Hamburg-Blog: Das Weblog von Hamburgern für Hamburger

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So
19
Feb '06

Weit und breit kein Federvieh

Genau wie der Michel gehören zu Hamburg die Alsterschwäne. Und weil’s im Winter so kalt ist und die Alster zum Teil gefriert, werden sie rechtzeitig in ein Winterdomizil gebracht, Im Moment sieht das aber etwas anders aus. Die Tiere wurden nämlich aus dem Eppendorfer Mühlenteich in ein Zelt gelotst – wegen der gemeingefährlichen Vogelgrippe, die sich anscheinend gerade immer mehr verbreitet. Die schönen Schwäne sollen so vor der Seuche geschützt werden. Die 120 Tiere leben jetzt in einem Zelt – zum Schutz! Normalerweise wäre es der 20. März an dem die Tiere wieder in die Alster gelassen werden würden, aber das verschiebt sich dieses Jahr ein Stück nach hinten – mindestens Mai heißt es.
Auch in Hagenbecks Tierpark gibt’s nicht viel zu sehen in Sachen Federvieh. Auch für die hieß es „Stallpflicht“. Nicht betroffen sind allerdings Pinguine und Flamingos – wenn die Grippe aber wirklich ausbricht, müssen die auch in den Stall!

Gähn-Manieren

In der Öffentlichkeit hält man sich beim Gähnen natürlich die Hand vor den Mund, das gehört schon zu den Grund-Benimmregeln. Wer das aber auch tut wenn er alleine ist, der hat wirklich gute Manieren – so was hat man mir als Kind mal irgendwann und irgendwo erzählt. Ich fühlte mich immer ertappt, wenn ich es mal wieder vergessen hatte.
Jetzt habe ich letztens eine ganz andere Begründung gehört, weshalb sich die Menschen die Hand vor den Mund halten, wenn sie die Müdigkeit (oder ein Sauerstoffmangel?) überkommt. Angeblich dachten nämlich die Leute im Mittelalter, dass sonst ihre Seele aus dem offenen Mund hinaus- und Dämonen hereinkommen könnten. Das wäre auf jeden Fall ein Grund, weshalb man sich auch in aller Einsamkeit die Hand vor den Mund halten sollte ;-)