Hamburg-Blog: Das Weblog von Hamburgern für Hamburger

Themen anzeigen:

Dezember 2005
M D M D F S S
« Nov   Jan »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Sa
17
Dez '05

Angst aufs Klo zu gehen

Die mit Abstand unfreundlichste Klofrau von Hamburg sitzt vor dem Damenklo von „Essen und Trinken“ am Gänsemarkt! Jedes Mal wenn ich dort auf Toilette muss, habe ich Angst. Das geht sogar soweit, dass ich gar nicht mehr auf Toilette gehen kann – vor lauter Angst ziehen sich alle Muskeln zusammen.
Das war nämlich so: Ich fange die Geschichte von hinten an. Ich „tarantino“ die Geschichte sozusagen (danke Dane Cook für diesen schönen Ausdruck!). Das ist also das Ende der Geschichte:
„Du freche Kanakin, mach das du hier rauskommst!“
Zur Erklärung: Ich bin Deutsche und meine Eltern haben mir gesagt, dass sie auch Deutsche sind und meine Großeltern und Urgroßeltern sind/waren auch Deutsche. Nicht nur das „Kanakin“ ein ganz unmögliches, gemeines, rassistisches und ekelhaftes Wort ist – es ist auch eine Lüge, also zumindest im Zusammenhang mit mir! Gut, ich habe dunkelbraune Haare und braune Augen. Ich hätte trotzdem „freche Türkin“, „freche Spanierin“, „freche Italienerin“ bevorzugt, wenn ich es mir hätte aussuchen dürfen! Ach so, ich war in diesem Moment vielleicht auch nicht sehr höflich, aber die Klofrau war gemeingefährlich!
So war der Anfang:
Ich gehe also nicht sahnend aufs Damenklo. Sobald ich meine Klokabine wieder verlasse stürzt sofort der Klofrau-Tiger hinein. Wir quetschen uns sozusagen gemeinsam durch die Klokabinentür. Sie rein, ich raus. Danach brüllt (ungelogen) sie mich an, ich solle ein etwa 0,5cm großes Klopapier-Schnipselchen vom Boden aufheben und in den Müll werfen, da sie gerade erst sauber gemacht hat.
Ich schwöre: Das Klopapier-Schnipselchen war nicht von mir! Hätte sie das in einem anderen Ton gesagt, hätte ich es vielleicht sogar aufgehoben, aber in diesem Moment konnte ich nur sagen: „Ist das nicht ihre Aufgabe?“. Bemerkung: Ich sieze sie, während sie mich geduzt hat!“
Ich bekomme dieses Gefühl, dass ich mich besser auf keine Diskussionen mit dieser Frau einlassen sollte, wasche mir also nicht die Hände und gehe. Daraufhin schreit sie mir den Kanaken-Satz hinterher.
Nein, das war keine einmalige Gelegenheit. Diese Frau ist immer unfreundlich und zwingt die Klogänger außerdem Geld auf ihren Teller zu legen, obwohl auf dem Plakat darüber steht, dass man was geben kann – aber nicht muss.
Vorsicht ist bei dieser tickenden Zeitbombe geboten. Ich rate, lieber auf die öffentlichen Toiletten in der Gänsemarkt-Passage zu gehen.