Hummel, Hummel – Mors, Mors

Hamburg hat eine ganz eigene Mentalität – wer auf ein paar Dinge achtet, erkennt echte Hamburger schon aus der Ferne.

Hamburger stehen ganz allgemein für echtes Understatement! Frauen, die wie in Düsseldorf auf der Kö oder in München ihre Pelzmäntel und dicken Klunker zur Schau tragen, gibt es in der schönen Hansestadt nicht. Im Gegenteil, im Sinne der Schlichtheit wird auf Klassisches gesetzt: man trägt Schwarz, Weiß und an Festtagen auch mal Marineblau. Und das, obwohl Hamburg die meisten Millionäre und Modelagenturen vorweisen kann…

Echte Hamburger verzichten auch gerne mal auf das „g“ bei der Aussprache und tauschen es einfach gegen ein charmantes „ch“ aus – da wird Hamburg schnell zu Hamburch und präsentiert die allseits bekannte Hamburger Kodderschnauze. Immer passend zum Schietwetter.

Aber was genau hat es mit „Hummel, Hummel – Mors, Mors“ auf sich? Diesen Gruß haben wir dem Wasserträger Johann Wilhelm Bentz aus dem 19. Jahrhundert zu verdanken. Nicht als freundlichster Einwohner Hamburgs gefeiert, bekam er schnell den Spitznamen Hans Hummel. Kinder liebten es, ihn zu ärgern und bekamen als Antwort „Kiel mi an Mors“ von ihm. Nicht sehr charmant, aber letztendlich die Grundlage dafür, dass ein Hamburger „Hummel, Hummel“ ruft und als Antwort „Mors, Mors“ erhält.

Hamburger, man muss sie einfach lieben!