Ole von Beust baut auf Airbus-Zusage für A380 in Hamburg

Bürgermeister Ole von Beust ist Befürchtungen entgegengetreten, im Airbuswerk in
Finkenwerder würde doch nicht der Großraumjet A380 gebaut und ausgeliefert. Nachdem
er sich in der vergangenen Woche mit Airbus-Chef Louis Gallois getroffen hat, sagte
von Beust nun im Gespräch mit NDR 90,3, er habe keinerlei Zweifel an der Vertrags-
treue des Unternehmens.
Hinter allem steht die offensichtliche Strategie von Airbus-Chef Louis Gallois, die Produktion
der Flugzeuge an weniger Standorten zu konzentrieren. Im französischen Toulouse
befürchten die Gewerkschaften deshalb, die Produktion der gesamten A320-Reihe könne
nach Hamburg verlegt werden. Im Gegenzug, so lauten wiederum die Befürchtungen in
Finkenwerder, könnte der A380 ausschließlich in Frankreich gefertigt werden. Dem
widerspricht Bürgermeister Ole von Beust: Er habe keinen Zweifel, dass Airbus zu den
vertraglichen Vereinbarungen bezüglich des A380 stehe, sagte er im Gespräch mit NDR 90,3:
„An der Airbusplanung bezüglich des A380 und damit auch an der Notwendigkeit der
Verlängerung der Start- und Landebahn hat sich nach meinem bisherigen Kenntnisstand
bei Airbus nichts geändert, Airbus ist und bleibt dort vertragstreu.“
Offen ist allerdings, ob Hamburg auch Teile des A350 bauen wird. Das Flugzeug, mit dem
dem Boeing-Dreamliner Konkurrenz gemacht werden soll, entsteht derzeit auf den Airbus-
Reißbrettern. In Luftfahrtkreisen wird vermutet, dass der A350 und der
A340 künftig ausschließlich in Toulouse gebaut werden könnten, wenn die Produktion der
gesamten A320-Familie tatsächlich nach Finkenwerder verlagert werden sollte.

Pressemeldung NDR