt

Es war noch nicht einmal sieben Uhr morgens. Das Telefon klingelt, kein Traum. Scheiße. Ich hab noch gar keine Stimme, stehe aber auf und stelle mich vor das Telefon, warte und will nicht wirklich abheben. Endlich aufgelegt, Entscheidung abgenommen. Einschlafen kann ich jetzt nicht mehr, dabei war es gestern Abend so spät geworden und mein Wecker hätte heute erst um 10Uhr geklingelt. Wer war der Anrufer wohl? Etwas Wichtiges? Oder nur die Marktforschung, die wissen will, welches Radio ich morgens am liebsten höre? Vielleicht hätte ich aber doch drangehen sollen? Weiter komme ich mit meinen Gedanken nicht, denn das Telefon klingelt ein zweites Mal. Jetzt nehme ich, keine Rücksicht auf meine verschlafene Stimme, ab und bringe ein knappes „Ja“ heraus. Am anderen Ende kurzes Schweigen, dann: „Hallo. Hier ist Frau Schneider“. Von mir kommt wieder nur ein „Ja“. Weiter sagt die Anruferin, dass sie die Mutter von Carsten sei. Von mir ein „Aha“ und in Gedanken gehe ich alle Carsten durch, die ich kenne. Ich scheine nicht entsprechend zu reagieren, denn die Frau fragt als nächstes: „Sind Sie gar nicht die Schwimmlehrerin?“
Verwählt. Das war es dann wohl mit dem erholsamen Schlaf für heute.

Tropf, tropf…

Der Wasserhahn. Irrtum – bei mir ist es gerade das Abflussrohr vom Spülbecken. Ich merkte es gestern Abend, als ich beim Abwaschen plötzlich im Nassen stand. Es ist auch kein wirkliches „Tropfen“ mehr, man könnte es ehrlich gesagt schon eher „Fließen“ nennen…
Seitdem ist nicht viel passiert, der Abwasch stapelt sich jetzt in der Küche und wird in dringenden Notfällen im Badezimmer erledigt. Der Küchenboden ist mit alten Handtüchern ausgelegt und für den Notfall steht ein Eimer unter dem Abflussrohr. Die Telefonnummer vom Hausmeister hab ich verlegt und ich frag mich nur, warum mal wieder alles auf einmal kommen muss…

Krähenfüße

Wann ist man eigentlich alt genug, um Faltencreme zu benutzen? Muss man warten, bis die ersten Falten da sind, damit man dann so richtig dagegen ankämpfen kann? Oder muss man vielleicht so früh wie möglich, also vorbeugend, mit dieser Spezialpflege beginnen? Die Meinungen gehen zu diesem Thema weit auseinander. Die einen sagen, dass sich die Haut nicht daran gewöhnen darf und dass man bloß nicht schon in „jungen Jahren“ damit anfangen soll, die anderen hingegen vertreten die Ansicht, dass man seiner Haut damit nur Gutes tut…Sind das die Positionen von Hautspezialisten (ganz ohne wirtschaftliche Hintergedanken) kontra Pflegeproduktindustrie-Vertretern (mit dem Gedanken einen neuen Markt für ihre Faltencreme zu erschließen)? Da muss frau sich wohl ihre eigene Meinung drüber machen.
Am besten nicht zu viel grübeln, das würde nur neue Furchen mit sich bringen – lieber ein bisschen schmunzeln, denn Lachfältchen sind sexy 😉

Schnupfnasen & Co

Na, auch schon wieder krank? Irgendwie kann man einer Erkältung zu dieser Jahreszeit gar nicht so einfach entkommen. Hat mal wer ein Taschentuch für mich? Überall lauern irgendwelche Viren, die man zwar nicht sieht, aber drei Tage später sofort spürt. Besonders in der U-Bahn und im Bus hat man das Gefühl sich so eine richtig hohe Dosis von Schnupfen-Viren, Husten-Viren, usw. einzufangen. Manchmal entwickelt sich daraus dann ne blöde Grippe und liebend gern zu Zeiten, wo man nun wirklich gerade gar keine Zeit zum Kranksein hat…
Es gibt jetzt für Deutschland ein Frühwarn-System (einen Erkältungsmelder), mit dem man herausfinden kann, ob die Grippengefahr in Hamburg (oder wo man gerade ist oder wo man gerade hin will) rot (hoch), gelb (mittel) oder grün (gering) ist. Vielleicht hilft’s ja!

Hunde-Sauna

Eine Freundin hat mir eine Story von ihrem sehr, sehr anhänglichen Hund erzählt, die ich kaum glauben konnte – aber es gibt ja die unvorstellbarsten Eigenheiten von Haustieren…
Dieser Hund möchte immer bei seinem Herrchen sein, ist total neugierig und nur an Menschen, nicht an anderen Hunden, interessiert. Am letzten Wochenende wollte die Hundebesitzerin in die Gartensauna gehen, während der Hund im Garten spielen sollte. Keine Chance, dieses kleine Viech machte so einen Radau vor der Saunatür, dass sein Herrchen die Tür öffnete und der Hund von dem Zeitpunkt an die Sauna nicht mehr verlassen hat (nicht einmal Leckerlis konnten ihn wieder rauslocken). Erst als meine Freundin nach 20 Minuten den Saunagang beendet hatte und das Gartenhäuschen verließ, folgte ihr –auf Schritt und Tritt –auch das kleine, verschwitzte Hündchen.

Lottospielen und Lebensgefahr beim Kegeln

Als ich noch kleiner war, da war ich ein begeisterter Kegelfan. Meine Kindergeburtstage und die meiner Freunde feierten wir regelmäßig auf Kegelbahnen und da kegelten wir, was das Zeug hielt drauf los: Tannenbaumkegeln, Wettkampfkegeln, Schnapszahlenkegeln und jede Menge Pumpen, Pudel usw.
Doch letztens ließ mich ein Wahrscheinlichkeitsvergleich stutzig werden – ist das so harmlose Kegeln vielleicht doch nichts für Kinder?
Denn nach der Welt am Sonntag ist es wahrscheinlicher beim Kegeln zu sterben, als im Lotto zu gewinnen. Wow – entweder ich habe das Kegeln wirklich unterschätzt oder beim Lotto gibt es in Wirklichkeit gar keine echten Gewinner, alles nur Fake und deswegen ist alles mögliche wahrscheinlicher (also auch beim Kegeln zu sterben), als im Lotto zu gewinnen.