Archiv für den Monat: Dezember 2015

Obstbaum pflanzen

Kleingartenvereine Hamburg – Wichtige Grünanlagen für das Stadtbild!

Damit Hamburg sich eine grüne Stadt nennen kann, tragen rund 35.000 Kleingärten zur Verschönerung der Landschaft bei. Die 1900 Hektar Grünfläche prägen in diesem Zusammenhang das Bild zahlreiche Stadtteile mit und sind als städtisches Grün für jedermann zugänglich. Sie erfüllen hier eine Vielzahl von Funktionen. Sie sollen zum einen die Balance im stadtökologischen Gefüge wahren und als Bausteine der Biotopvernetzung das Kleinklima in Hamburg verbessern. Die Kleingärten sind das zu Hause zahlreicher Vögel, Insekten und Pflanzen und damit auch unentbehrlich für die Erhaltung der Artenvielfalt. Zudem wird das städtische Erholungsangebot durch die liebevoll angelegten Grünflächen perfekt ergänzt.

Weiterlesen

Stadtbild Hamburg

In Hamburg riecht man schon das Meer. Die Schiffe gehören zum Stadtmobiliar, wie in anderen Städten die Autobusse, und der Duft der großen weiten Welt lässt einen ins Träumen fallen. Tatsächlich ist Hamburg jene deutsche Stadt, die am meisten Austausch mit dem Fremden hatte. Durch den Handelsverkehr und dem großen Hafen kamen zahlreiche Matrosen, aber auch Güter, von fernen Ländern in die Stadt. Heute sind es zumeist nur noch Containerschiffe, welche im Hafen von Hamburg anlegen. Zum Stadtbild von Hamburg zählen somit in jedem Fall einmal die Container. Dann aber auch die Gesichter der anderen Rassen und Kulturen. Nicht um sonst hat sich in St. Pauli ein riesiges Vergnügungsviertel etabliert.

Treppen als Möblierung

Hamburg hat aber nicht nur die Elbe mit der Verbindung zum Meer, sondern auch die Alster. Die Alster sammelt sich zur Binnenalster, einem See, welcher nahe an das Zentrum heranreicht und die Stadt im geistigen Sinn mit Wasser versorgt. Sehr gelungen sind die Treppen an der Bootsanlegestelle Jungfernstieg am Südwestufer. Es ist eine Landschaft aus Treppen, eine gelungene Aussenanlage der Stadt, welche die Binnenalster mit der etwas höher liegenden Stadt verbindet. Auf den Treppen kann man sitzen, die Boote und Leute beobachten, auf die Boote warten, oder einfach nur das städtische Panorama mit Blick auf die Alster genießen.

Planten un Blomen

Ein sehr beliebter Park und gelungener Punkt, was Aussenanlagen betrifft, ist der 47 ha große Park „Planten un Blomen“. Viele Hamburger lieben ihn. Er ist Restbestand von 3 ehemaligen Bundesgartenschauen und architektonisch und landschaftlich sehr schön gestaltet. Kinderspielanlagen mit Wasser sind außergewöhnlich einfallsreich umgesetzt und erfreuen jedes Kinderherz. Weiße Liegestühle laden zum Verweilen ein. Wasser ist in unterschiedlichster Form in den Park integriert, sei es in Form von kleinen Bächen, oder großen Becken. Apothekergarten, Rosengarten, Mittelmeerterrassen, japanischer Landschaftsgarten. Es ist alles da, was das Herz begehrt. Passende Lösungen für öffentliche Begrünung und Pflanzbehälter findet man bei www.ziegler-metall.de.

Hamburgs partizipative Ansätze

Eine weitere sehenswerte Außenanlage ist der „Park Fiction“. Dies ist ein Park mit gänzlich partizipativem Ansatz. Die Bewohner entwickelten den Park mit dem Künstler Christoph Schäfer zusammen. Zwischen 2003 und 2005 wurde der Park dann umgesetzt. „Es geht bei der kollektiven Wunschproduktion darum, neu zu bestimmen, was die Stadt ist, darum, ein anderes Netz über die Stadt zu legen, sich die Stadt anzueignen, überhaupt sich vorzustellen, wie es anders laufen könnte, und dann das Spiel nach anderen Regeln zu spielen“, sagt Christoph Schäfer zu diesem Projekt.

Partizipative Ansätze sind der neue Trend in Hamburg. Nicht nur Park Fiction, auch „Next Hamburg“ ist ein Projekt, bei dem es um Stadtmöblierung, Wünsche der Bewohner und deren Umsetzung, sowie eine neue Gestaltung der Stadt geht. Man setzt dabei mehr und mehr auf die Mitarbeit der Bürger in der Stadtgestaltung, als auf eine reine „Be-planung“ von oben, und hält damit eine Vorreiterrolle im öffentlichen Diskurs.

Hamburg: die geilste Stadt für Ingenieure.

7 Gründe, warum unsere Perle Hamburg die geilste Stadt für Ingenieure ist.

Ich habe mir Hamburg nicht ausgesucht – Hamburg hat mich ausgesucht.

Ich hatte Nordamerika noch nie verlassen, aber vor 6 Jahren war ich entschlossen in das Land meiner Vorfahren zu ziehen und die Sprache zu lernen, die ich mittlerweile als die perfekte technische Sprache betrachte – Deutsch.

Die erste Gelegenheit bot sich mir in Hamburg, also habe ich keinen Moment gezögert…

… und es auch nie bereut.

Und das ist einer der signifikantesten Gründe dafür:

Jedes Mal wenn ich die Stadt erkundete, entdeckte ich etwas Neues, das den Ingenieur in mir Freudensprünge machen ließ – wie ein kleinesKind, das sich auf Weihnachten freut. Es dauerte nicht lange, bis sich dieser Technik-Geek Hals über Kopf in die Hansestadt verliebte.

Ich werde immer ein Detroiter im Herzen sein aber in Hamburg bin ich zu Hause.

Also: Zieh dir deinen Regenmantel an, schnapp dir ein Franzbrötchen und sieh dir die folgenden 7 Gründe an, warum Hamburg die geilste Stadt für Ingenieure ist.


1. Der Hafen

Der Hamburger Hafen

Wie könnte ich auch nicht mit Hamburgs wunderschönem Hafen anfangen?

2014 wurden hier 145,7 Millionen Tonnen Fracht verladen. Der zweitgrößte Hafen Europas ist das Herz und die Seele der Perle der Elbe.

Dieser gigantische Durchsatz hat mehrere ortsansässige Transport- und Logistikunternehmen zu globalen Größen gemacht. Und der leichte Zugang zur Massengutverladung ermöglichte den Erfolg von Industriegiganten wie Aurubis und der Trimet AG.

Alleine der Hafen bietet mehr als genug, um einen Ingenieur ins Staunen zu versetzen:

Hamburgs Werften sind der Geburtsort für einige der berühmtesten Superyachten, wie zum Beispiel die 96 Meter lange „Palladium“.

Man kann ca. 10.000 Schiffe pro Jahr am Hamburger Hafen einlaufen sehen.

Im Hafengebiet gibt es unter anderem ein 140 km langes Straßennetzwerk, sowie 304 km Eisenbahnschienen.

Und es gäbe noch so viel mehr zu erzählen…

Nicht verpassen:

Schnapp dir eine Decke, ein Fernglas und ein Astra oder zwei, entspanne dich im „Park Fiction“ und sieh den Arbeitern in den Blohm & Voss Trockendocks auf der anderen Seite des Flusses dabei zu, wie sie Schiffe aller Arten und Größen reparieren und warten.


2. Luftfahrt

Hier ist ein lustiges Spiel, das du spielen kannst, wenn du in Hamburg zu Besuch bist. Es heißt:

„Versuche jemanden zu finden, der niemanden kennt, der für Airbus arbeitet.“

Mit einem eigenen Flughafen und ungefähr 15.000 Hamburger Angestellten spielt der deutsche Hauptstandpunkt von Airbus in Finkenwerder eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Fertigung vieler der bekanntesten Flugzeuge großer Fluggesellschaften.

Ich werde es nie vergessen, als zum ersten Mal ein A300-600ST Beluga über mich hinwegflog.

Airbus Beluga

Heute bleibe ich immer noch gebannt stehen. Schließlich handelt es sich um ein Flugzeug, das Flugzeuge transportiert.

Aber Airbus ist nicht der einzige Luftfahrtgigant, der Hamburg sein Zuhause nennt.

Die Lufthansa Technik AG, welche für die Wartung, Reparatur und Instandsetzung der Flotte dieser deutschen Fluggesellschaft (und anderen) verantwortlich ist, hat sich auch am Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel niedergelassen.

Zusammen mit hunderten anderen Unternehmen aus der Flugfahrt wird der Himmel über Hamburg garantiert auch die besessensten Flugfahrt-Junkies da draußen zufriedenstellen.

Nicht verpassen:

Sieh dir Hamburgs Flugkolosse aus der Nähe an, indem du eine Einzel- oder Gruppenführung in der Airbus-Fabrik in Finkenwerder und Lufthansa Technik nahe dem Flughafen Fuhlsbüttel buchst.


3. Alte Elbtunnel

Alte-Elbtunnel

Schon vor langem wurde der Alte Elbtunnel von seinem viel größeren Bruder abgelöst, dem A7 Elbtunnel. Nichtsdestotrotz ermöglichte er 300.000 Autos, 63.000 Fahrrädern und 700.000 Fußgänger im Jahr 2008 den Durchgang zur anderen Seite des Flusses.

Und wenn ich das Glück habe zu Kunden südlich der Elbe mit dem Fahrrad fahren zu können, bin ich froh, dass es diese 24 Meter tiefe, 426 Meter lange Abkürzung unter der Elbe gibt.

Und wenn ich das Glück habe zu Kunden südlich der Elbe mit dem Fahrrad fahren zu können, bin ich froh, dass es diese 24 Meter tiefe, 426 Meter lange Abkürzung unter der Elbe gibt.

Der Alte Elbtunnel wurde einst 1911 von Kaiser Wilhelm und seinem prachtvollen Schnurrbart eröffnet und bot eine wichtige Verbindung zwischen Hamburg und der südlich gelegenen Docks und Werften.

Heute ermöglicht es der Tunnel den Bürgern Hamburgs und Besuchern, die Elbe durch ein spektakuläres Stück der deutschen Ingenieursgeschichte zu passieren.

Nicht verpassen:

Hinter dem südlichen Ende des Tunnels gibt es einen Aussichtspunkt mit einem Schild, das die verschiedenen Elemente der Hamburger Skyline beschreibt.


4. Brücken

Wenn ich den Leuten erzähle, dass die Stadt Hamburg mehr Brücken als Amsterdam hat, sehen sie mich meist an, als hätte ich zu viele Heineken getrunken.Toy Story - Überall Brücken!

Aber es stimmt:

Tatsächlich gibt es in Hamburg mehr Brücken als in irgendeiner anderen Stadt auf der Welt. Auch gibt es hier mehr Kanäle als in Amsterdam, Venedig, und London…

zusammen.

Wie wir so schön auf Englisch sagen:

„Put that in your pipe and smoke it!“

Von der Zollenbrücke, die 1663 erbaut wurde, bis hin zur Kattwyk-Brücke, die größte Hubbrücke der Welt – das Doppel-H bietet genug Brücken, um die Stadt zu einem Disneyland für Bauingenieure zu machen.

Zollenbrücke

Zollenbrücke

Nicht verpassen:

Nimm die Fähre 61 von Landungsbrücken bis nach Neuhof. Hier bekommst du eine großartige Aussicht auf die berühmte Köhlbrandbrücke und kannst dabei zusehen, wie Container- und Massengutschiffe darunter hindurchfahren.


5. Architektur und Bauwesen

Lasse die Aussicht aus der St. Michaelis oder St. Nikolai Kirche auf dich wirken und du wirst sicherlich mindestens einen Turmkran zwischen dir und dem Horizont entdecken, egal aus welchem Blickwinkel.

Hamburg ist das Zuhause von zahlreichen Wundern der Architektur und des Bauwesens.

Hafencity

Hafencity Hamburg

Das fortlaufende HafenCity-Projekt ist zum Beispiel das größte innerstädtische, urbane Entwicklungsprojekt in Europa, bei dem mehr als 2,3 Millionen m² Bruttogrundfläche (BGF) bebaut werden, sodass die Merkmale der Elbe und der benachbarten Speicherstadt hervorgehoben werden.

Für Infrastruktur-Narren befindet sich momentan das „Hamburger Deckel“-Projekt in Planung.

Dieses Monster von einem Projekt ist eines der größten Lärmschutzprojekte in Europa: 3,5 Kilometer Dach sollen über der Autobahn A7 gebaut werden, um die umliegenden Wohngebiete vor der Lärmbelastung zu schützen.

Nicht verpassen:

Hamburg Wilhelmsburg veranstaltete vor kurzem die Internationale Gartenschau. Wenn man die ausgeschriebenen Pfade entlangwandert oder mit dem Fahrrad abfährt, stößt man auf einige atemberaubende Beispiele von Passivhäusern und Landschaftsbau.


6. Digitale Stadt

Für die Technik-Verrückten da draußen: Hamburg wird durchgehend als eine der besten Städte für IT-Fachkräfte und Programmierer gehandelt.

Die Stadt ist der Geburtsort zahlreicher Tech-Startups mit großem Namen, darunter die Webseiten-Erstellungsplattform Jimdo, die Gaming-Giganten Innogames und Goodgames, sowie mehrere Transportdienste, wie zum Beispiel myTaxi und Wundercar.

Und nicht die digitalen Medien zu vergessen…

der spiegel hamburg gebäude

Hauptsitz von „Der Spiegel“

Die Perle der Elbe hat es sich zur Aufgabe gemacht, weiterhin ein attraktiver Ort für technologisch orientierte Unternehmen und Fachkräfte zu bleiben, und zwar mit der „Digitale Stadt“-Initiative. Hierbei entsteht ein stadtweites WLAN-Netz, eine moderne Kommunikations- und Netzwerkstruktur, die neue Hamburg Open Online University und vieles mehr.

Nicht verpassen:

Wenn du für das Indie-Musik Reeperbahn Festival in der Stadt bist, verpasse nicht das Startups@Reeperbahn Event, bei dem 5 Startups aus ganz Europa präsentiert werden und ihnen die Möglichkeit geboten wird, ihre Ideen Hamburger Investoren schmackhaft zu machen.


7. Das Tor zur Welt

Unter einer Brücke, bei einer Fährenanlegestelle im Herzen des Hamburger Industriegebiets, gibt es eine Wandbemalung, die Hamburg als „Das Tor zur Welt“ kennzeichnet.

hamburg tor zur welt

Das entspricht ganz sicher der Wahrheit:

Wie ich bereits erwähnte, der Hafen ist das Herz und die Seele der Hamburger Industrie und des Handels der Stadt.

Außerdem macht er einen großen Teil dessen aus, was Hamburg zu einer so großartigen Stadt für Ingenieure macht: Die Möglichkeit andere Ingenieure und Technikfachkräfte aus aller Welt kennenzulernen, Netzwerke zu knüpfen und mit ihnen Ideen auszutauschen.

Die Ingenieursprojekte in Hamburg selbst, die vielen technischen und industriellen Firmen, die Hamburg ihr Zuhause nennen, und die Gestaltung der Zukunft Hamburgs haben alle eines gemeinsam:

Sie erfordern Kooperation und Kollaboration mit Einzelpersonen und Firmen außerhalb Deutschlands.


Abschluss

Wie ich bereits sagte:

Ich habe mir Hamburg nicht ausgesucht – Hamburg hat mich ausgesucht.

Und jetzt, wo ich hier bin, habe ich mich entschlossen mein Talent als Lehrer und meine Leidenschaft für das Ingenieurswesen zu nutzen, um meinen Kunden mit dem Öl zu versorgen, das den Motor eines jeden Projekts schnurren lässt: Klare Kommunikation.

Aber allen anderen Ingenieuren oder Technikfachkräften, die darüber nachdenken Hamburg einen Besuch abzustatten, spreche ich eine Warnung aus:

Es wird schwer werden wieder zu gehen.


Habe ich irgendwelche Gründe ausgelassen? Dann sag’s mir bei Twitter an @DetroitEnglish oder bei !


Über den Autor:

Projektmanager im Herzen und Englischlehrer von Beruf: David (Dave) Willenberg hat Detroit Technical English 2011 gegründet. Er bringt Ingenieure und Technikfachkräfte in Hamburg technisches Englisch bei und ist Dozent für technisches und akademisches Englisch an der HAW-Hamburg. Seinen Blog „Vorsprung durch Sprache“ findest du hier.

Den Original-Artikel findest du hier.