Vier Tipps wie Angestellte den Übergang zum Unternehmer meistern

Übergang vom Angestellten zum Unternehmer

Wer sich zu einem erfolgreichen Unternehmer entwickeln möchte, benötigt zweifelsohne mehr als eine originelle Idee und zuträgliche Verbindungen, obwohl beides selbstverständlich nicht schadet. In der Regel gestaltet sich der Übergang in die unberechenbare Welt des Unternehmertums für Menschen, die zuvor ein mehr oder weniger stationäres Arbeitsleben als Mitarbeiter geführt haben, schwierig und kann nur dann gelingen, wenn ein Umdenken stattfindet. Auch sind die Merkmale, die einen gut geschliffenen Mitarbeiter ausmachen, kaum mit denjenigen vergleichbar, über die ein arrivierter Unternehmer verfügen sollte. So ist es nicht verwunderlich, dass es laut „Small Business Administration“ lediglich der Hälfte der neu gegründeten Unternehmen gelingt, ihr fünftes Jubiläum zu feiern. Damit die mentale Umstellung vom Mitarbeiter zum Unternehmer funktioniert, gibt es zahlreiche Tipps und Tricks – hier sind vier davon:

Tipp 1: „Nein“ zu sagen, zählt zu den Grundvoraussetzungen

Wer als Mitarbeiter in einem großen Unternehmen erfolgreich sein und sich die Chance eines beruflichen Aufstiegs nicht verbauen möchte, für den gilt das ungeschriebene Gesetz, alle Anfragen mit einem „Ja“ zu beantworten. Dieses „Ja“ wird von den meisten Vorgesetzten dahin gehend interpretiert, dass der Mitarbeiter nicht nur ein Teamplayer und zuverlässig ist, sondern zudem auch richtig zupacken kann. So erhalten Mitarbeiter, denen diese Attribute zugesprochen werden, in der Regel auch positives Feedback von oben. Möchte man jedoch von einem gelobten Mitarbeiter zu einem erfolgreichen Unternehmer avancieren, sind derartige Eigenschaften nicht besonders wertvoll. Vielmehr ist es für Unternehmer, die noch am Anfang und deshalb häufig auch unter Zeitdruck stehen von Vorteil, auch „nein“ sagen zu können. Da es nahezu unmöglich ist, alle Anfragen und Forderungen von potenziellen Auftraggebern zu erfüllen, sollten Jungunternehmer sich ihren eigenen Zeitplan schaffen und an dessen Erfüllung arbeiten. Und zwar auch dann, wenn die Fokussierung auf die eigenen Prioritäten bedeutet, einfach mal „nein“ zu sagen.

Tipp 2: Überstunden gehören auch für Unternehmer zum Alltag

Das bei vielen Menschen existierende Traumbild des unternehmerischen Lebens besagt, Unternehmer haben meist nur eine Vierstundenwoche und arbeiten im besten Fall via Internet von einer Südseeinsel. De facto gibt es digitale Nomaden und Unternehmer, die derartige Arbeitsbedingungen ihr Eigen nennen. Die Regel ist dies allerdings nicht! Vielmehr arbeiten viele Selbstständige von einem festen Standort aus, und zwar meist genauso lang wie Angestellte, wenn nicht noch länger. Grundsätzlich sollten Unternehmer stets daran denken, dass sie nicht mehr für andere, sondern für ihren eigenen Erfolg arbeiten. Da sie hierfür eventuell sogar länger arbeiten müssen als Angestellte, sollten sie sich für ein Tätigkeitsfeld entscheiden, dass sie lieben.

Tipp 3: Versuchen der sozialen Isolation zu entkommen

Nahezu jeder Unternehmer, der zuvor in einem Großkonzern angestellt war, erinnert sich, wie er sich am Feierabend über Vorgesetzte und Kollegen geärgert hat. Allerdings wird nach Verlassen des Unternehmens schnell klar, wie gut die Zusammenarbeit mit Max aus der Buchhaltung und Vanessa aus dem Marketingbereich doch funktioniert hat.

Sicher ist: Für viele sind die ersten Wochen als Selbstständiger wie ein Schock. Arbeitet man zudem noch von Zuhause aus, hat man schnell das Gefühl der totalen sozialen Isolation. Um dies zu vermeiden, sollten Unternehmer mit ihren ehemaligen Kollegen in Kontakt bleiben oder wenigstens stundenweise von einem Café aus arbeiten.

Die optimalste Lösung, um soziale Isolation zu vermeiden, ist es jedoch, den Arbeitsplatzin einen passenden Coworking Space zu verlegen. Dabei überzeugen professionelle Bürogemeinschaften, wie sie beispielsweise von Regus angeboten werden, nicht nur durch die Möglichkeit sozialer Interaktion und durch Networking, sondern auch durch zusätzliche Features wie Konferenz- und Tagungsräume.

Tipp 4: Ein flexibler Zeitplan ist unerlässlich

Auch wenn man als Unternehmer fast autonom arbeitet und der täglichen Arbeit kein statischer Zeitplan zugrunde liegt, ist es für Selbstständige hilfreich, sich zumindest einen flexiblen Zeitplan zu erstellen und diesen bestmöglich einzuhalten. Unternehmer, die vorankommen möchten, sollten mehrstündige Mittagspausen definitiv nicht in ihren beruflichen Alltag integrieren. Zweifelsohne haben sich viele Menschen für den Schritt in die Selbstständigkeit entschieden, weil sie ihr privates und berufliches Leben aufgrund der unflexiblen zeitlichen Richtlinien ihres Arbeitgebers nicht miteinander vereinbaren konnten. Für Unternehmer ist es dagegen einfach, sich ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Dennoch ist die Erstellung eines eigenen Zeitplans, in dem so genau wie möglich definiert wird, bis wann welche Arbeit erledigt sein sollte, mehr als hilfreich.