Lärm in der Stadt – Tipps bei Schlafstörungen

Ein hektischer Alltag und der Lärm in der Stadt lassen viele Menschen abends nicht zur Ruhe kommen. Sie schlafen schlecht ein, wälzen sich von einer Seite zur anderen und wachen morgens wie gerädert auf. Mangelhafter oder fehlender Schlaf macht sich durch Tagesmüdigkeit und fehlende Energie bemerkbar. Was hilft gegen Schlafstörungen?

Yogaübungen gegen Schlafstörungen

Wer nach einem langen Arbeitstag mit anstrengenden Meetings bei der Heimfahrt ständig im Stau steht, kommt nicht entspannt zu Hause an. Geht man dann früh schlafen, weil morgens um 6 Uhr der Wecker klingelt, wälzt man sich oft vergeblich hin und her. Großstadtlärm sorgt zusätzlich für Stress beim Einschlafen, vor allem, wenn die Wohnung an einer vielbefahrenen Straße liegt. Hier ist die Entspannung vor dem Schlafengehen besonders wichtig. Einfache Yogaübungen helfen dabei, zur Ruhe zu kommen. Auch autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung sind bewährte Hilfsmittel zur Körperentspannung. Die Übungen lassen sich leicht erlernen und nach Bedarf anwenden. In Volkshochschul-Kursen werden spezielle Trainingseinheiten angeboten. Anhand von DVDs oder CDs können die Übungen im heimischen Schlafzimmer einfach durchgeführt werden. Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen sorgen dafür, dass der Körper zur Ruhe kommt.

Pflanzliche Schlafmittel

Ein guter Schlaf ist wichtig und für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit notwendig. Sich länger mit Schlafstörungen zu quälen ist deshalb nicht sinnvoll. Manchmal sind Medikamente die beste Wahl, um wieder gut schlafen zu können. Dabei kann auf den Einsatz chemischer Präparate verzichtet werden. Pflanzliche Schlafmittel, die Melisse, Johanneskraut, Baldrian oder Aminosäuren (weiterführende Informationen) enthalten sind ebenso wirksam. Die Naturmittel beruhigen sanft, machen nicht abhängig und sorgen für einen ruhigen Schlaf. Der Arzt oder Apotheker berät über das am besten geeignete Mittel, das meist rezeptfrei erhältlich ist und mit dem sich Schlafstörungen schnell und zuverlässig beheben lassen.

Kräutertee vor dem Zubettgehen

Um Schlafstörungen vorzubeugen, sollten empfindliche Menschen nach 16 Uhr keinen Kaffee, Schwarz- oder Grüntee mehr zu sich nehmen. Auch Cola-Getränke, die ebenso wie Kaffee und Tee Koffein enthalten, gilt es abends zu vermeiden, denn durch das Koffein bleibt der Körper länger wach. Auch Alkohol begünstigt keinesfalls immer das Einschlafen, sondern sorgt in der zweiten Nachthälfte für lange Wachzustände. Zu den beruhigenden, schlaffördernden Getränken zählt der Kräutertee. Eine gesunde Teemischung aus Kräutern wie Melisse, Hopfen und Baldrian vor dem Zubettgehen getrunken, garantiert einen sanften Schlummer. Im Handel sind bereits fertig gemischte Kräutertees auch als Schlaftee-Mischung erhältlich. Kräutermischungen in Bio-Qualität sind ebenfalls in der Apotheke erhältlich. Ein Hausmittel gegen Schlafstörungen ist ein Glas warme Milch mit Honig. Durch die Umwandlung des Tryptophans in der Milch in Serotonin wird der Körper angenehm entspannt und das Einschlafen wird erleichtert.

Künstliches Licht vermeiden

Vor allem Bewohner von Großstädten sollten darauf achten, dass keine künstlichen Lichtquellen das Einschlafen verhindern. Gegen Neonleuchtreklamen von außen schützen Rollläden und blickdichte Vorhänge. Computer-Bildschirme und Fernsehapparate sollten nicht im Schlafzimmer aufgestellt werden. Wer nachts beim Wachwerden gleich die Nachttischlampe anknipst oder gar im Netz surft, bleibt oft stundenlang wach. Das Schlafzimmer sollte deshalb als Ruhe-Oase ohne technische Einrichtungen ausgestattet werden.

Bild: CC0 Public Domain