Archiv für den Monat: Dezember 2005

Ende meiner Süddeutsche(n)-Beziehung

Ich habe jetzt schon öfter ein Schupper-Abo bei der Süddeutschen gehabt – die bekommt man dann für 1 oder 2 Wochen für Umsonst. Danach muss man kündigen, sonst verlängert sich der Vertrag automatisch – wie das eben immer so ist. Ich habe auf jeden Fall direkt nach dem Eingang der ersten Ausgabe gekündigt. Fristgerecht sozusagen.
Trotzdem haben die mir letztens den Betrag eines Abos vom Konto abgebucht. Das konnte zum Glück wieder rückgängig gemacht werden, aber ich musste da natürlich erst anrufen und das ganze wieder ins Laufen bringen. Ich habe mich sowieso gefragt, wie oft das wohl „aus Versehen“ vorkommt, dass einfach trotzdem der Betrag abgebucht wird. In der Hoffnung, dass es erstmal nicht gemerkt wird!
Als ich dann neulich wieder einen Süddeutsche-Abo-Verkäufer in der Mensa am Unigelände traf, hatte ich schon gar keinen Bock mehr und wollte ihn gleich mit „Muss man das kündigen?“ abspeisen. Seine Antwort: „Nein, nur ne email schreiben.“ Für mich ist das so was wie „Kündigen“ – aber egal.
Als er mir dann wieder mal total viele Sachen erklärte, was man alles für super Vorteile hatte und ich ihm sagte, dass ich schon mehrmals ein Schnupper-Abo hatte, sagte er: „Irgendwann ist die Schnorrerei ja auch mal vorbei!“
Das war’s dann wohl mit meiner Süddeutsche-Beziehung.

Aufgepasst im Blauen Peter!

Es heißt ja immer in den Großstädten muss man auf seine Sachen aufpassen, wegen den Taschendieben. Und überhaupt sei die Wahrscheinlichkeit ja sowieso viel größer überfallen zu werden, wenn man nachts alleine nach hause läuft. Besonders im gefährlichen Hamburg. Unsinn, sage ich. Ich hab eigentlich noch nie wirklich Angst gehabt oder habe mich bedroht gefühlt – und ich bin öfters alleine unterwegs.
Vielleicht hatte ich bisher auch nur Glück, dass ich noch nie überfallen worden bin – aber auch in meinem Bekanntenkreis kann ich mich an keine Überfall-Geschichte erinnern. Allerdings wurde mir schon mal meine komplette Handtasche geklaut, inklusive Digitalcamera und Geldbeutel mit sämtlichen Karten, die ich besitze. Mein Handy und meine Haustürschlüssel hatte ich glücklicherweise in meiner Jackentasche. Das ist in dem Blauen Peter auf dem Hamburger Berg passiert. Wie ich danach von einigen erfahren habe, soll es dort wohl öfter vorkommen. Und dabei lag meine Tasche noch nicht mal alleine irgendwo rum. Sie lag auf einer Bank, wo noch andere saßen. Der Dieb muss die dort echt ganz unauffällig weggenommen haben.
Mein Geldbeutel wurde sogar von einem ehrlichen Finder bei der Polizei St. Pauli abgegeben. Da waren sogar noch mein Perso und die Bibliotheks- und Videotheks-Ausweise drin.
Jetzt habe ich mich auf jeden Fall dazu gezwungen nicht mehr ALLES in meinem Geldbeutel mitzunehmen. Eine EC-Karte reicht völlig!
Vielen Dank an alle, die gefundene Sachen zur Polizei bringen.

Schlittschuhlaufen in Hamburg

Ich kann nur raten mal wieder Schlittschuhlaufen zu gehen. Das ist ein Spaß. In letzter Zeit kam es öfter vor, dass meine im Winter geborenen Freundinnen sich wieder an ihre Kindheit erinnerten und mit allen Gästen Schlittschuhlaufen gehen wollten. Da gab es natürlich immer wieder einige, die ihrer Gesundheit zuliebe, nicht mit gefahren sind. Sie sind aber trotzdem mitgegangen und habend die anderen angefeuert.
Wenn man sich nicht gleich so richtig traut: Ein Glühwein macht Mut.
Dann geht es wie geschmiert. Und wenn man dann hinfällt, tut es auch nicht so weh. Leider sind auf der Eislaufbahn in Planten un Blomen leider recht viele Kinder, was uns erstens wie Riesen und zweitens etwas dämlich aussehen lässt. Macht aber nichts – das fällt sowieso wahrscheinlich uns mehr auf als den Kids.
Diese Eislaufbahn hat allerdings etwas seltsame Öffnungszeiten. Die kann man aber hier nachlesen.
Hals und Beinbruch!

Doppelkopf

Das ist schon ein ziemlich cooles Kartenspiel, wo man richtig süchtig nach werden kann. Im Zockfieber spielt man schon die eine oder andere Nacht durch und hat am nächsten Abend gleich wieder Lust auf DOKO (wenn man nicht gerade eine totale Pechsträhne hatte). Das Spiel hat zwar auch was mit Glück zu tun, aber ein guter Spieler spielt natürlich auch mit einem schlechten Blatt gut 😉 Das schöne an Doppelkopf ist, dass man immer mit einem Partner zusammen spielt – Ausnahme: Solo. Allerdings braucht man immer genau vier Spieler, die die Regeln beherrschen und nicht immer, wenn man Lust zum Spielen hat, findet man sofort drei weitere Zocker. Zwar nicht ganz so gesellig, aber zum Üben vielleicht ganz hilfreich: DOKO im Netz!

Galileo gegen GPS

Wie bequem ist es doch sich ins Auto zu setzten, nur über die Straße, die Hausnummer und den gewünschten Ort informiert zu sein, und sich dann einfach von einer mehr oder weniger sympathischen Frauenstimme führen zulassen… kinderleicht!
Das Navigationssystem, das sich seit einiger Zeit verstärkt in unseren Autos einnistet (und uns Autofahrern einen Teil der Selbstständigkeit raubt) kommt natürlich aus Amerika: Global Positioning System (GPS). Und die Amerikaner sind mit GPS einzigartig auf dem Markt. Noch, denn Europa ist fleißig dabei sich von den Amis unabhängig zu machen und ein eigenes Navigationssystem auf die Beine zu stellen: Galileo. Im Gegensatz zu GPS ist Galileo ausschließlich für zivile und nicht für militärische Nutzung gedacht. Allerdings steckt Galileo noch in den Kinderschuhen und wird wohl nicht vor 2010 unsere Vehikels beglücken. Wir haben Geduld und nutzen bis dahin wohl erstmal weiter das amerikanische GPS…

Umtauschen

Schon wieder alles vorbei, kein dritter bzw. vierter Weihnachtstag. Schade, ich hätte dieses Jahr noch gut einen ertragen…
Von Vorteil sind allerdings die normalen Bus- und U-Bahnfahrpläne, die mich davor retten mein ganzes Weihnachtsgeld komplett für Taxifahrten auszugeben (das Nachtleben ist im Gegensatz zu Bus und Bahn schließlich in der Weihnachtszeit hochaktiv).
Ein weiteres Anzeichen, dass einen wieder in den Alltag zurückholt, sind natürlich die geöffneten Supermärkte und Kaufhäuser – hier geht es fleißig ans Umtauschen: Weihnachtsgeschenke, die doof sind, die nicht passen oder die man schon hat. Seit einiger Zeit wurden bei uns im Hause die Quittungen hinzugelegt- damit man ganz ungeniert zu H&M gehen und ohne schlechtes Gewissen tauschen kann. Ist ja auch immer wieder schwierig, das Richtige zu treffen. Allerdings kommt es gar nicht so oft vor und auch dieses Jahr hab ich wirklich nichts zu tauschen. Ach nee, stimmt ja gar nicht- da waren ja so ein paar komische Hausschuhe unterm Baum…

Tokio Hotel

Die Popsensation des Jahres 2005 ist ohne Frage Tokio Hotel. Auch im neuen Jahr wollen sie es wissen, und sind auf Tournee durch ganz Deutschland.

Am 08. 03. 2006 sind sie zu Gast in der Color Line Arena.

Eisvergnügen auf der Alster

Ich möchte, dass die Alster zufriert, bitte. Das letzte Mal war dies vor 8 Jahren der Fall, davor gabs das Eisvergnügen noch in den Jahren 1991 und 1987 – da hab ich aber noch nicht in Hamburg gewohnt. Ich kann also nur hoffen, dass es noch ein Weilchen kalt bleibt und sich die Sonne nicht zeigt. „Ein Tag mit Sonne, ist ein verlorener Tag“, wie der Hamburger zu sagen pflegt.
Das muss so schön sein, Glühweinstände und andere Buden werden dann auf dem eingefrorenen Hamburger Wahrzeichen aufgestellt. Allerdings habe ich auch gelesen, dass es zwei Wochen lang mindestens 10 Grad kalt sein muss, damit es dazu kommen kann und die Alster wirklich sicher ist. Naja, ob das die Hamburger so ertragen könnten, sind sie zwar den Wind gewohnt, aber die richtige Kälte? – ich weiß nicht…
Manche trauen sich ja auch schon vorher auf die Alster, aber das ist mir zu gefährlich. Ich bin In-gefrorene-Gewässer-Einstürzen-Film geschädigt. Dann lieber auf die Eislaufbahn. Verletzen kann man sich da zwar auch, aber immerhin nicht ertrinken.

Die Kosinuskurve der Schenkerei

Langsam wird’s besser. Dazu musste ich ja auch nur ein Viertel-Jahrhundert werden. Ich meine, die Schenkerei wird besser. Es verhält sich wie die Kosinusfunktion mit dem Geschenke-Treffer-Grad. Am Anfang, also als Baby bis hin zum Kind, ist es einfach, die Kurve ist auf ihrem höchsten Punkt. Die Wunschliste ist lang, sie wird von den Eltern und Verwandten einfach der Reihe nach abgearbeitet. Dann fällt die Kurve mit dem Älterwerden bis sie schließlich am Nullpunkt und sogar unter den Nullpunkt gerät. Das sah bei mir so aus: Als Teenager wird’s dann schwierig – das sinken der Kosinusfunktion dauert ungefähr so lange bis man wieder einen so genannten „Lebensschritt“ macht, wie zum Beispiel Hauskauf, Heirat, Kinder usw. Bis letztes Jahr hat mir meine Mutter jedes Jahr zu Weihnachten BH’s geschenkt, die mir zu groß waren. Nein, ich bin da auch nicht mehr reingewachsen! Oder meine Oma hat mir grundsätzlich Sachen geschenkt, die sie in ihrer Lieblings-Boutique in Gran Canaria gerade erst im letzten Urlaub gekauft hat und da angeblich der letzte Schrei waren. Schrecklich! Die habe ich direkt nach dem Auspacken zurückgegeben – damit sie es lernt! Ich habe grundsätzlich alle Sachen, die mir nicht gefallen (oder gepasst) haben bei meinen Eltern gelassen und bin ohne sie und ohne schlechtes Gewissen wieder nach Hamburg zurück gefahren.
Aber dieses Jahr war es anders – und das obwohl ich keinen bedeutenden Lebensschritt getan habe. Kein BH, keine Handtasche mit einer Spinne drauf, kein Buch, das mich nicht interessiert. Die Lehrjahre waren bestimmt hart für meine Verwandten, aber schließlich hat es was gebracht. Dieses Jahr lasse ich nichts zurück.

Weihnachten ist so gut wie um, Planung für das nächste Fest

Allgemein gesagt, weiß der Fischkopp ja schon wie man richtig feiert, aber zu Fasching (auch: Fassenacht, Karneval) ist man in Hamburg wirklich fehl am Platz. In anderen Regionen als die fünfte Jahreszeit gefeiert, will sich auch Hamburg dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Zum Beispiel gibt es da die berühmt berüchtigte Faschings-Party im LiLaBe. Ich war noch nie da, muss ich gestehen, aber dafür habe ich auch ein Totschlag-Argument – wie ich persönlich finde: Die Party findet in der Regel nach Aschermittwoch statt! Hamburg, Hamburg. So kann das nicht weitergehen! Dann darfst du dich auch nicht wundern, dass ich über die närrischen Tage ausreise. An Orte, wo die Menschen wissen, dass an Aschermittwoch alles vorbei ist. Würde ich nach Aschermittwoch noch Fasching feiern, würde ich wahrscheinlich sofort vom Blitz getroffen oder einen Herzschlag bekommen, da ich doch einst den heiligen Narren-Eid geschworen habe.
Für die Planung: Rosenmontag ist dieses Jahr übrigens am 27. Februar.

Jetzt kommt keiner mehr drumherum

So, bevor es jetzt in die vollen geht. Toi, toi, toi – ihr übersteht das schon. Denkt doch einfach so: Nach heute haben wir’s schon fast geschafft. Die Engländer oder auch die Amis feiern morgen erst Weihnachten. Verrückt.
Also, Frohe Weihnachten. Singt schön, esst schön, trinkt schön – vor allem ohne schlechtes Gewissen. Ich wünsche ganz viele Geschenke und keinen Streit.
Stille Nacht, Heilige Nacht.
Wer danach was anderes braucht: So ziemlich jeder Club in Hamburg öffnet auch am Heiligen Abend seine Türen um entweder Happy Christmas Partys oder Christmas Sucks Partys zu feiern. Lasst es ordentlich rocken unterm Tannenbaum!

X- Mas- Essen

Was gibt’s denn bei euch heute Abend? Irgendwie ist das ja echt spannend, wie andere so den Heiligabend verbringen: wann ausgepackt wird, wer noch Gedichte vorträgt, wo gesungen wird, wer in die Kirche geht und natürlich was auf den edel gedeckten Tisch kommt.
Neben den rustikalen Würstchen mit Kartoffelsalat oder Gänsebraten, ist ein Klassiker wohl der Karpfen. Das kann aber – meiner Zunge nach – nichts mehr mit Geschmack, sondern nur noch was mit Tradition zu tun haben. Bei uns wurde diese Tradition vor einigen Jahren zum Glück gebrochen (weil Tradition nicht immer so gut schmeckt). Seit dem gab es schon Sushi, Pizza in Tannenbaumform, Spaghettinester und Raclette (was ich am kompromissfähigsten von allem finde). Dieses Jahr gibt’s Wok. Ganz schön unweihnachtlich., aber soll ja jedem schmecken, sonst ist nämlich die Stimmung auch nicht mehr so weihnachtlich.
Also, frohe Weihnachten und guten Appetit!

KING KONG

Ich hab ihn gesehen! Da hat sich der Herr Jackson wieder mal richtig ins Zeug gelegt. Ich muss mir unbedingt mal bei nächster Gelegenheit seine alten Splatter-Filme ansehen. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie der jemals auf computergesteuerte Effekte verzichtet hat. Wer sich auf einen Affen-Film einstellt, wird enttäuscht, denn in der ersten Hälfte taucht King Kong gar nicht auf. Ich hab auch einige Zuschauer sagen hören, dass sie die erste Hälfte ganz schön langweilig fanden – Titanic-Fans werden sich dagegen freuen.
Dafür geht’s danach aber richtig rund. Die Schiffsbesatzung, die auf die King Kong-Insel stößt muss vor den widerlichsten Kreaturen flüchten. Dinosaurier gibt es zum Beispiel – die tragen dazu bei, dass man an einigen Stellen vergisst, dass es hier in King Kong ist und nicht in Jurassic Park. Da gibt es so eine Langhals-Dinosaurier-Szene, die stark an ein Jump-and-Run-Spiel erinnert.
Die Grundstory ist natürlich die gleiche geblieben – alles nur viel bombastischer und effektreicher. Der Affe bewegt sich nicht mehr so steif, sondern ist richtig geschmeidig in seinen Bewegungen. Naomi Watts (wer noch nicht Mullholland Drive gesehen hat, unbedingt anschauen!) ist wie immer ganz toll und bezaubernd, Adrian Brodey ist natürlich der Traum schlechthin und King Kong ist ein sympathischer, verliebter Hitzkopf.

Fast geschafft

Ich liege eigentlich ganz gut in der Zeit – was die Weihnachtsgeschenke anbelangt. Ich muss nur noch eine CD brennen, 3 CD-Cover entwerfen, ein anderes Geschenk fertig stellen, 6 Postkarten schreiben. Dann muss ich noch auf die Post. Gut, das könnte noch mal eine langatmige Angelegenheit werden, aber ich hab ja nen IPod und gerade ganz viel neue Musik von einem Freund bekommen. Da hält man das Warten in der Schlange gut aus.
Und das alles zwei Tage vor Weihnachten. Und jetzt ist erst 10:00 Uhr. Ich hab noch massig Zeit. Und wie gesagt, ich hab am Montag erst angefangen mit der Weihnachtsgeschenk Kauferei und Bastelei. Ich habe aber schon gedankliche Vorarbeit geleistet – das ist das A und O.
Viel Erfolg an diejenigen, die noch Geschenke besorgen müssen. Ihr schafft das!

Macht euch mal locker

Leute, Leute, Leute. Klar, sind die Innenstadt und sämtliche Einkaufszentren in anderen Stadtteilen Hamburgs in diesen Tagen mega voll. Das darf doch keinen wirklich wundern. Deswegen: Lasst eure schlechte Laune und Gereiztheit bitte zu hause. Es dauert eben alles ein bisschen länger an den Kassen, in den Umkleidekabinen, bei einem Umtausch usw. Nehmt’s locker – immerhin hättet ihr ja auch schon vor Wochen eure Weihnachtsgeschenke einkaufen können. Habt ihr aber nicht! Also, nicht über die anderen Leute ärgern, weil sie vielleicht passend zahlen wollen und eine Minute in ihrer Geldbörse nach einem 2-Cent-Stück suchen – die Minute macht den Bock jetzt auch nicht mehr fett!
Nur zur Erinnerung: Es gibt so ein paar nette Worte, die komischerweise in den Tagen vor dem „Fest der Liebe“ am wenigsten fallen. Hier eine kleine Gedächtnisauffrischung: „Bitte“, „Danke“, „Tschuldigung“, „Schönen Tag noch“, „Frohe Weihnachten“, „Das haben Sie gut gemacht“.

Schnell noch ein Pfaffenglück – auch für Ungläubige!

Ich bin heute noch mal über den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt gegangen, um mir dort etwas zum Mittagessen zu kaufen. Und zwar: Pfaffenglück. Ich kann es gar nicht so genau beschreiben, aber es ist super lecker. Jeder, der es noch nicht probiert hat, sollte das unbedingt noch machen. Ich weiß gar nicht, wann der Weihnachtsmarkt wieder schließt. Irgendjemand hat mir erzählt, dass er eigentlich schon hätte gestern schließen sollen?! Das Pfaffenglück kostet 3 Euro und macht total satt. Es ist eine Art dicker Flammkuchen mit einem Kräuterteig. Der Teig ist mit Schinken und Speck belegt und wird mit Käse überbacken. Danach kommt noch ein Klecks Quark drauf. Es gibt aber auch die vegetarische Variante. Man kann auch zusehen, wie die Köstlichkeit zubereitet wird. Lasst euch nicht von der langen Warteschlange abschrecken – das geht recht schnell und wie gesagt bzw. geschrieben: es lohnt sich!

Das Hamburger Spendenparlament

Wenn es ums Spenden geht, hab ich meistens so ein Gefühl des Misstrauens. Ich frag mich dann immer, ob das Geld die „Richtigen“ erreichen wird, ob ich wirklich helfe oder nur auf eiskalte Abzocker reingefallen bin. Klar gibt es auch viele seriöse Spendenaufrufe, aber man hört ja auch immer wieder von den Unseriösen…
Schön finde ich deshalb die Idee, auch mal für „seine Nachbarn“ zu spenden: Hamburger für Hamburger (Das Hamburger Spendenparlament). Da kann man sozusagen „zu Fuß“ nachschauen, ob die Spenden angekommen sind, wem sie helfen und wie sich das Projekt entwickelt.

Glühwein reloaded!

Weil es letztes Mal so nett war in der Vorlesung leicht angeheitert und so gut gelaunt zu sein: Morgen noch mal Glühwein für 1€ mit Schuss im Foyer der HAW am Berliner Tor!
(diesmal erst ab 13h)

Bücher ausleihen in Hamburg

Ich weiß ja nicht, ob das in allen Städten so ist, aber ich habe den Eindruck, dass die Hamburger Bibliotheken einfach zu wenige Bücher haben. Damit meine ich jetzt nicht, dass ich bestimmte Bücher vermisse, sondern vielmehr, dass es von einem Buch mehrere Exemplare geben sollte. Ausgerechnet das Buch das ich brauche, ist immer ausgeliehen. Geht das nur mir so? Da lob ich mir doch die Präsenzbuchhandlungen – da kann man sich wenigstens drauf verlassen.
Man kann sich ja dann auf ein Buch „vormerken“ lassen, aber der Ausleiher bringt es eigentlich NIE an dem letzten genehmigten Ausleihtag zurück. Sondern später. Viel später. So spät, dass es für mich schon keinen Sinn mehr macht, das Buch auszuleihen! Und mit der so genannten Strafgebühr fürs „überziehen“ der Ausleihzeit schreckt man heute auch keinen mehr ab.
Was tun? Die Kohle, mir jedes Buch zu kaufen, was ich dringend benötige, habe ich auch nicht. Hier ein Appell: Lieber Bücherausleiher, bitte bring die Bücher, wenn sie vorgemerkt sind, pünktlich zurück. Danke.

Kaktus auf dem Kopf

Ich spaziere mit meinem Cousin über die Mönckebergstraße. Nach monatelanger Züchtung und KEINER Pflege hat er sich einen beachtlichen Haarschopf mit Dreadlocks herangezüchtet.
Vielleicht ist es euch schon mal aufgefallen, aber auf der Mö oder auf der Spitalerstraße laufen echt nicht viele Leute mit Dreads herum. Das bemerkt auch mein Cousin sofort, der das erste Mal in Hamburg ist:
„Verglichen mit Berlin gibt es hier weitaus weniger Leute mit Dreads!“
Dann beobachten wir ein kleines Mädchen an der Bushaltestelle, das ihren Blick nicht von dem Kopf meines Cousins abwenden kann und ihn ununterbrochen anstarrt.
Schließlich zeigt sie auf ihn und sagt und zu ihrer Mutter: „Guck mal Mama, der hat ’nen Kaktus auf’m Kopf.“

Angst aufs Klo zu gehen

Die mit Abstand unfreundlichste Klofrau von Hamburg sitzt vor dem Damenklo von „Essen und Trinken“ am Gänsemarkt! Jedes Mal wenn ich dort auf Toilette muss, habe ich Angst. Das geht sogar soweit, dass ich gar nicht mehr auf Toilette gehen kann – vor lauter Angst ziehen sich alle Muskeln zusammen.
Das war nämlich so: Ich fange die Geschichte von hinten an. Ich „tarantino“ die Geschichte sozusagen (danke Dane Cook für diesen schönen Ausdruck!). Das ist also das Ende der Geschichte:
„Du freche Kanakin, mach das du hier rauskommst!“
Zur Erklärung: Ich bin Deutsche und meine Eltern haben mir gesagt, dass sie auch Deutsche sind und meine Großeltern und Urgroßeltern sind/waren auch Deutsche. Nicht nur das „Kanakin“ ein ganz unmögliches, gemeines, rassistisches und ekelhaftes Wort ist – es ist auch eine Lüge, also zumindest im Zusammenhang mit mir! Gut, ich habe dunkelbraune Haare und braune Augen. Ich hätte trotzdem „freche Türkin“, „freche Spanierin“, „freche Italienerin“ bevorzugt, wenn ich es mir hätte aussuchen dürfen! Ach so, ich war in diesem Moment vielleicht auch nicht sehr höflich, aber die Klofrau war gemeingefährlich!
So war der Anfang:
Ich gehe also nicht sahnend aufs Damenklo. Sobald ich meine Klokabine wieder verlasse stürzt sofort der Klofrau-Tiger hinein. Wir quetschen uns sozusagen gemeinsam durch die Klokabinentür. Sie rein, ich raus. Danach brüllt (ungelogen) sie mich an, ich solle ein etwa 0,5cm großes Klopapier-Schnipselchen vom Boden aufheben und in den Müll werfen, da sie gerade erst sauber gemacht hat.
Ich schwöre: Das Klopapier-Schnipselchen war nicht von mir! Hätte sie das in einem anderen Ton gesagt, hätte ich es vielleicht sogar aufgehoben, aber in diesem Moment konnte ich nur sagen: „Ist das nicht ihre Aufgabe?“. Bemerkung: Ich sieze sie, während sie mich geduzt hat!“
Ich bekomme dieses Gefühl, dass ich mich besser auf keine Diskussionen mit dieser Frau einlassen sollte, wasche mir also nicht die Hände und gehe. Daraufhin schreit sie mir den Kanaken-Satz hinterher.
Nein, das war keine einmalige Gelegenheit. Diese Frau ist immer unfreundlich und zwingt die Klogänger außerdem Geld auf ihren Teller zu legen, obwohl auf dem Plakat darüber steht, dass man was geben kann – aber nicht muss.
Vorsicht ist bei dieser tickenden Zeitbombe geboten. Ich rate, lieber auf die öffentlichen Toiletten in der Gänsemarkt-Passage zu gehen.

Wort des Jahres

BUNDESKANZLERIN ist das Wort des Jahres 2005 geworden.
Wie sagte doch Alice Schwarzer letztens so nett: „Die kleinen Mädchen im Land werden sich künftig fragen: Soll ich Friseuse werden oder Bundeskanzlerin – und das ist doch schon mal was“…

Die Jury wählte die Wörter des Jahres übrings in folgender Reihenfolge:
1. Bundeskanzlerin
2. Wir sind Papst
3. Tsunami
4. Heuschrecken
5. Gammelfleisch
6. Jamaika-Koalition
7. Hoyzern
8. Suboptimal
9. Telenovela
10. FC Deutschland 06

Der 5-Minuten-Sturm und das Referat

Um 7h aufgestanden, 7.30h das Haus verlassen, mit dem Fahrrad zur U-Bahn (war noch stockdunkel draußen, aber trocken), dann 15 Minuten Fahrt bis zum Berliner Tor. Der Fußweg bis zur HAW beträgt dann eigentlich noch höchstens 5 Minuten. In dieser kurzen Zeit kam ein Sturm auf, den ich nicht erwartet hatte – war schon auf halber Strecke und umkehren hätte keinen Sinn gemacht. Der Regen schmerzte im Gesicht und ich kam gegen den Wind überhaupt nicht an. Also machte ich es wie die anderen: rückwärts laufen ohne zu gucken, weil man die Augen schützen musste. Klitschnass in der HAW angekommen, Mascara im Gesicht verschmiert und die Unterlagen aufgeweicht. Tja, so was passiert natürlich genau dann, wenn man ein Referat halten muss. Die anderen, die mit einer Bahn später kamen, waren alle trocken. Meine nasse Hose wurde (wie ich später erfahren hab) als „gebatikt“ wahrgenommen…

Weihnachtsgeschenke-Endspurt

Noch kein Geschenk? Ich auch nicht! Kein einziges! Aber dafür habe ich schon ein paar Ideen. Großeltern bekommen selbstgemachte Bilder-Kalender – was soll man Großeltern auch sonst groß schenken. Die haben ja alles was sie brauchen. Und wenn dies nicht der Fall ist, kaufen sie es sich selbst.
Ansonsten greife ich auch gerne auf einen „Gutschein“ zurück. Ob der wirklich jemals eingelöst wird ist die andere Frage. Aber zumindest „hat man was in der Hand“. Der ist natürlich auch selbstgemacht. Weiterhin der Renner zu jeder Geschenk-Gelegenheit: Selbst gebrannte und zusammengestellt CD’s, inklusive selbstgemachtes Cover! Super Sache.
Keinen Stress, sag ich nur. Ist ja noch ein paar Tage Zeit!
Frohe Weihnachten.

Silvester-Planung

Es ist ganz schön spät dafür, dieses heikle Thema jetzt erst anzusprechen. Diejenigen, die immer noch nicht wissen, was sie an Silvester machen, könnten sich also vielleicht auf den Schlips getreten fühlen. Macht aber nix. Ich finde es auch nervig, dass man schon im Sommer wissen muss, wo, mit wem und wie man Silvester verbringt. Das heißt, man muss es selbst nicht wissen, aber andere wollen es wissen.
Ich gehe dieses Jahr fremd. Ich feiere nicht in Hamburg, sondern in Rheinland Pfalz. Ha. Mit Leuten, die ich größten Teils nicht sehr gut kenne. Aber das muss ja auch nicht sein. Nein, ich quetsche mich nicht in einen Club rein, für dessen Silvesterparty zu viele Karten verkauft wurden und man bei dem Gedränge nicht mal mehr tanzen kann und man hofft dass keiner an mein 10 Euro Sektglas stößt und es umschüttet. Vorher Raclette oder Fondue mit den besten Freunden gibt’s auch nicht. Ade traditionelles Silvester. Vielleicht wird’s nächstes Jahr wieder was mit uns.

Lang, länger,…Linie 5

Das XXL- Menue bei McDonald, die daraus folgenden XXL- Klamotten und schließlich die 10 XXL- Busse der Hochbahn, maßgeschneidert für unsere XXL- Gesellschaft.
In diesen längsten Bussen der Welt gibt es für 183 Leute einen Sitzplatz (alte Größe), was eine Steigerung um 40% im Vergleich zu den herkömmlichen Bussen bedeutet. Bei 25 Metern Länge wird es bestimmt lustig, wenn ab 21h alle vorne einsteigen müssen oder wenn man aus Versehen ganz hinten einsteigt und dann vom Busfahrer ausgerufen wird, um vorne den Fahrausweis vorzuzeigen…(diese Verkehrsungeheuer soll es bis März 2006 geben).

The Lion, the Witch and the Wardrobe

Ich komme gerade aus dem Kino und habe mir Die Chroniken von Narnia angesehen. Wirklich netter Weihnachts-Fantasy-Film. Einfache Charaktere, kaum Überraschungen, schöne Szenerie, Fabelwesen und schließlich siegt das Gute über das Böse. Und kein bisschen blutrünstig – man kann also getrost die Kinder mit ins Kino nehmen. Das klingt jetzt alles zwar etwas langweilig, ist es aber echt nicht. Obwohl der Film Überlänge hatte, kam er mir nicht zu lang vor. Mich erinnert der Film an Der Herr der Ringe. Oder besser noch: Die unendliche Geschichte.
Ich finde es immer schöner, wenn eine Fantasy-Geschichte von vornherein in einer ausgedachten Welt stattfindet und jeder sich in dieser Welt „normal“ verhält, weil er sie ja schon kennt. Hier war es so, dass die 4 Hauptpersonen aus dem Alltag zufällig in eine Fantasy-Welt gelangen und das erst alles gar nicht verstehen. Diese Szenen sind in diesem Fall zwar notwendig, nerven mich aber doch ein wenig.

Die Weihnachtsinsel

Last-Minute-Flug zu Weihnachten auf die Weihnachtsinsel (es gibt sie wirklich) – das wäre doch was! Irgendwo mitten im Indischen Ozean…weit, weit weg von Deutschland. Wollmützen, Handschuhe und kratzende Strumpfhosen kann man getrost zu hause lassen, denn auf der Weihnachtsinsel herrscht natürlich tropisches Klima. Kleines Problem: die Größe des Inselchens beträgt gerade mal 135 qkm – einen geeigneten Landeplatz zu finden, könnte eventuell schwierig werden.
Ihren Namen verdankt die Weihnachtsinsel übrigens britischen Seefahrern, die sie am 25. Dezember 1643 entdeckt haben.

Tookie ist hingerichtet worden

Ich bin gestern erst aus San Francisco wieder gekommen, nur deswegen muss ich mich hier über das Thema auslassen. Ich habe gehofft, dass Tookie begnadigt wird – wie die meisten San Franciscaner auch.
Nach tagelangem richterlichem Tauziehen, Hoffen und Demonstrationen wurde Stanley „Tookie“ Williams gestern Nacht durch die Todespritze im Gefängnis San Quentin in San Francisco hingerichtet worden. Bis zum Schluss hatte man gehofft, dass Schwarzenegger ihm Pardon gewährt, dem war aber nicht so. Mehr als 1000 Demonstranten standen in der Nacht vor dem Gefängnis. Die Bürger von Kalifornien und besonders die Einwohner San Franciscos waren in der Mehrzahl gegen die Hinrichtung. Die Begründung: „ Wie kann jemand hingerichtet werden, der 10 Mal für den Literatur- und Friedensnobelpreis nominiert wurde?“. Oder: „In den 23 Jahren im Gefängnis hat er sich um 180 Grad gewandelt, er bereut seine Gang-Vergangenheit und warnt andere davor. Hat er keine zweite Chance verdient?“. Williams hat bis zum Schluss abgestritten, dass er die 4 Morde, für die er angeklagt war, begangen hat.
Vor allem die Bürger in L.A. haben jetzt Angst, dass es nach dieser Entscheidung zu Straßenkämpfen und Unruhen kommen wird.
Ich bin gespannt, wie sich diese Entscheidung auf die Wiederwahl von Schwarzenegger auswirken wird.