Videoüberwachung nun auch in Linienbussen

Nach den U- und S-Bahnen werden in diesen Wochen nun auch die Linienbusse
im Stadtverkehr mit Videokameras ausgestattet.

Wie ein Sprecher der Hamburger Hochbahn AG auf Anfrage von NDR 90,3 mitteilte,
werden die Kameras zunächst in 100 Bussen getestet. Vom Frühjahr an sollen sie
dann im Großteil der Busflotte installiert werden.
Zerkratzte Fensterscheiben, Graffiti-Schmiererein und aufgeschlitzte Sitze: Im Schnitt
700 000 Euro, kosten diese Vandalismusschäden in Bussen Jahr für Jahr. Unter anderem
deshalb will die Hamburger Hochbahn AG jetzt auch den Großteil ihrer Linienbus-Flotte
mit Videokameras ausstatten. In unseren U- und S-Bahnen hat sich die Videoüberwachung
bereits bewährt, erklärte Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum. Seit Installation
der Videokameras vor drei Jahren seien die Vandalismusschäden in den Bahnen um die
Hälfte zurückgegangen. Außerdem, so Kreienbaum weiter, sollen die Kameras dazu
beitragen, dass sich die Fahrgäste vor allem abends in den Bussen sicherer fühlen.
Die Kosten von 2,3 Millionen Euro trägt die Hochbahn. Allerdings wird Bus- und Bahn-
fahren in der Stadt künftig wahrscheinlich etwas teurer.
Kritik an dem Vorhaben ist nur verhalten zu hören. Der Datenschutzbeauftragte der
Stadt begrüßt die Video-Überwachung sogar. Die Erfahrungen in den Bahnen zeigten,
dass die Kameras auf Kriminelle eine abschreckende Wirkung hätten. Zustimmung
kommt auch von der SPD. Lediglich die GAL meldet Bedenken an. Ein Mehr an Über-
wachung, so die innenpolitische Sprecherin Antje Möller, führe nicht automatisch auch
zu mehr Sicherheit.

Pressemldung NDR