Gibt es eigentlich so was wie eine Laptop-Reinigung? Wenn ich mir meinen Laptop – er heißt Vincent – nämlich so betrachte, hätte er das bitter nötig.
Da gibt es Kaffeeflecken, Staub, Krümel, Aufkleber-Reste (von Aufklebern, die ich mal ganz cool fand, dann aber ganz schnell uncool und die dann solche blöden Reste hinterlassen haben) und Zahnpastaspritzer – ja, manchmal putze ich die Zähne während ich Emails lese! Ich frage mich, ob ich besser mit dem Ding umgehen würde, wenn ich einen Mac hätte (oder besser: ibook?!). Denn bei allen Mac-Menschen sehen die Dinger immer noch so schön aus. Auch eine Freundin von mir hat immer noch nicht die Schutzfolie abgenommen – und die hat ihren jetzt schon über ein halbes Jahr. Die sehen ja sowieso schon viel schöner aus, das gebe ich ganz offen zu. Aber wie hält sich bei den weißen Äpfelchen die Schönheit?
Unglücklicherweise bin ich mit Elektrogeräten noch nie sehr sorgsam umgegangen. Und das liegt nicht daran, dass ich sie nicht selbst bezahlt hätte. Alles aus eigener Tasche! Aber trotzdem: Ich komme mir seltsam dabei vor ein Elektrogerät zu pflegen. Nein, ich habe kein Auto und wenn ich eins hätte, würde ich das wahrscheinlich auch nicht putzen.
Dafür pflege ich Kontakte – mit echten Lebewesen. Indem ich meinem Laptop einen Namen gegeben habe – Vincent, wie oben erwähnt – wollte ich die Elektronik-Leblos-Barriere umgehen und ihn etwas menschlicher machen. So richtig hat das aber nicht gewirkt. Ich bekomme ein ganz schlechtes Gewissen. Ich such jetzt gleich mal ein paar neue Aufkleber und sauge die Tastatur aus.
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Mi
11
Jan '06


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